Presseberichte deuten auf erfundenen Mordanschlag hin

Der Schulleiter der säkularen arabisch-deutschen Schule im Berliner Bezirk Neukölln Hudhaifa Al-Mashhadani entging nach seinen eigenen Worten Ende vergangenen Jahres knapp einem Mordanschlag (Der hpd berichtete). Medien äußern Zweifel, dass sich der Vorfall so zugetragen hat und verweisen auf laufende Ermittlungen wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung.

Symbolbild

Miss Germany-Kandidatinnen mit Hijab

Hier wird der Schleier romantisiert, gegen den Frauen im Iran kämpfen

Im Finale des Miss Germany-Awards standen am Samstag zwei Frauen mit Kopftuch. Der Wettbewerb versteht sich längst nicht mehr als reiner Schönheitscontest, sondern will Frauen "empowern", die eine Vorbildfunktion einnehmen. Der Knackpunkt: Das mediale Hochstilisieren der Kandidatinnen mit Hijab glorifiziert eine Praxis, gegen die Frauen im Iran unter Lebensgefahr protestieren. Für iranische Frauen und säkulare Migrantinnen in Deutschland ist das "ein Schlag ins Gesicht", sagt eine Sprecherin der Initiative "Free Iran Now" gegenüber dem hpd.

Israelische Kampfjets

Menschenrechte oder Friedensschutz: Das Dilemma des Friedrich Merz

Nach den gemeinsamen Angriffen von Israel und den USA auf den Iran ist eine heftige Debatte über die völkerrechtliche Bewertung der Militäraktion entbrannt. Bundeskanzler Friedrich Merz sprach von einem "Dilemma". Während viele Völkerrechtler die Angriffe als klar rechtswidrig bewerten, verweisen einzelne Stimmen auf mögliche Rechtfertigungen durch präventive Selbstverteidigung angesichts einer existenziellen Bedrohung. Hinter der aktuellen Kontroverse steht jedoch ein grundsätzlicher Konflikt des modernen Völkerrechts: das Spannungsfeld zwischen dem Schutz des Friedens und dem Schutz der Menschenrechte.

Ökonomische Interessen am politischen "Rechtsruck"

Bei der Debatte über die Gründe für einen internationalen "Rechtsruck" bleibt häufig unberücksichtigt, dass dabei auch ökonomische Interessen eine wichtige Rolle spielen. Darauf wollen die Aufsätze in dem Sammelband "Oben Rechts. Rechtspopulismus als Klassenprojekt" aufmerksam machen. Die Beiträge sind dabei glücklicherweise nicht so "vulgärmarxistisch" wie manche Formulierungen vermuten lassen.

Islamische Vielfalt, Iftar und Start der Akzeptanzkampagne "Ich bin Muslim / Ich bin Muslimin":

Veranstaltung in der Ibn Rushd-Goethe Moschee zeigt religiöse Vielfalt und politische Konfliktlinien

In der Berliner Ibn Rushd-Goethe-Moschee trafen sich am Freitagabend rund 70 Gäste zu einer Veranstaltung über die Vielfalt muslimischen Lebens in Deutschland und zum Start der Akzeptanzkampagne "Ich bin Muslim / Ich bin Muslimin". Eingeladen hatten die Moschee, der Arbeitskreis Politischer Islam sowie das Mernissi–de Gouges Bildungs- und Sozialwerk.

Der Freedom of Thought Report 2025

Religionsfreiheit weltweit in Gefahr

Der frisch veröffentlichte Freedom of Thought Report 2025 von Humanists International belegt eine besorgniserregende globale Erosion der Grundrechte: Seit fast zwei Jahrzehnten schwinden die Freiräume für säkulare und religiöse Minderheiten. Während religiöser Nationalismus und populistische Regierungen die Religionsfreiheit als politisches Instrument missbrauchen, geraten demokratische Strukturen unter Druck.

