Blick in den Vortragssaal

Das Symposium Kortizes 2026 in Nürnberg

Künstliche Intelligenz: Werkzeug, Partner oder Bedrohung?

Wie funktioniert künstliche Intelligenz? Welche Auswirkungen hat ihr Einsatz auf unsere Gesellschaft? Und wie gelingt es uns, die Maschinen klug zu nutzen? Diesen Fragen widmete sich Anfang Oktober das Kortizes-Symposium im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

Gita Neumann und Dr. Christoph Turowski im Gespräch

Aktuelles Gerichtsurteil aus Berlin

Drei Jahre Haft für Suizidhilfe

Am 26. März wurden im Landgericht Moabit die Schlussplädoyers im viel beachteten Strafverfahren gegen Dr. Christoph Turowski (74) gehalten. Die mittelgradig depressive Isabell R. hatte sich mit seiner ärztlichen Hilfe das Leben genommen. Das gestern verkündete Urteil hing ausschließlich von der zu bewertenden Freiverantwortlichkeit der Suizidentin ab.

Donald Trump mit Bibel (2020)

Donald Trumps 60-Dollar-Bibel ist ein "Handbuch des christlichen Nationalismus"

Nach goldenen Hi-Top-Sneakern und einer wirklich atemberaubend aberwitzigen Kollektion digitaler Sammelkarten stellte der gescheiterte Ex-Präsident jüngst seine neueste Geschäftsidee vor: Die Trump-Bibel, inklusive Verfassung und Unabhängigkeitserklärung. Auf dem braunen Einband prangen eine US-Flagge und die Worte "God bless the USA" – alarmierend, warnt der Historiker Taylor Stroemer.

Wie künstliche Intelligenz Gender-Bias aufdeckt

Jungen erleben Abenteuer, Mädchen Alltag. Kinderliteratur ist voll von Geschlechterklischees, die die junge Leserschaft prägen. Eine Forschungsgruppe in Wien hat ein neues KI-Werkzeug entwickelt, das Gleichberechtigung in Kinderbüchern misst und so das Bewusstsein für hartnäckige Stereotype von starken Helden und zarten Prinzessinnen schärft.

Rezension

Frieden in Nahost? Ein konstruktiver Pessimismus von Moshe Zimmermann

Anlässlich der aktuellen Entwicklung im Nahost-Konflikt gibt es eine neue Monographie von Moshe Zimmermann: "Niemals Frieden? Israel am Scheideweg". Der israelische Historiker problematisiert darin insbesondere die Rolle der Siedlerbewegung, aber auch noch andere konfliktverschärfende Wirkmächte. Den außerisraelischen Akteuren hätte dabei aber noch eine größere Relevanz zukommen können.

Kommentar

Emanzipation in der Sackgasse: Reaktionen von Frauenorganisationen auf den 7. Oktober

Sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe und Terrorinstrument funktioniert in mehrfacher Hinsicht. Sie dehumanisiert und erniedrigt die Opfer und ihre Angehörigen, sie sorgt für langfristige Traumatisierung nicht nur der Überlebenden, sondern auch aller Angehörigen der angegriffenen Gruppe. Um diese Wirkung zu maximieren, haben die Terroristen des 7. Oktober 2023 ihr äußerst grausames Vorgehen selbst gefilmt und verbreitet. Womit aber selbst die Hamas und das Regime im Iran kaum rechnen konnten, ist die Schützenhilfe von Organisationen, sie sich selbst als feministisch bezeichnen.

Die katholische Kirche "St. Andrew's" in Roanoke, Virginia (USA)

Immer weniger Gottesdienstbesucher in den USA

Auch volle Kirchen an Ostern können nicht über den Trend hinwegtäuschen: Nur etwa jeder dritte Gläubige in den Vereinigten Staaten nimmt regelmäßig am Gottesdienst teil, und es werden immer weniger. Lediglich bei den Mormonen bleibt die Quote der Kirchenbesucher weitgehend konstant. Zu diesem Ergebnis kommt eine nun veröffentlichte Umfrage des Instituts "Gallup" unter mehr als 32.000 Amerikanerinnen und Amerikanern unterschiedlicher Glaubensrichtungen.

