Wissenschaft

US-Studie über Zusammenhang von gesellschaftlicher Entwicklung und Fertilität

Die Geburtenraten in den Industrieländern sind weltweit rückläufig, ein Trend, der oft mit wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung in Verbindung gebracht wird. Eine Studie unter der Leitung von Henrik-Alexander Schubert vom MPIDR zeigt, dass die Geburtenraten tatsächlich steigen können, wenn die gesellschaftliche Entwicklung ein hohes Niveau erreicht hat, ein Muster, das als "J-Form" bekannt ist. Dieser Zusammenhang scheint sich jedoch nach 2010 verschoben zu haben, möglicherweise beeinflusst durch die Wirtschaftskrise 2007/2008 und den Wandel gesellschaftlicher Werte.

André Sebastiani zu Gast im Humanistischen Campus online

Kritisch Denken lernen – ein neuer Ansatz für die Schulen

Am Donnerstag, dem 30. Januar, ist der Pädagoge und Wissenschaftskommunikator André Sebastiani live online zu Gast im "Humanistischen Campus". Die Zukunft war früher auch besser, sagte einst Karl Valentin. Angesichts der rasanten Entwicklungen der Gegenwart, wie etwa der Künstlichen Intelligenz, ist die Zukunft in jedem Fall ungewisser denn je. Doch wie bereiten wir die Kinder und Jugendlichen darauf vor die unbekannten Herausforderungen von Morgen zu meistern?

Unsere Vorfahren lebten vor drei Millionen Jahren vegetarisch

Vormenschen wie der Australopithecus, der vor etwa 3,5 Millionen Jahren im südlichen Afrika lebte, haben kein oder kaum Fleisch gegessen – das haben Tina Lüdecke und ihr Team am Max-Planck-Institut für Chemie mithilfe einer Isotopenmessung an fossilen Zähnen nachgewiesen. Die Mainzer analysierten zusammen mit Forschenden von der Witwatersrand-Universität in Südafrika Zahnschmelzproben von sieben Vormenschen. Das Verhältnis von schweren zu leichten Stickstoffisotopen zeigte, dass Fleisch, wenn überhaupt, nur selten auf dem Speiseplan der Australopithecinen stand.

Kommentar

Doctor propter fidem

Mit einem Ehrendoktortitel sollen akademische Verdienste gewürdigt werden. Doch der Anspruch auf Wissenschaftlichkeit leidet, wenn Journalisten lediglich für ihr publizistisches Engagement zur Präsenz religiöser Fragestellungen und zur öffentlichen Wahrnehmung hoher christlicher Feiertage ausgezeichnet werden.

KI-generiertes Bild eines Gehirns

Ist die Vorstellung eines freien Willens eine Illusion unseres Gehirns?

Besitzt der Mensch einen freien Willen?

"Der Mensch kann tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will." In der Frage, ob der Mensch sein Handeln selbst bestimmt, vertrat der Philosoph Arthur Schopenhauer einen klaren Standpunkt: Einen freien Willen gibt es nicht! Bis heute haben Philosophie und Wissenschaft keine endgültige Antwort darauf gefunden. Für Herwig Baier vom Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz liegt das vor allem an den unterschiedlichen Begriffen von Freiheit.

Atlantis

Die Ariosophie – Eine Spurensuche

Antisemitismus und Arierkult: Viele heidnische Gemeinschaften distanzieren sich heute ausdrücklich von solchem Gedankengut. Anders war es in der Ariosophie. Diese Pseudoreligion verschmolz Anfang des 20. Jahrhunderts rassistische, esoterische und theosophische Elemente miteinander. Nach Ansicht ihrer Anhänger sollte sie das Christentum, insbesondere den Katholizismus, in Deutschland ersetzen.

Pierre Leich

Live-online-Vortrag in der Kortizes-Reihe "Sternenklar"

Der vergessene Wegbereiter der kopernikanischen Wende: Simon Marius

An diesem Donnerstag hält Pierre Leich, Präsident der Simon-Marius-Gesellschaft, um 20:15 Uhr im Rahmen des Kortizes-Formates "Sternenklar" einen Onlinevortrag zu den wissenschaftlichen Leistungen des Ansbacher Hofastronomen Simon Marius im Rahmen der kopernikanischen Wende hin zum heliozentrischen Weltbild.

Illustration der Frau aus Zlatý kůň

Älteste Genome moderner Menschen entschlüsselt

Von den ersten modernen Menschen, die Europa erreichten, als dort noch Neandertaler siedelten, konnten bisher nur wenige Genome sequenziert werden. Einem internationalen Team unter der Leitung von Forschenden des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig ist es nun gelungen, die bislang ältesten Genome moderner Menschen zu entschlüsseln.

Die Auswertung der "Vorhersagen" 2024

Der Angriff der Riesengiraffe blieb aus

Eine Stadt wird von einer Riesengiraffe angegriffen, Flughäfen schließen wegen mysteriöser Geräusche aus dem All und ein Computerhirn versklavt die Menschheit – diese und andere absurde Vorhersagen bestimmten die Prognosen von Wahrsagern für 2024. Doch wie erwartet trat kaum eine ihrer Vorhersagen ein, wie der aktuelle Prognosencheck der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) zeigt.