Internationales

Spanien: Zahl der Religionsfreien auf neuem Höchststand

Die einst so einflussreiche katholische Kirche verliert in Spanien an Macht. Macht über Politik und Gesellschaft wie auch über Privatpersonen, die sich abwenden. Neben Skandalen um sexuelle Gewalt, Geld und die Vereinnahmung von Immobilien kann die Kirche keine Antworten auf aktuelle Fragen zum Beispiel zu reproduktiven Rechten oder Sterbehilfe geben. Nur noch knapp 19 Prozent der Menschen in Spanien praktizieren den katholischen Glauben. Ihnen stehen bereits heute 15 Prozent atheistische Personen gegenüber.

Afghanistan

Warum die Nato scheitern musste

Das Scheitern der Nato hat man nicht vorhersehen können? Doch, hätte man. Denn bisher ist jeder Besatzer in Afghanistan gescheitert. Weder Alexander dem Großen, Dschingis-Khan noch – in etwas jüngerer Vergangenheit – den Briten oder Sowjets ist es gelungen, das Land am Hindukusch dauerhaft zu besetzen. Warum sind die Afghanen eine so "schwierige" Nation und Afghanistan das "Graveyard of Empires"? Und warum ist Deutschland einer der größten Verlierer der ganzen Chose?

Amazonas

Tag des Amazonas: Zerstörung bricht jährlich neue Rekorde

Gestern war "Tag des Amazonas". Anlässlich dessen macht die "Gesellschaft für bedrohte Völker" in einer Pressemitteilung auf die derzeitige Rekord-Zerstörung im größten Regenwaldgebiet der Erde aufmerksam. Diese sei politisch gewollt und gefördert. Die größten Probleme seien Holzfällerei, Landraub für die Agrar-Industrie und illegaler Goldabbau. Neue Gesetze sollten indigene Gebiete Privatpersonen und Unternehmen zuschlagen.

Religionsausübung nur noch in Landessprache

Dänemark diskutiert Zwang zu Predigtübersetzungen

Gottesdienste soll es nur noch in Landessprache geben. Das fordert die dänische Regierung. Die Gesetzesinitiative ist als Mittel gegen den radikalen Islam gedacht. Dagegen regt sich Widerstand – unter anderem bei Matthias Alpen, evangelischer Pastor der deutschen Minderheit, aber auch bei Lone Ree Milkær, Vorsitzende des dänischen Humanistischen Verbands.

USA

Texas: Abtreibung nach Feststellung eines Herzschlags verboten

In den USA sind Abtreibungen bis zur 24. Schwangerschaftswoche legal möglich. Erstritten hatte diese Möglichkeit ein Grundsatzurteil von 1973. Konservative und streng Religiöse versuchen seitdem, das Urteil zu kippen. In Texas tritt heute ein Gesetz in Kraft, das eine Abtreibung nach Feststellung eines fötalen Herzschlags verbietet. Dies bringt ungewollt Schwangere in massive Bedrängnis.

Jungen und Mädchen lernten zuletzt gemeinsam in Afghanistan

Frauenrechtlerinnen appellieren: Taliban nicht als Regierung anerkennen

"Afghanistan braucht eine säkulare Regierung"

Nach der Machtübernahme der Taliban müssen viele Menschen in Afghanistan um ihr Leben fürchten. Säkulare und Homosexuelle werden mit dem Tod bedroht, Mädchen und Frauen von Schule, Beruf und Universität verbannt, sonst drohen ihnen barbarische Strafen. Sie sind die ersten Opfer der Islamisten, beklagt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Indische Flagge

Auf Anordnung der Regierung:

Soziale Netzwerke sperren Atheist Republic und Gründer Armin Navabi aus Indien aus

Die Non-Profit-Organisation (NPO) Atheist Republic und deren Gründer Armin Navabi stecken knietief im indischen Exekutivsystem fest. So tief, dass ihr Fall sogar Teil einer Verhandlung vor Indiens Verfassungsgericht ist. Seit einigen Monaten können indische Nutzer*innen weder auf Navabis Facebookseite noch auf die von Atheist Republic zugreifen. Wie konnte das passieren?

Mit einer Burka verschleierte Frau in Afghanistan

Interview mit afghanischer Parlamentsabgeordneter

"Die Welt ist verantwortlich dafür, was in Afghanistan passiert"

Nach fast 20 Jahren Präsenz in Afghanistan haben die meisten NATO- und US-Truppen das Land am Hindukusch verlassen. Die radikalislamistischen Taliban konnten daraufhin beinahe "kampflos" die Macht übernehmen. Ihr Ziel: Die Gründung eines islamischen Gottesstaates. Aus Angst flohen in den Tagen nach der Machtübernahme zehntausende Menschen in Richtung Flughafen – die dramatischen Bilder gingen um die Welt. Doch was ist mit den Menschen, die noch immer in Kabul oder den ländlichen Provinzen ausharren? "Die internationale Gemeinschaft hat uns im Stich gelassen", sagt Farzana Kochai, 29-jährige afghanische Parlamentsabgeordnete, in einem emotionalen FaceTime-Telefonat mit Sven Lilienström, Gründer der Initiative "Gesichter des Friedens".