Itamar Ben-Gvir

Kommentar

Kein Beweis für Völkermord, aber ein Warnsignal

Itamar Ben-Gvir fordert die gezielte Tötung von Palästinensern in Gaza und spricht ihnen offen ihre Menschlichkeit ab. Seine Äußerungen sind kein Beweis für einen Völkermord, offenbaren aber eine erschreckende politische Verrohung. Warum gerade diese Unterscheidung zwischen politischer Haltung, Kriegsverbrechen und Genozid entscheidend ist.

Ein Wort zur Beruhigung der Katholiken

BERLIN. (hpd) An diesem 30. Januar jährt sich die Machtergreifung der NSDAP zum 80. Mal. Dennoch war der zum Reichskanzler ernannte Hitler nicht vom ersten Tag seiner Amtszeit an ein Diktator. Zwar hatte er ausreichend viele Wähler hinter sich, um zum Kanzler aufzusteigen, doch längst noch nicht genug Milieus auf sich eingeschworen, um eine totalitäre Diktatur zu errichten. Vor allem viele Katholiken blieben gegenüber der NSDAP kritisch eingestellt.

Zur Re-Biologisierung der Gesellschaft

BERLIN. (hpd) Um die Frage, ob die Biologie zur Erklärungen sozialer Phänomene herangezogen werden kann, wird intensiv gestritten. Gerade in säkularen Kreisen stehen naturwissenschaftliche Argumentationen hoch im Kurs. Ein soeben erschienener Sammelband stellt diesen Ansatz in Frage.

Skandal um kath. Krankenhäuser – Was nun?

(hpd) Im Skandal um die Hilfeverweigerung für eine vergewaltigte Frau durch zwei katholische Krankenhäuser in Köln im Dezember letzten Jahres sind katholische Stellen nun um Schadensbegrenzung bemüht. Ihnen dämmert angesichts der massiven politischen und gesellschaftlichen Kritik aus ganz Deutschland, dass das Maß allmählich voll ist und dass die Gesellschaft nicht mehr bereit ist, Schikanen einer Ideologie wegen hinzunehmen.

Gegendarstellung – dann eben hier

(hpd) In der Zeitschrift „Der Rechte Rand“ wurde ein hpd-Autor mit falschen Tatsachenbehauptungen als „Leugner“ der Gefahren von rechtsextremistischer Gewalt bezeichnet. Eine Gegendarstellung druckte man ohne Angabe von Gründen nicht. Dafür steht sie dann eben hier.

Projektarbeit trägt Früchte

NICARAGUA. (hpd) Lesben, Schwule und Transsexuelle (LGBT) sind heute sichtbarer als noch vor einigen Jahren. Dafür sorgt das mutige Auftreten von jungen und engagierten Aktivistinnen und Aktivisten. Obwohl Homo- und Transphobie noch weit verbreitet sind, stehen immer mehr junge LGBT offen und selbstbewusst zu ihrer sexuellen Identität.

Gründung der "Säkularen Grünen"

MANNHEIM. (hpd) Nun haben auch die Grünen – nach der SPD, den Linken und der Piratenpartei - eine innerparteiliche säkulare Initiative. Mitte Januar hat sich der "Bundesweite Arbeitskreis Säkularer Grüner" konstituiert. Angestrebt wird die Etablierung einer "Bundes­arbeits­gemeinschaft Säkulare Grüne", um inner­parteilich die Debatten um einen Säkulari­sierungs­prozess voran­zutreiben.

Rehabilitation von Opfern des § 175 gefordert

(hpd) Der schwule Aktivist Rosa von Zehnle vom Rosa-Archiv in Leipzig hat eine Petition gestartet, mit der er an die Opfer des  Paragrafen 175 erinnern will. Der Paragraf stellte Homosexualität unter Strafe und wurde erst im Jahre 1994 abgeschafft. Die Opfer der danach erfolgten Rechtsprechung wurden bis heute nicht entschädigt.

Der Vietnamkrieg und die Prediger

USA. (hpd) Am 27. Januar 1973, also vor 40 Jahren, schlossen Vertreter der USA und Nordvietnams in Paris einen Friedensvertrag ab, der den Vietnamkrieg beenden sollte. Zwar kämpften die beiden vietnamesischen Staaten noch zwei weitere Jahre gegeneinander, die US-Armee zog sich jedoch nach starken Verlusten zurück.

Die Mädchen vom Zimmer 28

BERLIN. (hpd) Nicht schon wieder eine Ausstellung zur Ur-Schuld der deutschen Nazivergangenheit und deren Gräueltaten... das sind so die ersten Gedanken gewesen, als ich eine Einladung zur Vernissage „Die Mädchen vom Zimmer 28“ erhielt. Trotzdem ging ich in die „Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft“ ... und das war gut so!

„NATO-Geheimarmeen in Europa“

(hpd) Der Schweizer Historiker Daniele Ganser schildert in seinem Buch das Agieren der geheimen „Gladio-Truppen“ in verschiedenen europäischen Ländern. Nicht für alle Darstellungen hat er ausreichendes und überzeugendes Beweismaterial, allein der gut belegte Fall „Italien“ ist indessen schon beklemmend genug.

Beschneidung: Runder Tisch der Religionen

MARBURG. (hpd) Die "Beschneidung von Knaben" war am Dienstag Thema einer Podiumsdiskussion des Runden Tischs der Religionen. Es kam jedoch zu keiner inhaltlichen Diskussion und die Fragen aus dem Publikum wurden frühzeitig beendet. Anstelle eines Fazits gab es die Anregung zum Nachdenken mit auf den Weg.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Transparent der Stadt Augsburg

Wenn öffentliche Stellen ein Bild von Musliminnen zeichnen, das Islamisten in die Karten spielt

„Wir müssen uns diversitätssensibel aufstellen. Unsere Angebote sollen Migranten und Muslime ansprechen.“ − „Stimmt. Lass uns ein Bild mit einer Frau mit Hijab auf unsere Homepage setzen!“ Doch dies wird weder der Realität von Migration noch der von Musliminnen gerecht. Letztlich erweist es der Gleichberechtigung einen Bärendienst. Und Islamisten werden sich die Hände reiben.

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Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

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Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?