Missionierung goes digital: Wie evangelikale Netzwerke Microtargeting nutzen

Der digitale Fingerabdruck, den wir im Netz hinterlassen, sagt viel über uns aus. Er ist so wertvoll für die Werbeindustrie, dass sich Datenhandelsunternehmen gebildet haben, deren einzige Funktion es ist, einen möglichst akkuraten Fingerabdruck zu erzeugen. Auch der US-Evangelikalismus hat mittlerweile die üppigen Vorzüge des Microtargetings erkannt und nutzt die App "Bless Every Home", um gezielt Angehörige ethnischer Minderheiten anzusprechen, die als empfänglich für religiöse Botschaften klassifiziert werden.

Wie die neue Debatte zum Schwangerschaftsabbruch entstanden ist

Der Fall Kristina Hänel und seine Folgen

"Vielleicht wird man es später einmal als eine 'Ironie des Schicksals' begreifen, dass ausgerechnet radikale Abtreibungsgegner den berechtigten Anliegen der Frauenbewegung zum Durchbruch verholfen haben", schreibt die Ärztin Kristina Hänel im gerade erschienenen fünften Band der "Schriften zum Weltanschauungsrecht". Tatsächlich haben erst die Strafanzeigen gegen Hänel & Co. die neue Debatte über die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs ermöglicht. Der frei im Internet verfügbare Sammelband des Instituts für Weltanschauungsrecht (ifw) zeigt auf, wie es dazu gekommen ist.

Pro-Palästina-Demo in London

Demontage der Offenen Gesellschaft

Alarmierender Einzug des Islamismus in Großbritannien

Weil er die Todesdrohungen radikaler Muslime nicht länger ertrug, kündigte der britische Abgeordnete Mike Freer Anfang Februar seinen Rücktritt als Politiker an. Kürzlich verkündeten offizielle Anzeigetafeln am Bahnhof der britischen Hauptstadt herabwürdigende islamische Erzählungen gegenüber Andersgläubigen und die ISIS-Fahne wehte ungeniert auf Anti-Israel-Demos. Mahnende Stimmen sagen, das Vereinigte Königreich befinde sich fest im Griff der Gotteskrieger. Tatsächlich hat sich die Lage für Frauen, Säkulare und Juden dramatisch verschlechtert. Wegbereiter dieser Entwicklung sind die Fallen des Multikulturalismus beginnend unter New Labour.

Ein Regenbogen über dem Vatikan

Afrikanischer Kardinal: Segen für gleichgeschlechtliche Paare ist "kulturelle Kolonialisierung"

Als die Glaubensbehörde des Vatikans im Dezember letzten Jahres die Segnung homosexueller Paare erlaubte, wurde die Kritik laut, dass die katholische Kirche dennoch an der Diskriminierung von schwulen und lesbischen Gläubigen festhält, indem sie ihr Sexverbot für diese Gruppen aufrechterhält. Bei anderen stößt selbst diese zaghafte Liberalisierung auf ein vehementes Nein.

Cover

Rezension

Miteinander reden, auch wenn es weh tut

Der Psychologe und Autor Ahmad Mansour sorgt sich um die Debattenkultur in Deutschland. In seinem neuen Buch „Haltung ohne Hass“ beschreibt er, wie und warum politischer Streit eskaliert und was geschehen muss, damit Menschen wieder verschiedene Meinungen aushalten.

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Rezension

Miteinander reden, auch wenn es weh tut

Der Psychologe und Autor Ahmad Mansour sorgt sich um die Debattenkultur in Deutschland. In seinem neuen Buch „Haltung ohne Hass“ beschreibt er, wie und warum politischer Streit eskaliert und was geschehen muss, damit Menschen wieder verschiedene Meinungen aushalten.

EU-Parlament in Straßburg

EU-Parlament fordert „Strategie gegen islamistische Unterwanderung“

Das Europäische Parlament hat sich mit 381 zu 167 Stimmen für eine Strategie "zur Bekämpfung islamistischer Unterwanderung und zur Eindämmung des Einflusses des Netzwerks der Muslimbruderschaft" ausgesprochen. Einer der Auslöser war die Untersuchung des AK Polis und des Pariser Forschungszentrums CERIF zur verdeckten Förderung des Forum of European Muslim Youth and Student Organisations (FEMYSO), das als Kaderschmiede der Muslimbrüder gilt. Auch „Linke“ sollten sich am wachsenden Widerstand gegen den Politischen Islam beteiligen.

