Das neue hpd-Präsidium

Mitgliederversammlung des hpd-Trägervereins wählt Carlos Collado Seidel zum neuen Vizepräsidenten

Erst Klosterschule, dann Atheist

Der Trägerverein des Humanistischen Pressedienstes, der hpd e.V., hat ein neues Präsidium. Auf der Mitgliederversammlung im „Haus Weitblick“, dem Sitz der Giordano-Bruno-Stiftung in Oberwesel, wurde die Führungsspitze für die nächsten drei Jahre bestimmt.

Online-Vortrag über Autonomie am Lebensende

Fakten und Mythen zur Suizidassistenz

Übermorgen ist hpd-Autorin Ulla Bonnekoh live online zu Gast im "Humanistischen Campus". Die stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Konfessionsfreien ist gleichzeitig Präsidiumsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS). In ihrem Vortrag trennt sie belegbare Fakten von falschen Vorstellungen über ein sehr persönliches Thema: die Assistenz beim selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Lebensende.

Bischof Andrzej Jeż

Missbrauchsfälle verschwiegen? Ein polnischer Bischof vor Gericht

In Polen steht ein Bischof vor Gericht, weil er Missbrauchsfälle durch seine Priester vertuscht haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft Andrzej Jeż, dem Bischof von Tarnów, vor, dass er Fälle sexueller Gewalt durch zwei Priester seiner Diözese verspätet an die Strafverfolgungsbehörden gemeldet haben soll. Es ist der erste derartige Prozess im katholischen Polen.

Serie über die Grundlagen des deutschen Sozialsystems – Teil 3

Knappheit, Steuerung und die falschen Auswege

Die folgenden Überlegungen zielen ausdrücklich nicht auf eine Detailkritik einzelner Steuerungsinstrumente, Vergütungsmodelle oder Zuständigkeiten. Solche Debatten mögen fachlich notwendig sein, sie verdecken jedoch oft den Blick auf das Grundproblem. Es geht hier nicht um die Frage, wie einzelne Stellschrauben besser justiert werden könnten, sondern darum, welche Funktionslogik die GKV inzwischen prägt – und welche Folgen daraus entstehen.

Haus der Patriotischen Gesellschaft Hamburg

Kommenden Samstag:

Humanisten versammeln sich zum dritten Mal in Hamburg

Wie schon in den Jahren 2013 und 2019 wird auch 2026 wieder ein Humanistentag in Hamburg stattfinden. Im Mittelpunkt stehen säkulare und humanistische Themen, die für Hamburg eine besondere Relevanz haben. Damit soll sowohl den weit über 50 Prozent konfessionsfreien Bürgern der Stadt ein Gesprächsangebot gemacht werden als auch der Austausch mit anderen Weltanschauungsgemeinschaften und Religionen gefördert werden.

"Hängemattenbischof" in Paderborn

Sexueller Missbrauch im Erzbistum Paderborn deutlich schlimmer als gedacht

Die "Wagenburgmentalität der katholischen Kirche"

Es war deutlich schlimmer als bislang gedacht: Im Erzbistum Paderborn sind in den Jahren 1941 bis 2002 viel mehr Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht worden als bisher bekannt. Das ist das Ergebnis einer von der Universität Paderborn vorgestellten Studie. Es gebe 210 Hinweise auf Beschuldigte, die in dem analysierten Zeitraum 489 Kinder und Jugendliche missbraucht haben sollen.

Cem Özdemir

Baden-Württemberg

Die Reaktionären und der erste türkischstämmige Ministerpräsident

Mit der Wahl Cem Özdemirs zum ersten Ministerpräsidenten Baden-Württembergs mit türkischen Wurzeln zeigt sich erneut, wie stark Herkunft und Religion in öffentlichen Debatten instrumentalisiert werden. Während Özdemir sich selbst als säkularer Muslim versteht, reagieren sowohl rechtsextreme als auch islamistische Akteure mit Projektionen, die mehr über ihre Ideologien verraten als über den Wahlsieger.

Madrid vor Gericht: Register mit Abtreibungsgegnern im Gesundheitswesen kommt

In Spanien muss, wer einen Beruf im Gesundheitswesen ausübt und aus Gewissensgründen einen freiwilligen Schwangerschaftsabbruch ablehnt, auf einer Liste des Gesundheitsministeriums geführt werden. Der Oberste Gerichtshof in Madrid hat nun entschieden, dass auch die Regionalregierung der Hauptstadt die Vorbereitungen für ein solches Register für das medizinische Fachpersonal einleiten muss.

Blick in den Eingangsbereich des Willy-Brandt-Hauses

Analyse

Wenn Wahrnehmung Politik ersetzt: Die SPD als Spiegel einer Rationalitätskrise

Wenn Parteien nicht mehr für das gewählt werden, was sie tun, sondern für das, was sie symbolisieren, verliert Demokratie ihre Urteilskraft. Der Absturz der SPD ist dafür nur das sichtbarste Beispiel. Die eigentliche Krise liegt tiefer: in einer politischen Kultur, die Wahrnehmung mit Wirklichkeit verwechselt. Und genau hier beginnt die Frage nach deliberativer Politik.

