Bernd Vowinkel

Zum Tod von Bernd Vowinkel

Der freundliche Transhumanist

Er träumte von einer "Menschheit 2.0" und von "Maschinen mit Bewusstsein": Am vergangenen Samstag ist der Physiker, Autor und gbs-Beirat Bernd Vowinkel im Alter von 78 Jahren gestorben. Ein Nachruf von Michael Schmidt-Salomon.

Programm des Kortizes-Symposiums erschienen

"Identität im Wandel" – Symposium Kortizes 2025

Am Wochenende 3. bis 5. Oktober 2025 findet das diesjährige "Symposium Kortizes" statt. Es wird hybrid angeboten, das heißt eine Teilnahme ist nicht nur vor Ort im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, sondern auch im Livestream möglich. In diesem Jahr geht es um "Identität im Wandel: Neurowissenschaft und Selbstbild" – wie immer schwerpunktmäßig aus der Perspektive der Kognitions- und Neurowissenschaften, aber auch mit interdisziplinären Beiträgen aus diversen wissenschaftlichen Disziplinen.

Beim Glück-und-Pech-Test

Freitag, der 13.: Aberglauben auf dem Prüfstand

Am Freitag, den 13. Juni organisierten Ehrenamtliche der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) gemeinsam mit der Giordano-Bruno-Stiftung und der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters eine öffentlichkeitswirksame Aktion in der Hamburger Innenstadt. Unter dem prägnanten Motto "Pech am 13ten? Wider den Aberglauben: wir machen den wissenschaftlichen Test!" wurden Passanten eingeladen, traditionelle Glücks- und Pechrituale auszuprobieren und deren Effekt auf ein einfaches Experiment zu prüfen: das Würfeln.

Eine Mauer des Schweigens

Fragt man bei den Bundesländern nach Zwischenfällen mit muslimischen Schülern stößt man auf eine Mauer des Schweigens. Nur drei Länder antworteten auf Anfragen des Humanistischen Pressedienstes.

Martin Puchners globale Erzählung der Geschichte

Kultur als ständige Aneignung

Der in Harvard lehrende Literaturwissenschaftler Martin Puchner wagt in seinem Werk "Kultur. Eine neue Geschichte der Welt" nicht weniger als eine Neuschreibung der Globalgeschichte – jedoch nicht entlang der gewohnten politischen oder wirtschaftlichen Linien, sondern durch die Linse der kulturellen Transferprozesse. Sein zentrales Argument: Kultur entsteht nicht aus Abgrenzung, sondern aufgrund von Durchlässigkeit. Nicht Identität, sondern Aneignung ist ihr Motor.

Die religiös legitimierte Sexindustrie im Iran boomt

Religiös legitimierte sexuelle Dienstleistungen werden im Rahmen der "Muta"-Ehe, auch "Sighe" genannt, über Onlineplattformen angeboten. Geschlossen wir sie oft nur für eine Stunde. Die Bezahlung erfolgt in der Regel über das Konto des Webseitenbetreibers, wobei das Geld für eine codierte Person hinterlegt wird. Auch Langzeitverträge sind möglich, mit entsprechend höheren Monatsgebühren. So wird Prostitution religiös geadelt und bekommt einen frommen Anstrich hinter einer unheiligen Fassade für ein scheinbar verbotenes Geschäft.

Franz Josef Wetz

Ein Interview mit Franz Josef Wetz über das Unverzichtbare in unversöhnlichen Zeiten

"Dieser undurchschaubare Wirrwarr darf durchaus gutgeheißen werden"

Menschen sind nur als soziale Wesen denkbar und gleichzeitig brauchen alle auch Raum für sich allein. In seinem neuen Buch "WerteWirrWarr" befasst sich der Philosoph Franz Josef Wetz mit dieser "Doppelnatur" und erörtert, was politisch daraus folgt. Er stellt Fragen nach der Begründung von Solidarität, Ethik und Kultur; der hpd hat ihm dazu einige Fragen gestellt.

Die molekulare Signatur von Long Covid entschlüsseln

Bei rund einem Drittel der Long-Covid-Betroffenen finden Ärzt:innen keine Ursache für teils schwerwiegende Symptome. Forschende in Wien versuchen nun, molekularbiologische Marker mit anderen Diagnoseverfahren zu verknüpfen – das könnte auch Hinweise auf mögliche Therapien liefern.

AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag (2019)

Richtungsstreit in der Neuen Rechten

Nach einem Gespräch auf YouTube kommt es zu offenen Meinungsdifferenzen innerhalb der Neuen Rechten um den Begriff der "Remigration" und Fragen zu Staatsangehörigkeit und Ethnie. Der AfD-Abgeordnete Maximilian Krah beklagt einen Mangel an Klugheit und fordert eine Strategie-Debatte. Wie diese ausgeht, ist völlig offen.

Bürgerkrieg in Äthiopien: Flüchtlinge in Shire (Tigray)

An den Rand gedrängt: Die mediale Marginalisierung Afrikas

Die mediale Marginalisierung Afrikas in sogenannten Leitmedien ist erdrückend und konsequent. Nur ein minimaler Anteil der zur Verfügung stehenden Sendezeit bzw. Druckseiten wird für afrikanische Themen verwendet. Selbst fundamentale Ereignisse in Afrika, wie "der tödlichste Krieg des 21. Jahrhunderts" (Tigray) und die aktuell "größte und verheerendste humanitäre Krise der Welt" (im Sudan), werden weitgehend an den Rand gedrängt oder teilweise sogar ganz ignoriert. Die Berichterstattung über Afrika ist nicht nur marginal, sondern erscheint immer noch überwiegend von sogenannten K-Themen (Kriege, Krisen, Katastrophen) geprägt. Wenn über Afrika berichtet wird, was selten erfolgt, wird in der Regel negativ berichtet.