Gehirne

Die Ergebnisse des historischen Forschungsprojekts liegen vor

Hirnforschung und NS-Verbrechen

Das von der Max-Planck-Gesellschaft geförderte unabhängige Verbundprojekt zur Identifizierung von Opfern der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und anderen Formen der NS-Verfolgung, von denen Hirnpräparate in zwei Max-Planck-Instituten (vormals Kaiser-Wilhelm-Instituten) zu wissenschaftlichen Zwecken gesammelt wurden, ist nach neun Jahren abgeschlossen. Anlass waren Funde von Hirnschnitten im Archiv der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin sowie im Historischen Archiv des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München.

Notausgang

Kritische Einordnung der neuen S2k-Leitlinie zur Suizidassistenz

Prüfen, bis der Zweifel kommt

Seit dem 22. Oktober liegt die erste fachübergreifende Leitlinie zum Umgang mit Anfragen nach Suizidassistenz vor. Sie gibt sich ergebnisoffen und zugewandt. Tatsächlich baut sie ein mehrstufiges Prüfverfahren auf, dessen zentrale Fristen nach eigenem Eingeständnis der Autor:innen keine empirische Grundlage haben. Aus dem verfassungsrechtlichen Ausgangspunkt Autonomie wird so ein Endpunkt, den Sterbewillige sich erst verdienen müssen.

Stipendiat*innen-Treffen des Bertha von Suttner-Studienwerks

Das Bertha von Suttner-Studienwerk bekommt zum Oktober zehn neue Stipendiat*innen

Wissenschaftliche Exzellenz trifft auf humanistisches Engagement

Das Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) begrüßt seine neuen Stipendiat*innen. Die Auswahlkommission hatte auch in diesem Jahr keine leichte Aufgabe: Aus mehr als 170 Bewerbungen galt es, die zehn überzeugendsten Kandidat*innen auszuwählen. Ab Oktober werden sie vom Studienwerk gefördert und in das stetig wachsende BvS-Netzwerk aufgenommen.

Titelblatt

Freidenker*innen-Kalender 2027 erschienen

Gegen den Strom

Geschichte nicht nur als Rückblick zu verstehen, sondern danach zu fragen, was sie mit unserer Gegenwart zu tun hat. Diesen Anspruch verfolgen die Freidenker*innen Ulm/Neu-Ulm mit ihrem Kalender für das Jahr 2027.

EMMA-Logo

Schluss nach 50 Jahren

Die EMMA geht in den Ruhestand

Heute teilte die prominente Feministin Alice Schwarzer mit, dass „nach 50 Jahren und 398 Ausgaben mit 36.584 Seiten“ die feministische Zeitschrift EMMA „die Bühne verlässt“. Ein Rückblick.

Rentner, alte Menschen

Was die amerikanische Rentendebatte mit dem New Deal zu tun hat und warum sie auch für Deutschland interessant ist

Sozialversicherung: Ein überraschender Blick in die USA

Bernie Sanders, der Senator aus Vermont, will die amerikanische Rentenversicherung, die Social Security, langfristig finanziell absichern und zugleich ihre Leistungen verbessern. Dazu schlägt er vor, ihre Finanzierungsbasis zu verbreitern und insbesondere hohe Einkommen stärker heranzuziehen.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Bundesadler im Bundesverfassungsgericht

75 Jahre Bundesverfassungsgericht

Erfolgreich, aber mit getrübter Bilanz

Das Bundesverfassungsgericht ist in Deutschland zu einer Institution geworden, die hohes Ansehen genießt. Ihm sind wegweisende Entscheidungen zu verdanken. Darüber sollte allerdings nicht übersehen werden, dass gleichfalls kritische Rückfragen geboten sind. Anlass zur Kritik bieten nicht nur die Entscheidungen, die das Karlsruher Gericht zu den Vorrechten der Kirchen getroffen hat.

Marburg

Ein Humanistenpreis an Islamisten?

Die geplante Verleihung des „Marburger Leuchtfeuers 2026“ an Bilal Farouk El-Zayat sorgt für Kontroversen. Im Zentrum der Debatte stehen seine dokumentierten Verbindungen zu islamistischen Milieus und der Umgang der Humanistischen Union Marburg mit der Kritik an ihrer Preisträgerwahl.

Die Angst vor der Hamas

Der hpd hatte über Extremisten im Parteiumfeld der Berliner Die Linke berichtet. Der Spiegel macht nun Details aus einem Interview mit der Berliner Bürgermeisterkandidatin Elif Eralp öffentlich, die zeigen, wie weit der Einfluss dieser Kreise reicht.