Identitätspolitik

Linke Identitätspolitik als säkularer Pietismus

Auch in seinem neuen Buch kritisiert Bernd Stegemann die linke Identitätspolitik, wenngleich der gewählte Titel "Wutkultur" das nicht vermuten lässt. Der Autor macht in seinem Essay anschaulich deutlich, dass mit der kritisierten Form von Identitätspolitik auch Individualismus und Universalismus objektiv negiert würden.

Pascal Bruckners neuer Essay über die "Konstruktion des weißen Sündenbocks"

Der bekannte französische Essayist Pascal Bruckner, ein flammender Anhänger von Aufklärung, Laizität und Menschenrechten, kritisiert in seinem neuen Essay "Ein nahezu perfekter Täter" die "Konstruktion des weißen Sündenbocks". In bestimmten Erscheinungsformen wie etwa des identitären Anti-Rassismus sieht er das Umschlagen in einen Obskurantismus, was bei aller polemischer Darstellungsweise für eine reale Gefahr eben auch für Aufklärung, Laizität und Menschenrechte steht.

Seltsame Blüten

Es rauscht gewaltig im Literaturbetrieb und im Blätterwald der Journaille. Endlich ein Thema jenseits von Corona, über das es sich lohnt zu streiten: Identitätspolitik! In der Hamburger Lehrerzeitung (hlz) schrieb Joachim Geffers dazu einen Kommentar, den der hpd hier nachveröffentlicht.

Hamed Abdel-Samad

Schlacht der Identitäten: Wie wir Rassismus die Macht nehmen

Die Hochschulgruppe Säkularer Humanismus Erlangen-Nürnberg und der Bund für Geistesfreiheit Erlangen laden heute Abend um 19.00 Uhr zu einem Onlinegespräch mit dem Autor Hamed Abdel-Samad ein. Thema der Veranstaltung werden die Ideen sein, die er in seinem neuesten Buch dargelegt hat: "Schlacht der Identitäten: 20 Thesen zum Rassismus – und wie wir ihm die Macht nehmen".

Keyvisual zur Erhebung „Von Verteidigern und Entdeckern“

Erstmals empirischer Nachweis für identitätspolitische Spaltung

Eine internationale Bevölkerungsumfrage des Exzellenzclusters "Religion und Politik" der Universität Münster weist erstmals die Spaltung europäischer Gesellschaften in zwei verfestigte Lager von nennenswerter Größe nach. In Deutschland vertritt ein Drittel derart entgegengesetzte Positionen. Es handelt sich um die bisher umfassendste Umfrage zu Identitätskonflikten in Europa.

Von identitätspolitischen Strebern, die Professorinnen gefallen wollen

Auch bei Bündnis 90/Die Grünen regt sich Widerspruch gegen die Identitätspolitik. Die Berliner Säkularen Grünen kritisieren, dass die Berliner Spitzenkandidatin sich für ihren Wunsch als Kind entschuldigen musste, während eine Abgeordnete Religion zur unveränderlichen Identität erklären konnte, ohne Protest zu ernten. Die stellvertretende Sprecherin der Berliner Säkularen Grünen Hannah Wettig analysiert in ihrem Essay die Missverständnisse und Ursprünge der Identitätspolitik.