Gesellschaft

Mehrheit der Deutschen gegen Affenhaltung im Zoo

52 Prozent der Deutschen lehnen die Haltung von Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans in Zoos ab, nur 28 Prozent stimmen dafür. Besonders groß ist die Ablehnung in der jüngeren Generation: Berücksichtigt man nur diejenigen, die eine klare Haltung zum Thema haben, sprechen sich über 75 Prozent der 18 bis 34-Jährigen gegen die Affenhaltung in Zoos aus. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, die das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Great Ape Project (GAP) durchführte.

Schweizer Gardisten in Rom

Freidenkende kritisieren Spende für Vatikan

Die Freidenkenden in der Schweiz kritisieren den äußerst fragwürdigen Beschluss des Kantonsrats, dass die neue Kaserne im Vatikan unter anderem durch 130.000 Franken Zuger Steuergelder gesponsert wird. Dass die Finanzierung des Neubaus auch in den Augen der Stimmbevölkerung keine öffentliche Aufgabe ist, zeigte schon die außergewöhnlich hohe Sammelquote zum Referendum in Luzern, welches die Freidenker-Vereinigung Schweiz (FVS) vor kurzem erfolgreich zustande brachte.

John Stuart Mill und die Nützlichkeit der Religion

Der bekannte englische Philosoph John Stuart Mill schrieb 1854 einen kritischen Essay über die Nützlichkeit der Religion, der erst nach seinem Tode veröffentlicht wurde. Jetzt liegt erneut eine deutschsprachige Ausgabe vor, welche die Notwendigkeit einer übernatürlichen Religion für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hinterfragt.

Klage gegen "Kreuzerlass" abgewiesen

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat gestern mitgeteilt, dass er die Klagen des Bundes für Geistesfreiheit München (bfg München) und Bayern (bfg Bayern) sowie 25 Einzelpersonen abgewiesen hat. Gleichzeitig lässt er die Revision zum Bundesverwaltungsgericht für den bfg München und den bfg Bayern zu. Beide Körperschaften des öffentlichen Rechts halten an ihrer Klage fest und werden den Klageweg bis zum Bundesverfassungsgericht weiterverfolgen.

Amtsgericht Düsseldorf

Düsseldorf: Endlich mehr Termine für den Kirchenaustritt

In einigen Bundesländern führt der Weg zum Kirchenaustritt über das Amtsgericht. Da immer mehr Menschen aus der Kirche austreten wollen, sind die Gerichte überlastet und Kirchenaustrittstermine teilweise monatelang ausgebucht. Dies ist auch in Düsseldorf der Fall, wo sich der Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA!) mit mehreren offenen Briefen an das zuständige Amtsgericht wandte, um mehr Kirchenaustrittstermine zu fordern. Nun endlich bietet das Gericht tatsächlich mehr Termine für den Kirchenaustritt an. 

Es reicht mit der staatlichen Kirchenkuschelei!

Am Katholikentag in Stuttgart nahmen nur 27.000 Menschen teil – ein drastischer Einbruch der Besucherzahlen. Dafür erreichte die Pro-Kopf-Förderung der Teilnehmer aus öffentlichen Geldern einen Rekord von 217 Euro. Mit insgesamt 4,35 Millionen Euro finanzierte der Steuerzahler das Kirchenfest. Kritikern der massiven öffentlichen Finanzierung des Events sowie der zähen Aufarbeitung des katholischen Missbrauchsskandals wurde ihre Kritik während des Katholikentags hingegen durch die Behörden massiv erschwert. 

Das Camp Quest findet endlich wieder statt

Nach zwei Jahren Pandemiepause gibt es wieder ein Camp Quest – ein Sommerlager für Kinder und Jugendliche, bei dem neben Spaß und Sport wissenschaftliche Themen, Philosophieren und kritisches Denken im Zentrum stehen. Dieses Jahr im Juli dreht sich alles um das Thema Energie. Die Chance für Jugendliche, die relevanten Themen zu verstehen und hautnah zu erleben. Dieses Jahr öffnet sich das Camp speziell auch für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine.

Verunglimpfung von Homosexuellen – Volksverhetzung durch zwei Priester

Am 20.05.2022 wurde am Amtsgericht Köln das Strafverfahren gegen zwei Priester wegen Volksverhetzung gegen Zahlungen in Höhe von 3.150 und 4.000 Euro eingestellt (§ 153a StPO). Der polnische Priester Dariusz Oko hatte in einem Beitrag in der Fachzeitschrift "Theologisches" Homosexuelle unter anderem als "Parasiten" bezeichnet und mit einem "Krebsgeschwür" verglichen. Die Anklage richtete sich auch gegen den Chefredakteur der Zeitschrift, den Theologen Johannes Stöhr.

Chatkontrolle, die

Das erneuerte Vorhaben der EU-Kommission stellt die Vertraulichkeit unserer kompletten digitalen Sphäre infrage. Mit der Brechstange soll der Kampf gegen Kindesmissbrauch vorangetrieben werden – oder wird er selber als emotionale Brechstange missbraucht?