Internationales

Glaube und Moral

Gern gehen Russlands orthodoxe Würdenträger mit dem Argument der Moral hausieren, wenn sie begründen, warum sich ihre Landsleute wieder mehr Väterchen Gott zuwenden sollen. Nach dem Motto: Ohne Glaube – keine Moral. Wladimir Inosemzew hat dieses Argument einmal näher unter die Lupe genommen und verglichen.

Buddhisten gegen Redefreiheit

GRAZ. (hpd) Diese Woche sind in Österreich zwei Vorträge von Colin Goldner zum Themenkomplex „Tibet und der Dalai Lama" geplant. Die Österreichische Buddhistische Religionsgemeinschaft will verhindern, dass die Veranstaltung an der Universität Graz stattfinden kann.

Frau Truchelut erneut verurteilt

NANCY - Frankreich. (hpd) Gegen die bereits im Oktober 2007 wegen religiöser Diskriminierung verurteilte Frau Truchelut wurde am 9. Oktober das Urteil des Berufungsprozesses vom September ausgesprochen. Das Gericht bestätigte im Wesentlichen die Verurteilung und provozierte eine erneute kontroverse Diskussion in den laizistischen Kreisen Frankreichs.

Komplizierte Konfliktlinien

(hpd) Pakistan gilt als Land auf dem Weg zum failed state. Der Politikwissenschaftler Jochen Hippler legt eine gegenüber dieser eindimensionalen Sicht der Dinge differenzierter argumentierende Studie zur politischen Entwicklung des Landes vor.

Im Spannungsfeld von Tradition und Moderne

(hpd) Der Publizist Gerhard Schweizer, ausgewiesener Kenner der islamischen Welt, nimmt in seinem „Türkei"-Buch eine auf Geschichte und Gegenwart bezogene Analyse des tiefgreifenden Umbruchs im türkischen Islam vor. Trotz mancher etwas unkritischer Kommentare zur aktuellen AKP-Regierung liefert er ein kenntnisreiches und lesenswertes Buch zum Thema.

Notizen aus Russland

In dieser Ausgabe lesen Sie unter anderem, wie dramatisch sich die weltweite Finanzkrise auf Russland auswirkt, wie das Land mit der Zarenfamilie und Stalin als historischem Erbe verfährt, welche strategischen Kooperationen es mit Indien und Venezuela eingeht und wie russische Behörden Lesben und Schwule schikanieren.

Der jeweils eigene Gott

(hpd) Für den bekannten Münchener Soziologen Ulrich Beck ist die Säkularisierungsthese gescheitert: Angesichts einer immer stärkeren Individualisierung des Religionsverständnisses muss für ihn im interreligiösen Dialog auf den exklusiven Wahrheitsanspruch des eigenen Glaubens zugunsten einer gemeinsamen Orientierung auf den Frieden verzichtet werden.