Blick in den Eingangsbereich des Willy-Brandt-Hauses

Essay

Die SPD und der Politische Islam: Ein Repräsentationsproblem mit Folgen?

Die SPD verliert seit Jahren an Zustimmung. Besonders dramatisch ist der Bruch mit ihrer klassischen Wählerschaft. Könnte dabei auch ihr Umgang mit konservativ-religiösen muslimischen Verbänden eine Rolle spielen und zugleich säkulare Muslime vor den Kopf stoßen? Der Artikel untersucht, ob hinter dem Niedergang weniger eine „Unterwanderung“ als vielmehr ein politisches Repräsentationsproblem steckt: die Verwechslung organisierter Milieus mit der Vielfalt der Wähler.

Velotaxi fährt für Berliner Herz

BERLIN. (hpd) „Berlin sagt Danke! Sei Dankbar, sei herzlich, sei Berlin“ – unter diesem Motto veranstaltet Velotaxi am 31. Oktober 2008 ab 13 Uhr am Brandenburger Tor den Danke-Tag, der unter der Schirmherrschaft von Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, steht. Der Erlös der Spendenaktion geht an das BERLINER HERZ, das ambulante Kinderhospiz des Humanistischen Verband Deutschlands, Landesverband Berlin.

Wahn oder Trug?

MARBURG. (hpd) Kahl und Schauer diskutierten über Dawkins. "Das ist plumper Krawall-Atheismus." In diesem Satz fasste Dr. Dr. Joachim Kahl seine Kritik an Richard Dawkins zusammen. Prof. Dr. Hans Schauer hingegen hält den britischen Biologen und Religionskritiker für "redlich" und "straight forward".

Religion als natürliches Phänomen

(hpd) Der US-amerikanische Philosoph Daniel C. Dennett plädiert in seinem neuen Buch „Den Bann brechen" für eine wissenschaftliche Analyse der Religion als natürliches Phänomen - demnach aus evolutionsbiologischer Sicht. Bei aller fragmentarischer Begrenzung und kritikwürdiger Weitschweifigkeit liefert es doch wichtige Anregungen zur Erforschung des Aufkommens und des Überlebens der Religionen aus naturalistischer Sicht.

Glaube und Moral

Gern gehen Russlands orthodoxe Würdenträger mit dem Argument der Moral hausieren, wenn sie begründen, warum sich ihre Landsleute wieder mehr Väterchen Gott zuwenden sollen. Nach dem Motto: Ohne Glaube – keine Moral. Wladimir Inosemzew hat dieses Argument einmal näher unter die Lupe genommen und verglichen.

Nachruf auf Fritz Bode

BREMEN. (pfw) Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW) trauert um Fritz Bode , der am 4. Oktober 2008 starb. Der Präsident des DFW gedenkt des Weggefährten.

Antisemitismusbeauftragter passé?

BERLIN. (mut/hpd) Vor 70 Jahren war am 9. November die Reichspogromnacht. Symbolisch wollte der Bundestag beschließen, den Kampf gegen Antisemitismus zu stärken und zu diesem Zweck einen offiziellen Antisemitismusbeauftragten zu schaffen. Ein Jahr wurde an diesem parteiübergreifenden Vorhaben gefeilt. Aber kurz vor dem Ziel hat die CDU eine Kehrtwende gemacht. Sie ließ den Konsens zerbrechen.

Buddhisten gegen Redefreiheit

GRAZ. (hpd) Diese Woche sind in Österreich zwei Vorträge von Colin Goldner zum Themenkomplex „Tibet und der Dalai Lama" geplant. Die Österreichische Buddhistische Religionsgemeinschaft will verhindern, dass die Veranstaltung an der Universität Graz stattfinden kann.

MIZ 3/08 erschienen

ASCHAFFENBURG. (hpd) Unmittelbar vor der Präsidentschaftswahl in den USA ist Heft 3/08 der MIZ (Materialien und Informationen zur Zeit) erschienen und befasst sich mit dem Verhältnis von Politik und Religion in jenem Land, in dem Religionsfreiheit gewissermaßen zum Gründungsmythos gehört.

Ehrung für Jacques Tilly

DÜSSELDORF. (hpd) Bald beginnt im Rheinland die fünfte Jahreszeit. Zum Auftakt zeichnete die Düsseldorfer Künstlergilde "Mostertpöttches" (auf hochdeutsch: Senftöpfchen) den Düsseldorfer Künstler und Gestalter der politischen Rosenmontagswagen Jacques Tilly mit der Karl-Klienzing-Plakette aus.

„...zum Wohle der Menschen."

MÜNSTER. (hpd) Der Soziologe und frühere Kirchenrechtler Prof. Dr. Horst Herrmann schreibt seit etwa zwei Jahren eine „wöchentliche Kolumne". Das Überschreiten der ersten einhundert Kolumnen war ein Anlass, seine aktuelle Kritik an Erzbischof Marx und dem Bundessozialgericht zu zitieren.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Es ist ein ganz großes Rad, an dem da gedreht wird. Immer wieder. Beim jährlich stattfindenden Kirchentag, abwechselnd katholisch und evangelisch, wird für eine fünftägige Veranstaltung ein zweistelliger Millionenbetrag bewegt. So wie auch beim nächsten Evangelischen Kirchentag, der vom 5. bis 9. Mai 2027 in Düsseldorf stattfinden wird. Trotz der mit fast 14 Millionen Euro öffentlich subventionierten Veranstaltung fehlt die öffentliche Transparenz der Mittelverwendung.

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Cover

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?