Itamar Ben-Gvir

Kommentar

Kein Beweis für Völkermord, aber ein Warnsignal

Itamar Ben-Gvir fordert die gezielte Tötung von Palästinensern in Gaza und spricht ihnen offen ihre Menschlichkeit ab. Seine Äußerungen sind kein Beweis für einen Völkermord, offenbaren aber eine erschreckende politische Verrohung. Warum gerade diese Unterscheidung zwischen politischer Haltung, Kriegsverbrechen und Genozid entscheidend ist.

Die Sonne auf der Spitze des Nashorns

(hpd) Den bis jetzt ältesten gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Menschenaffen, die ältesten Felszeichnungen Afrikas – 30.000 Jahre alt – und geschätzt 100.000 Felsmalereien entdeckte man in Namibia. Eine Reise durch immense Zeiträume ermöglicht der “Archäologische Reiseführer NAMIBIA” von Peter Breunig. Der Frankfurter Wissenschaftler verfügt selbst über jahrelange Grabungserfahrung vor Ort.

(v.l.n.r. Elke Baezner (DGHS), Uwe-Christian Arnold (GBS), Ingrid Mattäus-Meier, Gita Neumann (HVD), Johann-Albrecht Haupt (HU)

DGHS fordert Gewissensfreiheit für Ärzte

BERLIN. (hpd/dghs) Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) begrüßt die Haltung der Ethikrats-Vorsitzenden Christiane Woopen, die sich mehrfach für die eingeschränkte Zulassung des ärztlich assistierten Suizid ausgesprochen hat. Allerdings wünscht sie sich auch weiterhin die Möglichkeit einer organisierten Vermittlung von Sterbewilligen an Mediziner.

David Bardens

Impfmündigkeit statt Impfmüdigkeit

TRIER. (hpd) Der Biologe Stefan Lanka hat 100.000 Euro für den Beweis des Masernvirus ausgelobt. Der Mediziner David Bardens hat ihm mehrere Studien vorgelegt, die die Existenz des Virus belegen. Da die Auszahlung des Preisgeldes mehrfach verweigert wurde, erklärt Bardens dem hpd, weshalb er nun vor Gericht zieht.

Eine Geschichte des Todes und des Lebens

BERLIN. (hpd) ​Werner Herzog ist gegen die Todesstrafe. In seiner Dokumentation “Into the Abyss” (dt. “In den Abgrund”) konzentriert er sich auf einen Fall, auf Michael Perry und Jason Burkett, die als Jugendliche drei Menschen ermordeten. Sie wollten mit dem Auto eines der Opfer eine Spritztour machen. Ein Film, der einem – wie den Gesprächspartnern des Regisseurs – oft die Tränen in die Augen treibt.

Haltende Hände, Maik Meid, Flikr CC BY-ND 2.0

Ein Bündnis für gute Pflege

BERLIN. (hpd/dghs) Das Thema Pflege bleibt ein Dauerbrenner. Auch wenn in vielen Heimen ordentlich gepflegt wird, ist die Personalsituation fast überall angespannt. Missstände bei der Pflege sind deshalb immer möglich. Der bekannte Pflegekritiker Claus Fussek vom Verein für Integrationsförderung (ViF) spricht im Interview über die Probleme.

Palästina ist ein schönes Land

(hpd) Andreas Altmann hat ein Buch veröffentlicht, das vermutlich zu vielen Diskussionen führen wird. Eine Reportage aus Palästina, in der der Staat Israel kritisiert wird, dürfte gerade in Deutschland wegen seiner Vergangenheit ganz sicher Zündstoff genug bieten. Der hpd sprach mit dem Autoren über das Buch und die ersten Reaktionen darauf.

Bruno trifft Bruno - oder: Kraft aus Kropf

HAMBURG. (hpd) In diesen aufgeklärten (?) Zeiten flattern einem bisweilen doch seltsame Dinge in den Hausbriefkasten: “Einladung zur internationalen Vortragsreihe: Hilfe und Heilung auf geistigem Weg durch die Lehre Bruno Grönings” - “Medizinisch beweisbar” - “Die Zuhörer können während des Vortrags auf einfache und natürliche Weise die Heilkraft selbst erleben”.

Jahrbücher für Islamophobieforschung

(hpd) Der österreichischen Politikwissenschaftler Farid Hafez gibt das "Jahrbuch für Islamophobieforschung" heraus, welches sich als Forum für interdisziplinäre Forschungen zum Thema Islam- und Muslimenfeindlichkeit versteht. Bei aller Anerkennung für die konkreten Ergebnisse und multimethodischen Perspektiven, verkennen nicht wenige Beiträge den grundlegenden Unterschied zwischen einer aufklärerisch-menschenrechtlichen Kritik und einer fremdenfeindlich-ressentimentgeladenen Hetze.

Warum ist Europa wichtig? (3)

(hpd) Werner Hager, einer der Sprecher der Säkularen Grünen NRW, befasst sich insbesondere mit Europapolitik und brachte die Sicht der Säkularen Grünen ins Europawahlprogramm der Grünen ein. Hier geht er auf Hindernisse europäischer Religionspolitik und den Weg zu einem säkularen Europa ein.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Friedhof

Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

Thomas Rachel

Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

Radioteleskop

Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts

Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern.

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Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Präsentation „Religionsunterricht für alle“

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Das Land Niedersachsen führt aktuell einen „Christlichen Religionsunterricht“ ein, der Anlass für kritische Rückfragen bietet. Begrüßenswert ist es, dass das Bundesland neben dem bekenntnishaften Religionsunterricht nun auch in den Grundschulen das Fach Ethik anbieten wird. Zu einem solchen Schritt hat sich der benachbarte Stadtstaat Hamburg bis heute nicht entschließen können. Eine Petition der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft setzt jedoch den Impuls, dass der Hamburger Senat dies nachholt.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

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In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

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Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

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Fremde Feinde

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