Präsentation „Religionsunterricht für alle“

Anmerkungen zu den Entwicklungen in Niedersachsen und Hamburg

Konfessioneller Religionsunterricht – ein Dauerproblem

Das Land Niedersachsen führt aktuell einen „Christlichen Religionsunterricht“ ein, der Anlass für kritische Rückfragen bietet. Begrüßenswert ist es, dass das Bundesland neben dem bekenntnishaften Religionsunterricht nun auch in den Grundschulen das Fach Ethik anbieten wird. Zu einem solchen Schritt hat sich der benachbarte Stadtstaat Hamburg bis heute nicht entschließen können. Eine Petition der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft setzt jedoch den Impuls, dass der Hamburger Senat dies nachholt.

Der rätselhafte Tod des René Descartes

(hpd) Ja, und? dachte ich, als ich das Buch erstmals in den Händen hielt, was soll ich mit Descartes? Und schob die Lektüre vor mir her. Irgendwann jedoch schlug ich es auf und es schlug mich direkt in den Bann: Wie ein Krimi liest sich Theodor Eberts Untersuchung des 360 Jahre zurückliegenden Mordes am berühmten Philosophen.

Eichsfelder Humanisten widersprechen

HEILIGENSTADT. (hpd) Bei den organisierten Humanisten Manuel G. und Grit B. melden sich Anfang Mai ihnen unbekannte Menschen aus dem Thüringer Eichsfeldkreis. Tenor der überwiegenden Meinungsbekundungen: "Ich freue mich, dass endlich jemand öffentlich etwas zu diesem Thema gesagt hat!" Gemeint sind Leserbriefe mit der Zurückweisung des Anspruchs katholischer Kleriker, dass Bildung ohne Religion unvollständig sei.

Religionsfreies Treffen im östlichen Ruhrgebiet

BOCHUM. (hpd) Nacheinander trudeln sie ein, einzeln oder in kleinen Grüppchen. Es sind etwa 20 Interessierte, die aus dem gesamten Ruhrgebiet gekommen sind. Ihr Treffpunkt ist die Kneipe im Kulturzentrum Bahnhof Bochum-Langendreer. Der Anlass: Die Konstituierung eines religionsfreien Stammtisches im östlichen Ruhrgebiet.

Nur wer Kirchensteuern zahlt, ist Katholik

MANNHEIM. (hpd) Der Baden-Württembergische Verwaltungsgerichtshof hat heute entschieden, dass ein so genannter „Kirchenaustritt“, der sich ausschließlich hinsichtlich der staatlichen Rechtsfolgen der Kirchenzugehörigkeit erklärt, gegen die Pflichten des Kirchenmitglieds verstößt und deshalb nicht statthaft sei.

Der Justiz aufs Dach geklettert

MARBURG. (hu/hpd) Aktionen gegen Großtechnologien und die Reaktionen darauf. "Liebes Eichhörnchen, ich hoffe, dass wir heute Abend viel Gutes von dir erfahren werden!" Mit diesen Worten eröffnete Franz-Josef Hanke am Dienstag (27. April) eine Veranstaltung der Humanistischen Union und des Zentrums für Konfliktforschung (ZfK) zur Frage "Wie weit darf Gewaltfreiheit gehen?"

München liest - aus verbrannten Büchern

MÜNCHEN. (hpd) Am Montag, 10. Mai 2010 können wieder mehr als 100 Personen von 11.00 bis 19.00 Uhr auf dem Königsplatz am Ort der Bücherverbrennung 1933 der Nazis unter dem Motto „München liest – aus verbrannten Büchern“ Texte von Schriftsteller/innen vorlesen, deren Bücher 1933 ff in über 60 deutschen Städten verbrannt wurden.

Argumente gegen rechtsextreme Parolen

(hpd) Der Politikwissenschaftler Harald Bergsdorf will in dem Band „Fakten statt Fälschungen. Argumente gegen rechtsextreme Parolen“ Basisinformationen über den Rechtsextremismus und Argumente gegen seine Agitation liefern. Während der Band einerseits als erste Information dienlich ist, wirkt er andererseits bezüglich der Bewertungen häufig eher oberflächlich.

Religiöse Rechte – Notizen April 2010

USA. (hpd) Da in den USA langsam wieder der Wahlkampf beginnt, und die Christliche Rechte lauter wird, beobachtet der hpd das Geschehen mit Monatsrückblicken. Im April ging es vor allem auch in den USA wieder um den Missbrauchsskandal, Schwulenfeindschaft, Rassismus, göttliche Strafen und Wahlsieger.

1. Mai - Keine Chance für Nazis in Berlin

BERLIN. (hpd) Dem Aufruf des breiten Bündnisses „1. Mai – Nazifrei“, getragen von Gewerkschaften, Parteien, Organisationen, Initiativen, Antifa-Gruppen und Einzelpersonen folgten mehr als 10.000 Berlinerinnen und Berliner sowie extra Angereiste aus dem Umland.

„Die unbekannte Mitte der Welt“

(hpd) Ich bin begeistert von einem Buch: „Die unbekannte Mitte der Welt“ mit dem Untertitel „Globalgeschichte aus islamischer Sicht“ von Tamim Ansary. Es ist ein Buch, dessen Reiz und Wahrhaftigkeit darin liegt, dass es die Entwicklungen mit den Augen gebildeter Schichten der islamischen Welt betrachtet und uns Abendländern nahe bringt.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

Weitere Rezensionen

Termine

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„Wir müssen uns diversitätssensibel aufstellen. Unsere Angebote sollen Migranten und Muslime ansprechen.“ − „Stimmt. Lass uns ein Bild mit einer Frau mit Hijab auf unsere Homepage setzen!“ Doch dies wird weder der Realität von Migration noch der von Musliminnen gerecht. Letztlich erweist es der Gleichberechtigung einen Bärendienst. Und Islamisten werden sich die Hände reiben.

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Es ist ein ganz großes Rad, an dem da gedreht wird. Immer wieder. Beim jährlich stattfindenden Kirchentag, abwechselnd katholisch und evangelisch, wird für eine fünftägige Veranstaltung ein zweistelliger Millionenbetrag bewegt. So wie auch beim nächsten Evangelischen Kirchentag, der vom 5. bis 9. Mai 2027 in Düsseldorf stattfinden wird. Trotz der mit fast 14 Millionen Euro öffentlich subventionierten Veranstaltung fehlt die öffentliche Transparenz der Mittelverwendung.

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Ein Entwurf der von Donald Trump eingesetzten Religious Liberty Commission behauptet eine angebliche Beschneidung religiöser Freiheiten in den USA. Neben abstrusen geistesgeschichtlichen Schuldzuweisungen liefert das Papier konkrete Empfehlungen, um die strikte Trennung von Staat und Kirche aufzuweichen. Damit entpuppt sich der Bericht als ideologisches Gefälligkeitsgutachten für die christliche Rechte, das den säkularen Verfassungsstaat gezielt aushöhlen soll.

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„CLAIM“-Zahlen zur Muslimfeindlichkeit dürfen als „unsauber“ bezeichnet werden

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?