Kirchenglocke

Essay

Religiöse Rücksichtnahme – und wer nimmt Rücksicht auf die Konfessionsfreien?

Egal ob Christen oder Muslime – sie alle fordern, dass auf auf ihre religiösen Befindlichkeiten Rücksicht genommen wird und die deutsche Politik erfüllt diese Wünsche, zeigt sich willfährig und hofiert die Religionsgemeinschaften als gesellschaftliche Akteure. Doch wer nimmt Rücksicht auf jene, die keiner Religion angehören? In Deutschland werden die Interessen der Kirchen und anderer Religionsgemeinschaften noch immer weit stärker berücksichtigt als die der Konfessionsfreien.

Interview

"Uns verbindet das humanistische Ideal eines selbstbestimmten Lebens einschließlich eines selbstgewählten Lebensendes"

Dass Menschen selbstbestimmt sterben können, ist das gemeinsame Anliegen der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS), von DIGNITAS-Deutschland und dem Verein Sterbehilfe. Anfang der Woche stellten die Organisationen ihre "10 Forderungen für humane Suizidhilfe in Deutschland" der Öffentlichkeit vor. Der hpd sprach mit Prof. Robert Roßbruch (DGHS), Sandra Martino (DIGNITAS-Deutschland) und Jakub Jaros (Verein Sterbehilfe) über ihre Forderungen, gemeinsame Erfahrungen im Bereich der Suizidhilfe und über einen möglichen neuen Paragraphen 217 StGB, durch den selbstbestimmtes Sterben in Deutschland wieder deutlich schwieriger werden könnte.

"Kirchenrepublik Deutschland"

Die Kirchen gehören in die Zivilgesellschaft

Deutschland braucht ein neues Religionsverfassungsrecht

Die katholische und die evangelische Kirche sind schon lange keine Volkskirchen (mehr). Sie haben sich als unfähig erwiesen, Verantwortung zu übernehmen und die strukturellen Ursachen für Diskriminierungen und sexualisierte Gewalt anzugehen. Die Ursachen für ihren historischen Schrumpfkurs sind freilich noch weit vielfältiger.

Berliner Appell (2022): 10 Forderungen für humane Suizidhilfe in Deutschland

"Einem Menschen bei der Wahrnehmung eines Grundrechts zu helfen, kann nicht strafbar sein"

Der "Berliner Appell (2022): 10 Forderungen für humane Suizidhilfe in Deutschland" wurde von der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben, Dignitas Deutschland, dem Verein Sterbehilfe und der Giordano-Bruno-Stiftung gemeinsam verabschiedet und gestern im Rahmen der Pressekonferenz "Zwei Jahre Karlsruher Urteil" im Haus der Bundespressekonferenz erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Der hpd dokumentiert den Berliner Appell hier im Wortlaut.

Sudanesische Frauenrechtlerin gefangen genommen

Menschenrechtsverletzungen sind im wirtschaftlich enorm geschwächten und von einer Reihe von Konflikten geprägten Sudan keine Seltenheit. Oppositionelle, Journalist:innen, Regimekritiker:innen und viele mehr sind starken staatlichen Repressionen ausgesetzt. Die landesweit bekannte Frauenrechtlerin Amira Osman wurde nun gefangen genommen, um an ihr ein Exempel zu statuieren, damit es weniger Menschen wagen, sich für mehr Rechte für Frauen in diesem von der Scharia geprägten Land einzusetzen. Dies sorgte unter anderem bei der UN für Empörung und scharfe Kritik.

Berliner Appell (2022)

Forderungen für humane Suizidhilfe im Haus der Bundespressekonferenz vorgestellt

"Einem Menschen bei der Wahrnehmung eines Grundrechts zu helfen, kann nicht strafbar sein“ heißt es in dem „Berliner Appell", der von der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS), DIGNITAS-Deutschland, dem Verein Sterbehilfe und der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) am heutigen Montag im Haus der Bundespressekonferenz vorgestellt wurde. Anlass der Pressekonferenz sind die jüngsten parlamentarischen Versuche, einen neuen § 217 StGB zu verabschieden, der die Suizidhilfe abermals streng reglementieren würde.

Der GWUP-Blog ist "Wissenschaftsblog des Jahres 2021"

Im Frühjahr 2007 ging der GWUP-Blog online, betreut vom Wissenschaftsjournalisten Bernd Harder, der unter anderem als Sachbuchautor und Chefreporter der GWUP-Zeitschrift Skeptiker bekannt ist. Seitdem berichtet der Blog tagesaktuell über News auf dem Gebiet der Pseudowissenschaften, gibt Video-, Lese- und Veranstaltungstipps. Inzwischen sind mehr als 6.800 Beiträge erschienen. Vor kurzem wurde er erstmals zum "Wissenschaftsblog des Jahres" gewählt.

Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking

Olympische Spiele in Peking: Propaganda-Erfolg auf ganzer Linie

Das IOC habe den Sport zum Spielball chinesischer Interessen werden lassen, so die Gesellschaft für bedrohte Völker in einer Pressemitteilung. Das Schweigekartell über Völkermord und Unterdrückung habe zusammengehalten. Die Olympischen Spiele müssten sich nach Einschätzung der Menschenrechtsorganisation in einer veränderten politischen Welt neu erfinden.

USA: "After School Satan Clubs" sorgen für Aufregung

Die Donovan Elementary School in Lebanon im Bundesstaat Ohio hat seit dem 27. Januar einen eigenen "After School Satan Club" des Satanic Temple. Proteste von Eltern und Großeltern, die ihre Kinder und Enkel mit religiösen Inhalten um Jesus und Co. gehirngewaschen haben und nun eine Hirnwäsche der Kinder zum Satanismus fürchten, blieben nicht aus. Währenddessen freut sich der Satanic Temple nicht nur über die Aufmerksamkeit, sondern nutzt die Chance, um über tatsächlich religiös motivierte Schul-Clubs aufzuklären.

Termine

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Analyse

Kinderehen in Baden-Württemberg: 358 Fälle, nur acht Aufhebungen

358 Fälle von Kinderehen, aber nur acht rechtskräftige Aufhebungen: Zahlen aus Baden-Württemberg werfen Fragen zum Schutz minderjähriger Betroffener auf. Wie gehen die Behörden mit solchen Fällen um, und welche Rolle spielen rechtliche Hürden, gesellschaftliche Strukturen und religiöse Traditionen? Ein Blick auf die Hintergründe eines Problems, bei dem der Schutz von Kindern im Mittelpunkt stehen sollte.

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Die Ergebnisse des historischen Forschungsprojekts liegen vor

Hirnforschung und NS-Verbrechen

Das von der Max-Planck-Gesellschaft geförderte unabhängige Verbundprojekt zur Identifizierung von Opfern der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und anderen Formen der NS-Verfolgung, von denen Hirnpräparate in zwei Max-Planck-Instituten (vormals Kaiser-Wilhelm-Instituten) zu wissenschaftlichen Zwecken gesammelt wurden, ist nach neun Jahren abgeschlossen. Anlass waren Funde von Hirnschnitten im Archiv der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin sowie im Historischen Archiv des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München.

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Das Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) begrüßt seine neuen Stipendiat*innen. Die Auswahlkommission hatte auch in diesem Jahr keine leichte Aufgabe: Aus mehr als 170 Bewerbungen galt es, die zehn überzeugendsten Kandidat*innen auszuwählen. Ab Oktober werden sie vom Studienwerk gefördert und in das stetig wachsende BvS-Netzwerk aufgenommen.

Festivalleiterin Sabrina Kürzinger

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Unmittelbar vor dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen lädt das Filmfest „FrauenWelten“ vom 18. bis 24. November 2026 ins Kino in der KulturBrauerei in Berlin ein. 32 Filme aus 29 Ländern, drei Themenschwerpunkte und 27 Premieren zeigen, wie Frauen sich patriarchaler Macht widersetzen.

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Heute teilte die prominente Feministin Alice Schwarzer mit, dass „nach 50 Jahren und 398 Ausgaben mit 36.584 Seiten“ die feministische Zeitschrift EMMA „die Bühne verlässt“. Ein Rückblick.

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Da sich durch die geplanten Reformen die Schere zwischen der maximalen Entlastungswirkung des Kinderfreibetrages und dem Kindergeld immer weiter öffne, entstehe eine finanzielle Schieflage zulasten von Familien aus dem unteren und mittleren Einkommenssegment. Das Deutsche Kinderhilfswerk findet daher, dass die geplanten Anpassungen in die völlig falsche Richtung gehen.

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Justitia, im Hintergrund die Münchner Frauenkirche

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„Ein Stück Rechtsgeschichte“

Das Landgericht Traunstein hat in einem Gutachten bestätigt: Die sexualisierte Gewalt, die ein Kläger gegen das Erzbistum München und Freising im Kindesalter erfahren hat, hat seine psychische und soziale Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt. Die Kirche muss nun Schmerzensgeld zahlen.