Warum Schwurbler schwurbeln: Die Rolle der "Core Knowledge"

Wer schwurbelt, erzählt Unsinn. Damit könnte das Thema schon ad acta gelegt werden - es wäre so einfach. Allerdings schwurbeln dafür zu viele, als dass man es einfach ignorieren könnte. Ob Religion, Esoterik, Parapsychologie oder Verschwörungstheorien (die Liste ließe sich lange weiterführen), allesamt liefern sie genug Stoff für Pseudoerzählungen die nur darauf warten, auf die Welt losgelassen zu werden.

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Kind im Hochzeitskleid

Analyse

Kinderehen in Baden-Württemberg: 358 Fälle, nur acht Aufhebungen

358 Fälle von Kinderehen, aber nur acht rechtskräftige Aufhebungen: Zahlen aus Baden-Württemberg werfen Fragen zum Schutz minderjähriger Betroffener auf. Wie gehen die Behörden mit solchen Fällen um, und welche Rolle spielen rechtliche Hürden, gesellschaftliche Strukturen und religiöse Traditionen? Ein Blick auf die Hintergründe eines Problems, bei dem der Schutz von Kindern im Mittelpunkt stehen sollte.

Gehirne

Die Ergebnisse des historischen Forschungsprojekts liegen vor

Hirnforschung und NS-Verbrechen

Das von der Max-Planck-Gesellschaft geförderte unabhängige Verbundprojekt zur Identifizierung von Opfern der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und anderen Formen der NS-Verfolgung, von denen Hirnpräparate in zwei Max-Planck-Instituten (vormals Kaiser-Wilhelm-Instituten) zu wissenschaftlichen Zwecken gesammelt wurden, ist nach neun Jahren abgeschlossen. Anlass waren Funde von Hirnschnitten im Archiv der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin sowie im Historischen Archiv des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München.

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Gefangen in der inneren Logik

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Kürzlich wurden bereits die institutionellen Verwerfungen analysiert, die zu den schon sichtbar verheerenden Auswirkungen auf das Impfwesen in den USA führen. Eine offene Frage bleibt, was die handelnden Personen, insbesondere Gesundheitsminister Kennedy, dazu treibt, einen solchen offensichtlich unsinnigen Kurs unbeirrt zu verfolgen und seine Institutionen aktiv von angemessenen Reaktionen abzuhalten.

Stipendiat*innen-Treffen des Bertha von Suttner-Studienwerks

Das Bertha von Suttner-Studienwerk bekommt zum Oktober zehn neue Stipendiat*innen

Wissenschaftliche Exzellenz trifft auf humanistisches Engagement

Das Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) begrüßt seine neuen Stipendiat*innen. Die Auswahlkommission hatte auch in diesem Jahr keine leichte Aufgabe: Aus mehr als 170 Bewerbungen galt es, die zehn überzeugendsten Kandidat*innen auszuwählen. Ab Oktober werden sie vom Studienwerk gefördert und in das stetig wachsende BvS-Netzwerk aufgenommen.

Festivalleiterin Sabrina Kürzinger

Filmfest „FrauenWelten“ stellt Programm vor

Vom Jemen bis in die Arktis

Unmittelbar vor dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen lädt das Filmfest „FrauenWelten“ vom 18. bis 24. November 2026 ins Kino in der KulturBrauerei in Berlin ein. 32 Filme aus 29 Ländern, drei Themenschwerpunkte und 27 Premieren zeigen, wie Frauen sich patriarchaler Macht widersetzen.

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Schluss nach 50 Jahren

Die EMMA geht in den Ruhestand

Heute teilte die prominente Feministin Alice Schwarzer mit, dass „nach 50 Jahren und 398 Ausgaben mit 36.584 Seiten“ die feministische Zeitschrift EMMA „die Bühne verlässt“. Ein Rückblick.

Familie beim Herbstspaziergang

Angesichts geplanter Einkommensteuer- und Wohngeldreform

Deutsches Kinderhilfswerk warnt vor weiteren finanziellen Belastungen und Ungleichbehandlungen von Familien

Da sich durch die geplanten Reformen die Schere zwischen der maximalen Entlastungswirkung des Kinderfreibetrages und dem Kindergeld immer weiter öffne, entstehe eine finanzielle Schieflage zulasten von Familien aus dem unteren und mittleren Einkommenssegment. Das Deutsche Kinderhilfswerk findet daher, dass die geplanten Anpassungen in die völlig falsche Richtung gehen.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Justitia, im Hintergrund die Münchner Frauenkirche

Prozess um kirchlichen Missbrauch

„Ein Stück Rechtsgeschichte“

Das Landgericht Traunstein hat in einem Gutachten bestätigt: Die sexualisierte Gewalt, die ein Kläger gegen das Erzbistum München und Freising im Kindesalter erfahren hat, hat seine psychische und soziale Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt. Die Kirche muss nun Schmerzensgeld zahlen.