Justitia, im Hintergrund die Münchner Frauenkirche

Prozess um kirchlichen Missbrauch

„Ein Stück Rechtsgeschichte“

Das Landgericht Traunstein hat in einem Gutachten bestätigt: Die sexualisierte Gewalt, die ein Kläger gegen das Erzbistum München und Freising im Kindesalter erfahren hat, hat seine psychische und soziale Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt. Die Kirche muss nun Schmerzensgeld zahlen.

Plakat

Berlin

Das "House of One" in Geldnot

Erst im Frühjahr berichtete der hpd davon, dass dem "House of One" das Geld ausgeht und noch immer nicht mehr als eine Baustellengrube in Berlins Mitte zu sehen ist. Nun wurde bekannt, dass den Bauherren 16 Millionen Euro fehlen und versucht wird, das Geld irgendwo am Bau einzusparen.

Eine fowid-Untersuchung

Wer sind die Konfessionsfreien?

Der Anteil der konfessionsfreien Menschen in Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten stetig gewachsen und übersteigt inzwischen den der beiden großen Kirchen. Damit gewinnen die Werte und Positionen dieser Gruppe weiter an Einfluss in der Gesellschaft. Eine dreiteilige Analyse der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) hat jetzt die Einstellungen und weltanschaulichen Orientierungen der Konfessionsfreien untersucht.

Theater Osnabrück

Das Thema "sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche" kommt in Osnabrück nicht auf die Bühne

Mit "Ödipus Exzellenz" sollte die neue Spielzeit am Theater Osnabrück eröffnet werden. Doch überraschend strich Intendant Ulrich Mokrusch das Stück aus dem Spielplan – um zu verhindern, dass "Elemente der katholischen Liturgie im Kontext eines Stückes über sexualisierte Gewalt und deren Vertuschung innerhalb der Kirche auf der Bühne" gezeigt werden. Eine Entscheidung, die für Diskussionen sorgt.

Regenbogenfahne

Kölner "Regenbogenaffäre" eskaliert

Kirchliche Attacke auf Zeitungsredakteur

Gerald Selch ist Chefredakteur des "Kölner Stadt-Anzeigers". In einer Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche stellt er sich hinter einen seiner Redakteure und nimmt ihn gegen Attacken des Erzbistums Köln in Schutz. In einem Offenen Brief beschwert sich Selch über "Diffamierungen" durch einen hohen kirchlichen Funktionär und spricht von einer "Grenzüberschreitung der Institution katholische Kirche gegenüber der freien Presse und deren Vertretern". Anlass ist die Berichterstattung des "Kölner Stadt-Anzeigers" über die Eröffnung des Erzbischöflichen Bildungscampus Köln-Kalk.

Tierschützerprotest Tiergarten Nürnberg

Strafanzeige gegen Tiergarten Nürnberg nach Tötung gesunder Paviane

Nach der vollzogenen Tötung von 12 gesunden Guinea-Pavianen im Tiergarten Nürnberg haben die Artenschutzorganisation Pro Wildlife und die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT) gemeinsam Strafanzeige gegen die Zooleitung gestellt. Die Organisationen sehen in dem Vorgehen einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und fordern strafrechtliche Konsequenzen für die Verantwortlichen.

Orang Utan

Orang-Utans gleichen verlorenen Nachtschlaf am Tag aus

Orang-Utans halten Nickerchen

Jeder, der schon einmal damit zu kämpfen hatte, ausreichend Schlaf zu bekommen, weiß, welche Faktoren unseren Schlaf stören können und wie schädlich dies für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden sein kann. Forscher des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie und der Universität Konstanz in Deutschland haben in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universitas Nasional in Indonesien herausgefunden, dass einige unserer nächsten lebenden Verwandten, die Orang-Utans, mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind und eine sehr bekannte Bewältigungsstrategie nutzen: das Nickerchen.

Maximilian Krah

Einordnung

Der neue Ton alter Ideen

Die AfD streicht Begriffe wie "Remigration" und "Deutsche Leitkultur" aus ihrem neuen Grundsatzpapier – ein Schritt in Richtung Mäßigung oder nur ein taktisches Manöver? Maximilian Krahs Konzept des "organischen Staates" wirft Fragen auf: Ist das pluralistische Realität oder ethnische Segregation im neuen Gewand?