Matthias Katsch im Gespräch mit Stephan Ackermann

Betroffene seit 15 Jahren nicht ausreichend informiert:

Sexueller Missbrauch zählt als Arbeitsunfall

Seit Jahren streiten Menschen, die in kirchlichem Umfeld sexualisierte Gewalt erlebt haben, erbittert und oftmals erfolglos um Schadensersatz. Doch ein anderer Weg, zu einer Entschädigung für erlittenes Unrecht zu kommen, ist kaum bekannt: eine Leistung aus der gesetzlichen Unfallversicherung, insbesondere eine Verletztenrente. Denn der Missbrauch, so zynisch es klingen mag, kann auch als Arbeitsunfall gewertet werden. Betroffenen-Verbände werfen den Kirchen vor, entsprechende Informationen und Hilfestellung für Missbrauchsopfer zurückgehalten zu haben. Auch die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung findet kritische Worte.

Termine

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Kind im Hochzeitskleid

Analyse

Kinderehen in Baden-Württemberg: 358 Fälle, nur acht Aufhebungen

358 Fälle von Kinderehen, aber nur acht rechtskräftige Aufhebungen: Zahlen aus Baden-Württemberg werfen Fragen zum Schutz minderjähriger Betroffener auf. Wie gehen die Behörden mit solchen Fällen um, und welche Rolle spielen rechtliche Hürden, gesellschaftliche Strukturen und religiöse Traditionen? Ein Blick auf die Hintergründe eines Problems, bei dem der Schutz von Kindern im Mittelpunkt stehen sollte.

Scheiterhaufen

Neo-Integralist gegen Rom

Pater Edmund Waldstein vertritt einen Neo-Integralismus, der die weltliche Macht der Geistlichen unterordnen und unter bestimmten Umständen sogar die Hinrichtung von Ketzern rechtfertigen will. Nun zwingt ihn die katholische Kirche zum Widerruf. Der Fall offenbart die absurde Pointe eines Konflikts, in dem ein Verfechter religiösen Zwangs selbst unter kirchlichen Zwang gerät.

Gehirne

Die Ergebnisse des historischen Forschungsprojekts liegen vor

Hirnforschung und NS-Verbrechen

Das von der Max-Planck-Gesellschaft geförderte unabhängige Verbundprojekt zur Identifizierung von Opfern der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und anderen Formen der NS-Verfolgung, von denen Hirnpräparate in zwei Max-Planck-Instituten (vormals Kaiser-Wilhelm-Instituten) zu wissenschaftlichen Zwecken gesammelt wurden, ist nach neun Jahren abgeschlossen. Anlass waren Funde von Hirnschnitten im Archiv der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin sowie im Historischen Archiv des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München.

Robert F. Kennedy, Jr.

Gefangen in der inneren Logik

Warum Robert F. Kennedy Jr. Masernausbrüche nicht bekämpft, sondern braucht

Kürzlich wurden bereits die institutionellen Verwerfungen analysiert, die zu den schon sichtbar verheerenden Auswirkungen auf das Impfwesen in den USA führen. Eine offene Frage bleibt, was die handelnden Personen, insbesondere Gesundheitsminister Kennedy, dazu treibt, einen solchen offensichtlich unsinnigen Kurs unbeirrt zu verfolgen und seine Institutionen aktiv von angemessenen Reaktionen abzuhalten.

Stipendiat*innen-Treffen des Bertha von Suttner-Studienwerks

Das Bertha von Suttner-Studienwerk bekommt zum Oktober zehn neue Stipendiat*innen

Wissenschaftliche Exzellenz trifft auf humanistisches Engagement

Das Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) begrüßt seine neuen Stipendiat*innen. Die Auswahlkommission hatte auch in diesem Jahr keine leichte Aufgabe: Aus mehr als 170 Bewerbungen galt es, die zehn überzeugendsten Kandidat*innen auszuwählen. Ab Oktober werden sie vom Studienwerk gefördert und in das stetig wachsende BvS-Netzwerk aufgenommen.

EMMA-Logo

Schluss nach 50 Jahren

Die EMMA geht in den Ruhestand

Heute teilte die prominente Feministin Alice Schwarzer mit, dass „nach 50 Jahren und 398 Ausgaben mit 36.584 Seiten“ die feministische Zeitschrift EMMA „die Bühne verlässt“. Ein Rückblick.

Familie beim Herbstspaziergang

Angesichts geplanter Einkommensteuer- und Wohngeldreform

Deutsches Kinderhilfswerk warnt vor weiteren finanziellen Belastungen und Ungleichbehandlungen von Familien

Da sich durch die geplanten Reformen die Schere zwischen der maximalen Entlastungswirkung des Kinderfreibetrages und dem Kindergeld immer weiter öffne, entstehe eine finanzielle Schieflage zulasten von Familien aus dem unteren und mittleren Einkommenssegment. Das Deutsche Kinderhilfswerk findet daher, dass die geplanten Anpassungen in die völlig falsche Richtung gehen.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Justitia, im Hintergrund die Münchner Frauenkirche

Prozess um kirchlichen Missbrauch

„Ein Stück Rechtsgeschichte“

Das Landgericht Traunstein hat in einem Gutachten bestätigt: Die sexualisierte Gewalt, die ein Kläger gegen das Erzbistum München und Freising im Kindesalter erfahren hat, hat seine psychische und soziale Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt. Die Kirche muss nun Schmerzensgeld zahlen.