Itamar Ben-Gvir

Kommentar

Kein Beweis für Völkermord, aber ein Warnsignal

Itamar Ben-Gvir fordert die gezielte Tötung von Palästinensern in Gaza und spricht ihnen offen ihre Menschlichkeit ab. Seine Äußerungen sind kein Beweis für einen Völkermord, offenbaren aber eine erschreckende politische Verrohung. Warum gerade diese Unterscheidung zwischen politischer Haltung, Kriegsverbrechen und Genozid entscheidend ist.

"Praxisratgeber" zur "Politischen Ethik"

(hpd) Die beiden Göttinger Politikwissenschaftler Walter Reese-Schäfer und Christian Mönter wollen in ihrem Buch eine Art "Praxisratgeber" zur Anwendung "politischer Ethik" vorlegen. Zwar verdienen die zahlreichen präsentierten Beispiele sicherlich Interesse und Reflexion, doch von einer angekündigten Systematik im Sinne eines Handbuchs mit Ausführungen zu Regeln kurzer und mittlerer Reichweite kann leider nicht die Rede sein.

Der Fehlschluss der Atypikalität

SCHWEIZ. (hpd/gbs) David Stove veranstaltete einmal einen Wettbewerb, um das schlechteste Argument der Welt zu finden, aber er verlieh die Auszeichnung seinem eigenen Vorschlag, der obendrein seine eigenen Ansichten befürwortete. Die ganze Angelegenheit war also kein besonders objektiver Prozess.

Vive l‘whomanisme!

BERLIN. (hpd) Über die Frage "Wer ist dieser Doctor Who?" kichern immer wieder die Fans der gleichnamigen Serie. Und das sind im Grunde alle, die diese Serie gesehen haben. Denn bist du erst einmal im "WHOniversum" gefangen, willst du nicht mehr zurück.

Petition pro Ausgrenzung

STUTTGART. (hpd) Am 08. Januar outet sich der Profi Fußballer Thomas Hitzlperger in Hinblick auf seine Homosexualität und löste damit einen Ansturm auf das Thema in allen Medien aus. Wenn derartige Äußerungen der Auslöser für Artikel auf Titelseiten sind, dann zeigt das doch, dass es mit der Akzeptanz von Homosexualität in Deutschland doch noch nicht so gut bestellt ist.

Sprechen ohne Mythen

(hpd) Es gibt Sprachen, die ganz anders funktionieren als unsere. Die Pirahā am Amazonas zählen nur bis zwei und bilden keine Verben in der Vergangenheitsform, auch nicht in der Zukunftsform. Dafür erfordert es ihre Grammatik, bei jedem Ereignis, über das sie reden, anzugeben, ob sie es selbst gesehen oder gehört, von jemandem anderen erfahren haben oder aus Anzeichen schließen. Woher kommen die Sprachen und woher kommen ihre Unterschiede, fragt sich Daniel Everett.

Diskussionen im Advent

WARSCHAU. (hpd) Die letzten zwei Monate war durchsetzt von Aussagen führender Kleriker, die viel Aufsehen und Kontroversen hervorgerufen haben. Eine Zusammenfassung der Diskussion zeichnet ein Bild der Kirchenoberhäupter, das wohl kaum denkbar ist und in Anbetracht aktueller Äußerungen von Papst Franziskus erstaunt.

"Mehr Freunde, als man glaubt"

WIEN. (hpd) Heute in einer Woche findet Österreichs größte atheistische Veranstaltung statt, der Open Mind Summit des Freidenkerbundes. Im Wiener Akzent-Theater stehen etliche Stars der Kabarettbühne wie Gunkl und Joesi Prokopetz zugunsten der humanistischen Szene auf der Bühne. Freidenkerbund-Vorsitzender Gerhard Engelmayer hofft im Gespräch mit hpd-Korrespondent Christoph Baumgarten auf einen ausverkauften Abend und einen Werbeeffekt für die atheistische Szene.

Nicht alles fließt!

(hpd) "Pantha rhei", so heißt es in dem von Heraklit verfassten Aphorismus. Alles ist im Fluss, verändert sich, sagen uns diese Worte. Und das ist für bestimmte Gegebenheiten in Raum und Zeit auch heute noch richtig.

Ideologie und Verbrechen

(hpd) Der Historiker Frank-Lothar Kroll und die Politikwissenschaftlerin Barbara Zehnpfennig legen mit "Ideologie und Verbrechen. Kommunismus und National­sozialismus im Vergleich" einen Sammel­band zum Thema vor, worin zwölf Beiträge unter­schiedlichste Aspekte des Themas behandeln. Darin geht es um durchaus interessante Fall­studien zu Einzel­phänomenen, wobei es aber an allgemeiner gefassten Betrachtungen zum Thema eben auch in der angekündigten vergleichenden Perspektive mangelt.

Was es noch zu sagen gibt (2)

KIEW. (hpd) Information ist alles. Die Infohäppchen in deutschen und anderen EU-Medien erlauben nicht einmal eine grobe Übersicht über die Geschehnisse in der Ukraine. Dieser ausführlichere Artikel soll einige der Informationslücken schließen und eine andere, erweiterte Sicht auf die Lage in der Ukraine vermitteln.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

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Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

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Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

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Fremde Feinde

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