Symbolbild

Warum die kirchlichen Sonderrechte ein Auslaufmodell sind

Privilegien ohne Rückhalt

Kirchensteuer, Staatsleistungen aus Steuermitteln, der Sonderweg beim kirchlichen Arbeitsrecht, der konfessionelle Religionsunterricht an staatlichen Schulen: Eine aktuelle INSA-Umfrage zeigt: 31 Prozent der Bürger befürworten eine Einschränkung dieser Privilegien – ein Trend, der mit 39 Prozent ausgerechnet unter CDU/CSU-Anhängern am stärksten ausgeprägt ist.

Vernunft ist erfrischend

LONDON. (hpd) Warum Kulturrelativismus Grundrechte von Bürgerinnen ignoriert, IslamkritikerInnen über Rechtspopulisten aufgeklärt werden müssen und was hinter dem Begriff Ex-Muslime steckt. Ein Interview mit Maryam Namazie, Humanistin, Menschenrechtsaktvistin, Sprecherin der Ex-Muslime in England.

Erasmus und die Finanzen

Amsterdam. (hpd) Der Humanist Erasmus von Rotterdam (1466-1536) ist seit Kurzem im europäischen Geldverkehr unterwegs: Am Montag, den 24. Januar wurde die erste 2-Euro-Münze mit seinem Bild in den Niederlanden geschlagen. In diesem Jahr feiert sein bekanntestes Buch "Lob der Torheit" in der Tat seinen 500 jährigen Geburtstag.

Zoff um Zölibat: Ordnungsruf an Lammert

BERLIN. (hpd) Vor einigen Tagen kommentierte Frieder Otto Wolf als Vorsitzender des KORSO den Streit um den Zölibat in der katholischen Kirche. Aber sollte es säkulare Humanisten überhaupt kümmern, wenn sich Kirchenleute um fragwürdige Gebräuche streiten? Allerdings.

„Die Synagoge Satans“

(fowid/hpd) Zum evangelikalen Antisemitismus in den USA: Ist der kleine jüdische, von Arabern umzingelte Staat im Nahen Osten samt seiner Einwohner denn nun beschützenswert? Oder sind die Juden Teil einer liberalen, homosexuellen Weltverschwörung? Lukas Mihr klärt uns auf.

Die realen Ereignisse. „Obamas Vietnam“?

(hpd) Der „Washington Post“-Redakteur Bob Woodward, der als bekanntester investigativer Journalist der Welt gilt, beschreibt anhand von internen Quellen den Umgang der US-Regierung mit dem Afghanistan-Krieg. Das Buch beinhaltet eine faktenbezogene Darstellung der Ereignisse auf der Ebene der Obama-Administration und macht so nur indirekt das politische Dilemma der Situation im Raum Afghanistan/Pakistan deutlich.

Als gehöre eins zum anderen

BERLIN. (hpd) Missbrauch verjährt. Das gilt für die Täter. Für die Opfer gilt das nicht. Die Taten begleiten sie lebenslänglich. Es gibt etwa eine Dreiviertelmillion von ihnen. Von den Opfern. Jonathan Overfeld ist einer davon. Er brach das Schweigen. Eine Rezension zum Buch und Notizen eines Gesprächs darüber.

Klerikale Produktpiraterie

DEUTSCHLAND. (hpd) Es ist angebracht, das Schlagwort der „christlich-jüdischen Kultur“ Deutschlands in den Facetten genauer zu betrachten. Drei ausgewählte Beispiele zeigen, dass für manches behauptete „christliche Kulturgut“ dieser Anspruch sachlich falsch ist und diese Kunstwerke recht gewaltsam als „christlich“ inkorporiert wurden.

George Carlin: Religion ist Schwachsinn

(hpd) George Carlin war einer der bekanntesten amerikanischen Stand-up-Comedians. Er starb 2008 in Santa Monica. Er war als Tabubrecher berüchtigt. Seine Hauptthemen waren neben Sprache und Politik vor allem die Religion. Für seine Programme erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter mehrfach den Grammy.  

