Künstliche Intelligenz

Gott aus der Maschine

Künstliche Intelligenz kommt auch in religiösen Dingen immer mehr in Mode. Dabei kann sie skurril sein wie das Projekt "Ask Jesus", bei dem man einen Jesus-Bot alles fragen kann – auch, wie man einen Hot Dog zubereitet. Sie birgt aber auch Gefahren, indem sie – wie jüngst bei einigen hinduistischen Chatbots festgestellt – bei Antworten in Bezug auf religiöse Schriften auch die gewaltbejahenden Passagen der alten Texte ungefiltert wiedergibt.

"Die Gesellschaft muss sich klarmachen, auf was sie sich mit ChatGPT einlässt"

ChatGPT – ein Computermodell der Firma Open AI, das mithilfe Künstlicher Intelligenz auf die Verarbeitung sprachlicher Daten trainiert wurde – hat seit seiner Einführung im November 2022 weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Im Auftrag des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung hat das vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) betriebene Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) nun eine umfassende Einschätzung dieses technologischen Durchbruchs in der digitalen Sprachverarbeitung vorgelegt.

"Wir bestehen darauf, dass Menschen weiterhin das letzte Wort haben"

Am 20. März hat der Deutsche Ethikrat seine Stellungnahme "Mensch und Maschine – Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz" veröffentlicht. Die 287 Seiten starke Schrift untersucht die Auswirkungen digitaler Technologien auf menschliches Selbstverständnis und gesellschaftliches Miteinander. Professor Armin Grunwald vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gehörte als Mitglied des Ethikrats der multidisziplinären Arbeitsgruppe "Mensch/Maschine" an, welche die Stellungnahme federführend erarbeitet hat.

"Wir haben keine konsistente Theorie darüber, was genau Bewusstsein ist"

Künstliche Intelligenz wird immer menschenähnlicher. Oder erzeugt wenigstens diesen Eindruck. Bekannt wurde in diesem Sommer der Fall des Google-Mitarbeiters Blake Lemoine, der seine Kündigung erhielt, nachdem er erklärt hatte, dass das Chatbot-System LaMDA ein künstliches Bewusstsein entwickelt habe. hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg sprach mit dem Philosophen und Kognitionsforscher Thomas Metzinger über erkenntnistheoretische und ethische Probleme rund um das Thema "künstliches Bewusstsein".

Sind Androiden die besseren Menschen?

David Körner gewinnt bei einer Quizshow eine Million und kauft sich davon Adam_017, einen Androiden. So beginnt der Roman "Menschen wie ich" von Jürgen Beetz. Darin wird nicht nur erzählt, wie Adam lernt, was es heißt, ein Mensch zu sein. Der Autor verhandelt en passant zugleich zahlreiche technische und ethische Fragen, die mit künstlicher Intelligenz einhergehen. Der hpd hat mit Jürgen Beetz gesprochen.

Beispiel für einen Deepfake

Deepfakes: Manipulationen als Gefahr für die Demokratie

Wie lässt sich prüfen, ob Informationen echt und vertrauenswürdig sind – gerade solche, die über das Internet oder die Sozialen Medien verbreitet werden? Die Möglichkeit, etwa Videos und Fotos mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) zu manipulieren, machen eindeutige Antworten immer schwieriger. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben sich im Auftrag des Europaparlaments mit den potenziellen Gefahren der Deepfake-Technologie beschäftigt und Optionen für eine bessere Regulierung entwickelt.