Internationales

"Lag BaOmer" 2016

Wie kam es zur Massenpanik beim streng orthodoxen Fest in Israel?

Mehr als 100.000 Menschen kamen letzte Woche am Berg Meron im Norden Israels zusammen, um das Fest "Lag BaOmer" zu feiern – erlaubt waren eigentlich nur 10.000. Einige streng orthodoxe Gruppierungen hatten zuvor im Parlament für die Aufhebung sämtlicher Beschränkungen lobbyiert. Aus noch ungeklärten Gründen gerieten die vorderen Reihen ins Straucheln, die Menschen fielen übereinander und zerquetschten sich gegenseitig. 45 Menschen verloren ihr Leben und 150 wurden verletzt; nun hagelt es Kritik an der Polizei. Doch zahlreiche Stimmen haben bereits vor Jahren vor einer solchen Tragödie gewarnt.

Ferdinand von Schirachs Aufruf:

Europa braucht neue Grundrechte!

Soeben kommt Ferdinand von Schirachs spannendes neues Büchlein "Jeder Mensch" in den Handel. Dem bekannten Anwalt, Schriftsteller und Dramatiker ist auf knapp 32 Seiten erneut ein Weckruf gelungen, der vermutlich wieder für einiges Aufsehen in der Öffentlichkeit sorgen wird.

Kolumne: Sitte & Anstand

"Lesbische Aktivitäten"? Homophobe Abgeordnete sorgt für den Witz des Tages 

Die kanadische Abgeordnete Tamara Jansen hatte jetzt kürzlich ihre 15 Minuten des Twitter-Ruhms, und um die zu bekommen, wählte sie den einfachsten Weg: rechtschaffene Doofheit. Vor einem weißen Setzkasten von Schrankwand sitzend, schaltete sie sich in die laufende Video-Parlamentssitzung ein, und es gab ein Thema zu besprechen, an dem religiöse Konservative ihre eigene Nächstenliebe-Kompetenz so richtig gut durchexerzieren können: Homosexualität!

Pakistan will Blasphemiegesetze in Europa erzwingen

Pakistans Premierminister Imran Khan hat muslimische Nationen zu einem Handelsboykott gegenüber westlichen Ländern aufgerufen, falls diese die Beleidigung des Propheten Mohammed nicht unter Strafe stellen. Er reagiert damit auf gewaltsame islamistische Unruhen in Pakistan, die sich an den Mohammed-Karikaturen der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo entzündet haben.

Zensus in Großbritannien: Erwarteter Anteil der Christ:innen unter 50 Prozent

Am 21. März fand der Zensus in England und Wales statt. Nun, Ende April, haben die meisten Haushalte die Fragen beantwortet. Obwohl erste Ergebnisse erst im März 2022 veröffentlicht werden, zeigen sich bereits Tendenzen. Zum einen, weil diesmal auch optionale Fragen zu sexueller Orientierung und Gender gestellt wurden und zum anderen, weil auch die Anzahl Gläubiger in Wales und England sinkt. Es wird erwartet, dass weniger als die Hälfte angekreuzt hat, christlich zu sein.

Christus-Statue in Rio de Janeiro

Brasilien: Die Steuerschulden der Evangelikalen

Im Jahr 2018 unterstützten evangelikale Gruppen Jair Bolsonaros Präsidentschaftswahlkampf kräftig und trugen einen großen Teil zum Wahlsieg bei. Grund genug, sich nicht nur mit Ministerposten zu revanchieren, sondern auch Steuer- und weitere Abgabenerlasse in Höhe von etwa zwei Milliarden Real in Aussicht zu stellen.