Deutschland Deine Kinder (Teil 3)

BERLIN. (hpd) Am 19. Januar 2011 wurde der Abschlussbericht des Runden Tisches Heimerziehung in den 1950er und 1960er Jahren (RTH) an den Deutschen Bundestag übergeben. Dort werden die Abgeordneten über die Empfehlungen des RTH beraten und entscheiden. Für die betroffenen ehemaligen Heimkinder beginnt nun eine besonders wichtige Phase, denn es wird sich zeigen, wie die Abgeordneten diese Empfehlungen handhaben werden.

Ethikunterricht in Österreich

WIEN. (hpd) In Österreich wird derzeit sehr kontrovers über die Einführung eines verpflichtenden Ethikunterrichts diskutiert, der bislang von den Kirchen kontrolliert wird. Die Konfessionsfreien wehren sich gegen diese religiöse Bevormundung und die Abschaffung ihres Grundrechtes auf Religionsfreiheit.

Festakt 120 Jahre Jugendweihe in Hamburg

HAMBURG. (hpd/jw) Zu einem Festakt hatte die Jugendweihe Hamburg e.V. die aktuellen Jugendweihlinge und Jubilare der Jugendweihe am vergangenen Mittwoch ins Planetarium Hamburg eingeladen. Das hat mittlerweile Tradition und ist immer auch Gelegenheit insbesondere den Ehrenamtlichen zu danken.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Transparent der Stadt Augsburg

Wenn öffentliche Stellen ein Bild von Musliminnen zeichnen, das Islamisten in die Karten spielt

„Wir müssen uns diversitätssensibel aufstellen. Unsere Angebote sollen Migranten und Muslime ansprechen.“ − „Stimmt. Lass uns ein Bild mit einer Frau mit Hijab auf unsere Homepage setzen!“ Doch dies wird weder der Realität von Migration noch der von Musliminnen gerecht. Letztlich erweist es der Gleichberechtigung einen Bärendienst. Und Islamisten werden sich die Hände reiben.

Thomas Rachel

Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

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Die stille Standhaftigkeit der FDA

Es gibt Phasen politischer Überhitzung, in denen Institutionen nicht durch das, was sie sagen, sondern durch das, was sie tun, sichtbar werden. In den USA ist das derzeit die Food and Drug Administration. Während die CDC unter der neuen Administration einen politisch verordneten Maulkorb trägt – inhaltlich wie kommunikativ –, arbeitet die FDA weiter, als sei die politische Großwetterlage nicht ihr Thema. Und genau darin liegt eine bemerkenswerte Pointe.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

Die Demokratie im Spiegel von Wort und Bild

In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

Urania Wien bei Nacht

Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

Skeptics in the Pub

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Der Konflikt innerhalb der Skeptikerbewegung ist zurück. Nachdem sich die Auseinandersetzungen zuletzt beruhigt hatten, entzündete sich der nächste Konflikt an der Marke „Skeptics in the Pub“. Dahinter steht der mutmaßliche Versuch, Deutungshoheit über eine seit Jahrzehnten bestehende Graswurzelbewegung zu gewinnen.

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Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

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„CLAIM“-Zahlen zur Muslimfeindlichkeit dürfen als „unsauber“ bezeichnet werden

Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

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Der ewige Kampf gegen „christliche Fundamentalisten und national gesinnte Konservative“

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung sieht aktuell die Frauenrechte in Gefahr. Zu den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hat der Verband einen Flyer veröffentlicht. Der soll aufklären, warnen und die Stellschrauben identifizieren, die eine Landesregierung drehen könnte, um antifeministische Politik durchzusetzen. Ines Scheibe vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung erklärt im Interview, wie die Fundamentalisten arbeiten.

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Lösungen für eine bessere Zukunft

Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?