Kopftuch

Aktivistin im Gespräch mit einer 11. Klasse über Hijab und Feminismus

Aus einem hpd-Artikel wurde eine Schulstunde: Nachdem Naz Jiyan, Sprecherin von "Free Iran Now", im Beitrag über die Miss-Germany-Finalistin mit Hijab die Normalisierung der Verschleierung aus der Perspektive einer Iranerin kritisiert hatte, lud eine Lehrerin eines Kasseler Gymnasiums sie kürzlich zu einem Webtalk mit ihrer 11. Klasse ein.

Symbolbild

Hier wird der Schleier romantisiert, gegen den Frauen im Iran kämpfen

Im Finale des Miss Germany-Awards standen am Samstag zwei Frauen mit Kopftuch. Der Wettbewerb versteht sich längst nicht mehr als reiner Schönheitscontest, sondern will Frauen "empowern", die eine Vorbildfunktion einnehmen. Der Knackpunkt: Das mediale Hochstilisieren der Kandidatinnen mit Hijab glorifiziert eine Praxis, gegen die Frauen im Iran unter Lebensgefahr protestieren. Für iranische Frauen und säkulare Migrantinnen in Deutschland ist das "ein Schlag ins Gesicht", sagt eine Sprecherin der Initiative "Free Iran Now" gegenüber dem hpd.

Religionszugehörige Zeichen des Zwanges

Im Quartalsrückblick der Konfessionsfreien Österreich werden im Zusammenhang mit der immerwährenden Kopftuchdebatte "erzwungene Zeichen der Religionszugehörigkeit" erwähnt. Der Autor ist der Meinung, die Formulierung gehöre umgedreht, um der Kausalität gerecht zu werden. Im folgenden kurzen Text hat er ein paar Gedanken zum Verhältnis Republik und religiöse Markierung formuliert.

Symbolbild

Debatte in Großbritannien über "kulturell intime Fotos"

In Großbritannien soll nicht nur die Veröffentlichung, sondern sogar schon der bloße Besitz "nicht einvernehmlicher kulturell intimer Fotos" geahndet werden. So empfiehlt es ein überparteilich besetzter Ausschuss dem britischen Parlament. Gemeint sind etwa Fotos von Frauen, die sonst in der Öffentlichkeit ein Kopftuch tragen, auf dem Bild dann aber ohne ein solches zu sehen sind. Käme ein solches Gesetz, dann stünden solche Fotos oder Videos auf derselben Stufe wie Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch.