Rezension

Ruhollah Chomeini und Ali Chamenei

Ein Regime, errichtet auf Hass und Lüge

Auch wenn das Buch "Das Netz der Mullahs – Der Iran und der politische Islam der Schiiten" von Ralph Ghadban wenige Wochen vor dem Angriff der USA und Israels auf den Iran geschrieben wurde und somit die aktuellsten Entwicklungen natürlich nicht berücksichtigt werden konnten, liefert es doch die Hintergründe, um den Konflikt zu verstehen.

Ökonomische Interessen am politischen "Rechtsruck"

Bei der Debatte über die Gründe für einen internationalen "Rechtsruck" bleibt häufig unberücksichtigt, dass dabei auch ökonomische Interessen eine wichtige Rolle spielen. Darauf wollen die Aufsätze in dem Sammelband "Oben Rechts. Rechtspopulismus als Klassenprojekt" aufmerksam machen. Die Beiträge sind dabei glücklicherweise nicht so "vulgärmarxistisch" wie manche Formulierungen vermuten lassen.

Streiten, streiten, streiten!

Allzu lange hofften allzu viele, die AfD wäre nur eine vorübergehende Störung der deutschen Normalität. Ab- und Ausgrenzen schien auszureichen, um mit ihr fertigzuwerden. Inzwischen jedoch ist der Aufstieg des Rechtspopulismus und von sich radikalisierenden Rechtsparteien doch eine europaweite Erscheinung. Werner Patzelt vertritt die Auffassung, nur den deutschen Ursachen auf den Grund zu gehen, sei wenig hilfreich.

"Mein Leben gehört mir"

Sterbehilfe ist ein sensibles Thema, das viele Menschen persönlich betrifft. Monika Probsts autobiografischer Roman "Mein Leben gehört mir" bietet einen eindrücklichen Einblick in die Herausforderungen von Familien, wenn ein geliebter Mensch nach einem Schlaganfall selbstbestimmt sterben möchte. Der Roman behandelt Sterbehilfe in der Schweiz, die Rolle der Angehörigen und wichtige Fragen rund um das Lebensende.

Serpentinen – Die Gottesbeweise des Thomas von Aquin nach dem Zeitalter der Aufklärung

Die kurzfristige Ausladung des Philosophen Sebastian Ostritsch an der Münchner Hochschule für Philosophie lenkte viel Aufmerksamkeit auf sein neues Buch "Serpentinen". Darin versucht er, die Gottesbeweise des Thomas von Aquin für die Moderne neu zu beleben. Ostritsch räumt mit gängigen Mythen über das Mittelalter auf, erklärt präzise, was ein Gottesbeweis leisten muss, und führt ausführlich durch die fünf Wege des Thomas. Doch trotz engagierter Darstellung bleiben zentrale Einwände unbehandelt, sodass offen bleibt, ob seine Argumente skeptische Leser überzeugen können.

Michael Butter: Was Verschwörungserzählungen anrichten

Nicht erst seit Corona prägen Verschwörungsmythen den öffentlichen Diskurs. Michael Butter geht in seinem neuen Buch "Die Alarmierten" der Frage nach, wie solche Erzählungen demokratische Prozesse untergraben – und wie man ihnen wirksam entgegentreten kann. Der Literaturwissenschaftler, der an der Universität Tübingen lehrt, gilt spätestens seit seinem vielbeachteten Werk "Nichts ist wie es scheint" als einer der wichtigsten deutschsprachigen Experten zu diesem Thema.