Kommentar

Streit um "Stille Tage" in Sachsen-Anhalt

Verglichen mit vielen anderen Bundesländern gibt sich Sachsen-Anhalt beim Thema Religion erstaunlich fortschrittlich. Nun wird im Landtag über eine Reform des Sonn- und Feiertagsgesetzes diskutiert – und schon laufen die Kirchen Sturm. Anlass ist ein gemeinsamer Antrag mehrerer Parteien, der vorsieht, die strengen Veranstaltungsverbote an sogenannten "Stillen Tagen" zu lockern.

Grüne fordern muslimische Militärseelsorge

Der hpd hatte in einem kürzlich veröffentlichten Artikel die Institution der Militärseelsorge hinterfragt. Ein Antrag der Grünen im Bundestag, unter anderem eingebracht von Lamya Kaddor, fordert nun, diese durch muslimische Militärseelsorge zu erweitern.

Kundgebung am Rathausmarkt

"Frau. Leben. Freiheit."

Hamburger Women's March zeigt: Der Kampf um universelle Frauenrechte bleibt aktuell

Am Vortag des Internationalen Frauentags versammelten sich in Hamburg bis zu 200 Menschen zum Women's March, organisiert von der Initiative "International Women in Power" der "Kulturbrücke Hamburg". Die Demonstration richtete sich gegen Unterdrückung und religiösen Fanatismus, trat ein für die universellen Menschenrechte von Frauen, weltweit und in Deutschland. Die Reden und Performances der Veranstaltung machten deutlich: Der Einsatz für Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Säkularität bleibt eine gesellschaftliche Daueraufgabe, die Solidarität über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg erfordert.

Adam Smith

250 Jahre Adam Smiths "Wohlstand der Nationen"

Vor 250 Jahren, am 9. März 1776, wurde in London eines der einflussreichsten Bücher, die je geschrieben wurden, veröffentlicht: Adam Smiths "Wohlstand der Nationen". Die Schrift begründete nicht nur die Wirtschaftswissenschaft und ist immer noch das klassische Lehrbuch dieses Fachs, sondern der Autor entwarf darin auch die meisten Grundlagen unserer liberalen Gesellschaftsordnung.

"Hängemattenbischof" vor dem Kölner Dom

Betroffenen-Initiativen kritisieren die Strategie des "Churchwashing" und fordern die Staatsanwaltschaft zum Handeln auf

Die "schonungslose Aufarbeitung" des Missbrauchsskandals in Paderborn

Anlässlich der Veröffentlichung des Missbrauchsgutachtens der Universität Paderborn zu den Missbrauchsfällen im dortigen Bistum ist das "Aktionsbündnis Betroffeneninitiativen" mit dem "Hängemattenbischof" der Giordano-Bruno-Stiftung vor Ort. Der Protest richtet sich dabei nicht nur gegen die schleppende Aufarbeitung der Missbrauchsfälle, sondern auch gegen ein kürzlich aufgestelltes "Mahnmal" im Paderborner Dom.

Shikiba Babori

Shikiba Babori beim Düsseldorfer Aufklärungsdienst

Verraten und verkauft – die Situation der Frauen in Afghanistan

Der Gaza-Krieg hat eine Zeitlang den Ukraine-Krieg überlagert. Dann folgte die gewaltsame US-Intervention in Venezuela. Und nun verdrängt auch noch der Iran-Krieg die anderen Katastrophen aus den Schlagzeilen. Noch weiter zurückliegende menschengemachte Desaster, die Millionen Menschen betreffen, sind längst in Vergessenheit geraten. Wie das Schicksal der afghanischen Bevölkerung, insbesondere der Frauen in dem Land. Die in Afghanistan geborene Journalistin und Autorin Shikiba Babori will dieses Vergessen nicht hinnehmen.

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Kind im Hochzeitskleid

Analyse

Kinderehen in Baden-Württemberg: 358 Fälle, nur acht Aufhebungen

358 Fälle von Kinderehen, aber nur acht rechtskräftige Aufhebungen: Zahlen aus Baden-Württemberg werfen Fragen zum Schutz minderjähriger Betroffener auf. Wie gehen die Behörden mit solchen Fällen um, und welche Rolle spielen rechtliche Hürden, gesellschaftliche Strukturen und religiöse Traditionen? Ein Blick auf die Hintergründe eines Problems, bei dem der Schutz von Kindern im Mittelpunkt stehen sollte.

