Rezension

Differenzierte Studien zum Salafismus in Deutschland

(hpd) Die beiden Politikwissenschaftler Klaus Hummel und Michail Logvinov legen in ihrem Sammelband “Gefährliche Nähe. Salafismus und Dschihadismus in Deutschland” zehn Beiträge von Experten zu den unterschiedlichsten Aspekten des Themas vor. Zwar entsteht so eher ein fragmentarisches und kein rundes Bild, die Inhalte ermöglichen aber einen differenzierten Blick auf ein komplexes Phänomen mit einem nicht zu unterschätzenden Gefahrenpotential.

Romanautoren entdecken die Menschenaffen

(hpd) Die Gefährdung der letzten großen Menschenaffen bewegt jetzt auch die Schriftsteller. In Amerika gibt es schon lange, seit Henry David Thoreau, ein Genre “Literature of Nature”. Kein Wunder, dass von dort auch die ersten Romane kommen, in denen sie zu Protagonisten werden.

Wem gehört Deutschland?

BERLIN. (hpd) Jens Berger steuert mit seinem neuen Buch eine gelungene Untersuchung zur Vermögensdebatte bei. Berger klärt über die Verhältnisse in Deutschland auf, anstatt anzuklagen. Er geht in seinem neuesten Buch sehr objektiv und verständlich vor und spart dabei nicht an Beispielen und Vergleichen.

Atheismus, Religion und Wissenschaft

Ein Problemfeld zu klärender Verhältnisse

GRAZ. (hpd) Bei der Zeitschrift “Erwägen - Wissen - Ethik” handelt es sich um ein Forum für Erwägungskultur. Günter Kehrer, Professor an der Philosophischen Fakultät, Abteilung Indologie und Vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Tübingen, stellt zunächst seine Position zu diesem Thema in einem Hauptartikel zur Diskussion. Hierauf antworten 69 von den Herausgebern als kompetent ausgewählte Wissenschaftler.

Geschichte, Vordenker und Organisationen des Islamismus

(hpd) Der Islamwissenschaftler Tilman Seidensticker legt mit “Islamismus. Geschichte, Vordenker, Organisationen” eine knappe Einführung zum Thema mit inhaltlichen Schwerpunkten auf die im Untertitel genannten Aspekte vor. Es handelt sich um eine informative und kenntnisreiche Arbeit, der aber noch Ausführungen zur Einschätzung des Extremismus- und Gefahrenpotentials gut getan hätten.

"Denn Gott hat niemand je gesehen"

WEIMAR. (hpd) Kurt Flasch (geb. 1930 in Mainz) ist emeritierter Philosophiehistoriker mit Spezialisierung auf Spätantike und Mittelalter. Als Lehrstuhlinhaber in Bochum oder als Gastprofessor an der Pariser Sorbonne befasste er sich eingehend u.a. mit den Werken des Augustinus von Hippo. Seine Sicht der intellektuellen Entwicklungen in der europäischen Philosophie faßte er 1994/95 in seinen Abschiedsvorlesungen “Warum ich nicht mehr Christ sein kann” zusammen.

Gebundene Erinnerung

HAMBURG. (hpd) Das Buch hat weder eine ISBN-Nummer noch einen Preis. Es ist nicht käuflich und doch nicht wohlfeil. Es ist die gedruckte und gebundene Essenz des Ersten Deutschen Humanistentages in Hamburg.

Antisemitismus in politischen Parteien

(hpd) Die beiden Politikwissenschaftler Dana Ionescu und Samuel Salzborn veröffentlichen in ihrem Sammelband “Antisemitismus in deutschen Parteien” Fallstudien, die den Umgang mit Antisemitismus in allen relevanten deutschen Parteien behandeln. Dabei wird auf Basis einer Fülle von Informationen die Ambivalenz des Verhaltens kritisiert, bei der Israelfeindlichkeit aber die Motivation eines nicht-antisemitischen Antiimperialismus ignoriert.

Julius Streicher und "Der Stürmer"

(hpd) Der Historiker Daniel Roos legt mit “Julius Streicher und ‘Der Stürmer’ 1923–1945” eine quellengestützte und umfangreiche Studie zu dem antisemitischen Hetzblatt und seinem Herausgeber vor. Bei allen gut belegten und inhaltlich interessanten Einzelinformationen hätte man sich insgesamt aber noch ein wenig mehr an Analyse und nicht nur die Dokumentation von Zitaten gewünscht.