Wissenschaft

MOTRA-Monitor: Radikalisierung unter Jugendlichen steigt

Der neue MOTRA-Monitor 2024/25 zeigt ein ambivalentes Bild: Während rund 86 Prozent der Bevölkerung fest hinter der liberalen Demokratie stehen, wächst insbesondere unter Jüngeren die Offenheit für extremistische Ideologien. Auffällig sind steigende Zustimmungswerte zu rechtsextremen Positionen sowie eine hohe Islamismusaffinität bei jungen Muslimen. Die Studie mahnt dennoch zur Differenzierung: Laut Forschern prägt im öffentlichen Diskurs oft die lautstarke radikale Minderheit die Wahrnehmung, nicht die demokratische Mehrheit.

Neues Forschungsprojekt analysiert antisemitische Kommunikation auf YouTube

Wie wird Antisemitismus auf YouTube kommuniziert? Und wie lässt sich diese plattformspezifische Kommunikation wissenschaftlich analysieren? Diesen Fragen widmet sich das neue Verbundforschungsprojekt "DAYVid" ("Decoding Antisemitism in YouTube Videos") der Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung (IIA) an der Universität Trier, des Tikvah Instituts und des Weizenbaum-Instituts.

Simuliertes Schwarzes Loch

Live-online-Vortrag in der Reihe "Sternenklar"

Schwarze Löcher – Das dunkelste Geheimnis der Gravitation

Übermorgen ist der Astrophysiker und Wissenschaftspublizist Dr. Andreas Müller zu Gast im Live-online-Format "Sternenklar". Der Chefredakteur der Zeitschrift Sterne und Weltraum wurde für Forschung an Schwarzen Löchern promoviert. In diese wird er in seinem Vortrag Einblicke geben.

Waldbrand

Unkooperative Verhaltensstrategien untergraben Anstrengungen für Klimaschutz

Erpresserische Trittbrettfahrer sabotieren Klimaschutz

Extreme Wetterereignisse nehmen zu. Oft wird angenommen, dass steigende Schäden automatisch zu mehr Klimaschutz erziehen: Wer die Folgen spürt, so die Hoffnung, handelt entschlossener. Eine neue Studie vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie und der University of Oxford stellt diese Annahme infrage. Selbst wiederholte Klimaschäden reichen demnach nicht aus, um gemeinsames Handeln zuverlässig zu stärken.

Neue Messmethodik macht Konfliktverhalten in Gruppen messbar

Wie Gruppenloyalität und Hilfsbereitschaft unser Konfliktverhalten bestimmen

Warum verhalten wir uns oft hilfsbereit gegenüber Menschen in unserer Gruppe und benachteiligen fremde Gruppen? Um das herauszufinden, haben Forschende ein neues Werkzeug entwickelt, das erstmals ermöglicht, Hilfsbereitschaft (Altruismus) und Gruppenbezogenheit (Parochialismus) unabhängig voneinander zu messen.

773.000 Jahre alter Unterkiefer

773.000 Jahre alte Fossilien geben neue Einblicke in die gemeinsamen Vorfahren von Homo sapiens, Neandertalern und Denisova-Menschen

Abstammungslinie nahe dem Ursprung von Homo sapiens entdeckt

Ein internationales Forschungsteam berichtet über die Analyse neuer Homininenfossilien aus der Fundstätte Thomas Quarry I (Casablanca, Marokko). Mithilfe einer hochauflösenden magnetostratigraphischen Analyse lassen sich diese Fossilien sehr genau auf ein Alter von 773.000 ± 4.000 Jahre datieren. In der in "Nature" veröffentlichten Studie werden afrikanische Populationen nahe der Basis der Abstammungslinie beleuchtet, aus der schließlich der Homo sapiens hervorging. Zudem liefert die Studie neue Erkenntnisse über die gemeinsamen Vorfahren von Homo sapiens, Neandertalern und Denisova-Menschen.

Nürnberger Sternwarte

Live-Onlinevortrag in der Kortizes-Reihe "Sternenklar"

Ein Himmel für alle – die Sonnenfinsternis 2026 und die Popularisierung astronomischer Forschung

Am kommenden Donnerstag ist um 20:15 Uhr der Geschäftsführer der Nürnberger Sternwarte Matthias Gräter zu Gast bei "Sternenklar". Er spricht über die 2026 bevorstehende Sonnenfinsternis, die in Teilen Europas total sein wird, sowie über astronomische Wissenschaftskommunikation am Beispiel der bewegten Geschichte der Sternwarte Nürnberg.

Amardeo Sarma

Ein Gespräch mit Amardeo Sarma

"Kritisches Denken fördern und im Alltag alles hinterfragen"

Wissenschaft wurde einst, gerade in linken und liberalen Kreisen, als ein wichtiger Wegweiser in eine bessere Zukunft angesehen. Heute steht wissenschaftliches Denken unter Beschuss, nicht nur von "Querdenkern" oder aus dem Weißen Haus, sondern sogar aus akademischen Kreisen. Amardeo Sarma verteidigt in seinem neuen Buch "Scientific Temper" eine wissenschaftliche Grundhaltung mit universellem Anspruch. Der hpd sprach mit ihm über Tatsachen und Narrative, über Wunschdenken, Evidenz und die Werte der Wissenschaft.