Scheiterhaufen

Neo-Integralist gegen Rom

Pater Edmund Waldstein vertritt einen Neo-Integralismus, der die weltliche Macht der Geistlichen unterordnen und unter bestimmten Umständen sogar die Hinrichtung von Ketzern rechtfertigen will. Nun zwingt ihn die katholische Kirche zum Widerruf. Der Fall offenbart die absurde Pointe eines Konflikts, in dem ein Verfechter religiösen Zwangs selbst unter kirchlichen Zwang gerät.

Gehirne

Die Ergebnisse des historischen Forschungsprojekts liegen vor

Hirnforschung und NS-Verbrechen

Das von der Max-Planck-Gesellschaft geförderte unabhängige Verbundprojekt zur Identifizierung von Opfern der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und anderen Formen der NS-Verfolgung, von denen Hirnpräparate in zwei Max-Planck-Instituten (vormals Kaiser-Wilhelm-Instituten) zu wissenschaftlichen Zwecken gesammelt wurden, ist nach neun Jahren abgeschlossen. Anlass waren Funde von Hirnschnitten im Archiv der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin sowie im Historischen Archiv des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München.

Robert F. Kennedy, Jr.

Gefangen in der inneren Logik

Warum Robert F. Kennedy Jr. Masernausbrüche nicht bekämpft, sondern braucht

Kürzlich wurden bereits die institutionellen Verwerfungen analysiert, die zu den schon sichtbar verheerenden Auswirkungen auf das Impfwesen in den USA führen. Eine offene Frage bleibt, was die handelnden Personen, insbesondere Gesundheitsminister Kennedy, dazu treibt, einen solchen offensichtlich unsinnigen Kurs unbeirrt zu verfolgen und seine Institutionen aktiv von angemessenen Reaktionen abzuhalten.

Stipendiat*innen-Treffen des Bertha von Suttner-Studienwerks

Das Bertha von Suttner-Studienwerk bekommt zum Oktober zehn neue Stipendiat*innen

Wissenschaftliche Exzellenz trifft auf humanistisches Engagement

Das Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) begrüßt seine neuen Stipendiat*innen. Die Auswahlkommission hatte auch in diesem Jahr keine leichte Aufgabe: Aus mehr als 170 Bewerbungen galt es, die zehn überzeugendsten Kandidat*innen auszuwählen. Ab Oktober werden sie vom Studienwerk gefördert und in das stetig wachsende BvS-Netzwerk aufgenommen.

EMMA-Logo

Schluss nach 50 Jahren

Die EMMA geht in den Ruhestand

Heute teilte die prominente Feministin Alice Schwarzer mit, dass „nach 50 Jahren und 398 Ausgaben mit 36.584 Seiten“ die feministische Zeitschrift EMMA „die Bühne verlässt“. Ein Rückblick.

Familie beim Herbstspaziergang

Angesichts geplanter Einkommensteuer- und Wohngeldreform

Deutsches Kinderhilfswerk warnt vor weiteren finanziellen Belastungen und Ungleichbehandlungen von Familien

Da sich durch die geplanten Reformen die Schere zwischen der maximalen Entlastungswirkung des Kinderfreibetrages und dem Kindergeld immer weiter öffne, entstehe eine finanzielle Schieflage zulasten von Familien aus dem unteren und mittleren Einkommenssegment. Das Deutsche Kinderhilfswerk findet daher, dass die geplanten Anpassungen in die völlig falsche Richtung gehen.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Justitia, im Hintergrund die Münchner Frauenkirche

Prozess um kirchlichen Missbrauch

„Ein Stück Rechtsgeschichte“

Das Landgericht Traunstein hat in einem Gutachten bestätigt: Die sexualisierte Gewalt, die ein Kläger gegen das Erzbistum München und Freising im Kindesalter erfahren hat, hat seine psychische und soziale Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt. Die Kirche muss nun Schmerzensgeld zahlen.