Itamar Ben-Gvir

Kommentar

Kein Beweis für Völkermord, aber ein Warnsignal

Itamar Ben-Gvir fordert die gezielte Tötung von Palästinensern in Gaza und spricht ihnen offen ihre Menschlichkeit ab. Seine Äußerungen sind kein Beweis für einen Völkermord, offenbaren aber eine erschreckende politische Verrohung. Warum gerade diese Unterscheidung zwischen politischer Haltung, Kriegsverbrechen und Genozid entscheidend ist.

Die San, eine Volksgruppe im südlichen Afrika, leben noch heute überwiegend als Jäger und Sammler.

Genetik offenbart den Einfluss der Lebensweise auf die Evolution

JENA. (mpg) Bislang ging man davon aus, dass die Zahl der Veränderungen im Genom nicht durch kulturelle Faktoren beeinflusst wird. Dem entgegen steht nun das Ergebnis einer aktuellen Studie. Ein Forscherteam aus Deutschland und Frankreich analysierte mehr als 500 Sequenzen des männlichen Y-Chromosoms bei Landwirtschaft treibenden Ethnien und bei traditionell als Jäger und Sammler lebenden Bevölkerungsgruppen im südlichen Afrika.

"The Arrival of the fittest"

BERLIN. (hpd) Der Titel dieses Buches ist einem Zitat Hugo de Vries entlehnt: "Natural Selection may explain the survival of the fittest, but it cannot explain the arrival of the fittest". Die Selektion kann gut beschreiben, wie Innovationen, die in einzelnen Individuen auftreten, sich auf ganze Populationen ausbreiten können. Wie diese neuen Merkmale entstehen, erklärt sie nicht.

In den Dschungel der Städte verschleppt

BERLIN. (hpd) Der Anatom Edward Tyson schrieb bereits 1699: "Doch bei dem mit höchster Sorgfalt vorgenommenen Vergleich des Gehirn (mit dem eines Menschen) bereitet die Entdeckung der großen Ähnlichkeit … eine so außerordentliche Überraschung, wie sie größer nicht sein könnte." Solche historischen Texte und viele Stiche präsentiert die Ausstellung "Unheimliche Nähe. Menschenaffen als europäische Sensation" in der Universitätsbibliothek Leipzig.

Inflation, hausgemacht.

BERLIN. (hpd) Der Urgroßvater konnte Kaufkraft und Inflation noch über den Daumen peilen: Wieviele Schuhe bekomme ich heute für meinen Wochenlohn? Wie war das vor ein paar Jahren? Setzt man dazu die Zahlen, die den Wochenlohn jeweils ausdrücken, so hat man recht schnell einen Eindruck von der Sache. Wem das zu retro oder zu provinziell ist, der kann auch den Big-Mac-Index bemühen. Der ist global und cool, aber inhaltlich kaum besser. Und in Wirklichkeit ist das alles ohnehin viel komplizierter. Oder nicht?

Rüdiger Weida

Pastafaris gehen vermutlich in die nächste Instanz

BERLIN. (hpd) Vor dem Landgericht Frankfurt/Oder fand heute die Verhandlung im Rechtsstreit "Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters./.Land Brandenburg" statt. Dem vorausgegangen war ein langer Streit um das Recht, Hinweisschilder im öffentlichen Straßenraum aufzustellen, so wie es anderen Kirchen ebenfalls erlaubt ist.

Muss man als Humanist auch Pazifist sein?

KONSTANZ. (hpd) Der Autor war längere Zeit Mitglied in einer Friedensorganisation. Vor kurzem ist er ausgetreten. Nicht, weil er weniger am Frieden interessiert sei, sondern aufgrund der Vorgehensweise der pazifistischen Bewegung. Denn nicht erst seit Margot Käßmann diskutiert Deutschland darüber, wie weit Friedenspolitik gehen kann und darf. Im hpd kommentiert er seine Entscheidung.

Wie Eigeninteressen die Zukunft eines Landes zerstören

BERLIN. (hpd) Die Geschichte des Kongos zählt wohl zu den tragischsten Kapiteln der Kolonial- und Postkolonialzeit. Sie ist geprägt von Hoffnung und Idealismus, aber auch Brutalität und äußerster Gewalt. Im Hinblick auf die vergangenen Jahrzehnte erkennt man, welches Vermächtnis Europa diesem Land hinterließ. Es zeigt, zu was manche Akteure bereit sind, um Einfluss in einem bestimmten Gebiet zu wahren - und was das für die einheimische Bevölkerung bedeutet.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Fremde Feinde

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