Ältere Frau mit Laptop telefoniert

Ein Dokument, das Leben und Sterben leichter und sicherer macht

Die Frage, wie wir am Ende unseres Lebens behandelt werden möchten, beschäftigt viele – doch nur wenige setzen sich aktiv damit auseinander. Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg hat mit seinem neuen Fragebogen zur Erstellung einer Patientenverfügung ein Werkzeug geschaffen, das nicht nur rechtssicher ist, sondern auch menschlich, klar und alltagstauglich.

…Wie viel Religion braucht Demokratie?

MARBURG. (hpd) „Politik ist für das Wohl der Menschen zuständig, Religion für ihr Heil.“ Auf diese Formel brachte Wolfgang Thierse seine Antwort auf die Ausgangsfrage des 13. Marburger Religionsgesprächs: „Wie viel Demokratie braucht Religion, wie viel Religion braucht Demokratie?“

Extreme politische Rechte in Europa

(hpd) Die beiden Politikwissenschaftler Uwe Backes und Patrick Moreau editieren achtzehn Aufsätze mit vergleichenden Betrachtungen zur extremen Rechten in Europa. Im Unterschied zu anderen Sammelbänden zum Thema listet dieser Band nicht nur Länderstudien auf, sondern fragt kritisch nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden der gemeinten Parteien.

Tod eines Asylbewerbers

WÜRZBURG. (hpd/gbs). In der Nacht vom 28. auf den 29. Januar nahm sich der 29jährige Exil-Iraner Mohammad Rahsepar in einem Würzburger Asylbewerberheim das Leben. Sein Tod, so der Sprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, „wirft ein Licht auf die skandalösen Bedingungen, unter denen Flüchtlinge in Deutschland leben müssen“.

Religionsfrei im Revier

BOCHUM. (hpd) „Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt!“, so beginnt Herbert Grönemeyer den Song über seine Heimatstadt Bochum. Ob dem so ist, blieb verborgen, denn die Sonne war längst untergegangen und die Luft war alles andere als staubig, als die Zusammenkunft der Gruppe „Religionsfrei im Revier“ am vergangenen Freitag gegen 19:00 Uhr begann.

Antisemitismus in der Linken?

(hpd) Der Kommunikationswissenschaftler Maximilian Elias Imhoff legt in seiner Studie erstmals eine empirische Untersuchung zu den einschlägigen Einstellungen in diesem politischen Lager vor und macht ebendort um die 17 Prozent von Personen mit einem verdichteten antisemitischen Weltbild aus.

Religion in pluraler Gesellschaft

DORTMUND. (hpd) „Glaubt was Ihr wollt, aber mischt Euch nicht ein?! – Zum Auftrag der Religionen in einer pluralen Gesellschaft“. Unter diesem Motto lud das Amt für missionarische Dienste der Evangelischen Kirche in Westfalen am vergangenen Montag zum 3. Studientag „Mission und Dialog“ im Haus landeskirchlicher Dienste in Dortmund.

Der Name des Winkels und Zirkels

PARIS. (hpd) Am 13. Januar entschied das Berufungsgericht von Paris, aufgrund der Klage einer Gruppe dissidenter Brüder, dass die Ämter des Großmeisters und des Präsidenten einer Großloge der Freimauerer identisch sind. Was für Außenstehende zunächst irrelevant erscheint, wirft ein Schlaglicht auf die Freimaurerei in Frankreich.

„Kirchenhierarchie geht zu Lasten der Frauen“

MÜNSTER. (hpd/exc) Die katholische Kirche und Theologie sollte nach Ansicht von Sozialethikerin Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins dringend „ihr traditionell patriarchales Geschlechterbild“ überarbeiten. „Eine Theologie, in der nur Männer Definitionsmacht besitzen, setzt das Bild des Menschen mit dem des Mannes gleich.

Anmerkungen zum islamistischen Totalitarismus

(hpd) Der Politikwissenschaftler Wahied Wahdat-Hagh nimmt eine Analyse des politischen Systems im Iran vor, mit einer Hervorhebung der dortigen antisemitischen Staatsideologie. Gerade in der erkenntniserhellenden Aufarbeitung persischsprachiger Quellen besteht der Wert der vorliegenden Arbeit, die aber inhaltlich eher fragmentarisch ausgerichtet und analytisch nicht systematisch entwickelt ist.

Forderung nach Ende von ISAF-Mandat

BERLIN. (hpd) Nach zehn Jahren Krieg in Afghanistan forderte die Humanistische Union gestern noch einmal den Einstieg in den Ausstieg. Heute soll im Deutschen Bundestag abschließend darüber beraten werden.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Transparent der Stadt Augsburg

Wenn öffentliche Stellen ein Bild von Musliminnen zeichnen, das Islamisten in die Karten spielt

„Wir müssen uns diversitätssensibel aufstellen. Unsere Angebote sollen Migranten und Muslime ansprechen.“ − „Stimmt. Lass uns ein Bild mit einer Frau mit Hijab auf unsere Homepage setzen!“ Doch dies wird weder der Realität von Migration noch der von Musliminnen gerecht. Letztlich erweist es der Gleichberechtigung einen Bärendienst. Und Islamisten werden sich die Hände reiben.

Thomas Rachel

Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

FDA-Wissenschaftler

Die stille Standhaftigkeit der FDA

Es gibt Phasen politischer Überhitzung, in denen Institutionen nicht durch das, was sie sagen, sondern durch das, was sie tun, sichtbar werden. In den USA ist das derzeit die Food and Drug Administration. Während die CDC unter der neuen Administration einen politisch verordneten Maulkorb trägt – inhaltlich wie kommunikativ –, arbeitet die FDA weiter, als sei die politische Großwetterlage nicht ihr Thema. Und genau darin liegt eine bemerkenswerte Pointe.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

Die Demokratie im Spiegel von Wort und Bild

In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

Urania Wien bei Nacht

Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

Skeptics in the Pub

Judäische Volksfront oder Volksfront von Judäa?

Der Konflikt innerhalb der Skeptikerbewegung ist zurück. Nachdem sich die Auseinandersetzungen zuletzt beruhigt hatten, entzündete sich der nächste Konflikt an der Marke „Skeptics in the Pub“. Dahinter steht der mutmaßliche Versuch, Deutungshoheit über eine seit Jahrzehnten bestehende Graswurzelbewegung zu gewinnen.

Bedrohte Demokratie

Die Demokratie und die Überforderung durch das Netz

Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

Sascha Adamek

„CLAIM“-Zahlen zur Muslimfeindlichkeit dürfen als „unsauber“ bezeichnet werden

Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

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Der ewige Kampf gegen „christliche Fundamentalisten und national gesinnte Konservative“

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung sieht aktuell die Frauenrechte in Gefahr. Zu den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hat der Verband einen Flyer veröffentlicht. Der soll aufklären, warnen und die Stellschrauben identifizieren, die eine Landesregierung drehen könnte, um antifeministische Politik durchzusetzen. Ines Scheibe vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung erklärt im Interview, wie die Fundamentalisten arbeiten.

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Lösungen für eine bessere Zukunft

Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?