Heilbronn

Geplante Moschee-Neubauten in Heilbronn und Stuttgart

Zwischen Minarett und Machtanspruch

In Baden-Württemberg sollen zwei monumentale Moschee-Neubauten entstehen – für bis zu 600 Gläubige in Heilbronn, die Moschee in Stuttgart wird mit 2.720 Gebetsplätzen die größte in Deutschland sein; voraussichtliche Fertigstellung: jeweils 2028. Träger beider Großprojekte ist die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB). Was als Zeichen religiöser Vielfalt und Integration verkauft wird, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Teil eines autoritär geprägten Machtprojekts – gesteuert aus Ankara.

Über Würde, Verrohung und den Verlust des Politischen

Wenn Arbeit zur Schuld wird

Man muss sich derzeit nur ein paar Tage lang durch politische Reden, Talkshows und Meinungsbeiträge kämpfen, um das neue Leitmotiv deutscher Krisenrhetorik zu erkennen: Die Bevölkerung – oder jedenfalls große Teile davon – sei zu bequem geworden.

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Kind im Hochzeitskleid

Analyse

Kinderehen in Baden-Württemberg: 358 Fälle, nur acht Aufhebungen

358 Fälle von Kinderehen, aber nur acht rechtskräftige Aufhebungen: Zahlen aus Baden-Württemberg werfen Fragen zum Schutz minderjähriger Betroffener auf. Wie gehen die Behörden mit solchen Fällen um, und welche Rolle spielen rechtliche Hürden, gesellschaftliche Strukturen und religiöse Traditionen? Ein Blick auf die Hintergründe eines Problems, bei dem der Schutz von Kindern im Mittelpunkt stehen sollte.

Gehirne

Die Ergebnisse des historischen Forschungsprojekts liegen vor

Hirnforschung und NS-Verbrechen

Das von der Max-Planck-Gesellschaft geförderte unabhängige Verbundprojekt zur Identifizierung von Opfern der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und anderen Formen der NS-Verfolgung, von denen Hirnpräparate in zwei Max-Planck-Instituten (vormals Kaiser-Wilhelm-Instituten) zu wissenschaftlichen Zwecken gesammelt wurden, ist nach neun Jahren abgeschlossen. Anlass waren Funde von Hirnschnitten im Archiv der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin sowie im Historischen Archiv des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München.

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Stipendiat*innen-Treffen des Bertha von Suttner-Studienwerks

Das Bertha von Suttner-Studienwerk bekommt zum Oktober zehn neue Stipendiat*innen

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Das Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) begrüßt seine neuen Stipendiat*innen. Die Auswahlkommission hatte auch in diesem Jahr keine leichte Aufgabe: Aus mehr als 170 Bewerbungen galt es, die zehn überzeugendsten Kandidat*innen auszuwählen. Ab Oktober werden sie vom Studienwerk gefördert und in das stetig wachsende BvS-Netzwerk aufgenommen.

Festivalleiterin Sabrina Kürzinger

Filmfest „FrauenWelten“ stellt Programm vor

Vom Jemen bis in die Arktis

Unmittelbar vor dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen lädt das Filmfest „FrauenWelten“ vom 18. bis 24. November 2026 ins Kino in der KulturBrauerei in Berlin ein. 32 Filme aus 29 Ländern, drei Themenschwerpunkte und 27 Premieren zeigen, wie Frauen sich patriarchaler Macht widersetzen.

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Schluss nach 50 Jahren

Die EMMA geht in den Ruhestand

Heute teilte die prominente Feministin Alice Schwarzer mit, dass „nach 50 Jahren und 398 Ausgaben mit 36.584 Seiten“ die feministische Zeitschrift EMMA „die Bühne verlässt“. Ein Rückblick.

Familie beim Herbstspaziergang

Angesichts geplanter Einkommensteuer- und Wohngeldreform

Deutsches Kinderhilfswerk warnt vor weiteren finanziellen Belastungen und Ungleichbehandlungen von Familien

Da sich durch die geplanten Reformen die Schere zwischen der maximalen Entlastungswirkung des Kinderfreibetrages und dem Kindergeld immer weiter öffne, entstehe eine finanzielle Schieflage zulasten von Familien aus dem unteren und mittleren Einkommenssegment. Das Deutsche Kinderhilfswerk findet daher, dass die geplanten Anpassungen in die völlig falsche Richtung gehen.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Justitia, im Hintergrund die Münchner Frauenkirche

Prozess um kirchlichen Missbrauch

„Ein Stück Rechtsgeschichte“

Das Landgericht Traunstein hat in einem Gutachten bestätigt: Die sexualisierte Gewalt, die ein Kläger gegen das Erzbistum München und Freising im Kindesalter erfahren hat, hat seine psychische und soziale Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt. Die Kirche muss nun Schmerzensgeld zahlen.