Internationales

Katar

Geld für die Sünde

Das Emirat Katar hat eine Art Sündensteuer eingeführt. Alkohol kostet dort nun ein kleines Vermögen. Schlechte Nachrichten für westliche Fußballfans, die sich bei der Fußball-WM 2022 in dem arabischen Land wohl ohnehin von einigen lieb gewonnenen Fantraditionen werden verabschieden müssen.

Aufruhr in Indien: Zwei Frauen haben einen Tempel betreten

Der Mob hütet den Götterpenis

Kürzlich haben zwei Frauen im indischen Bundesstaat Kerala ein altes Gebäude betreten und sich dort ein bisschen umgesehen. Die Frauen haben nichts beschädigt, niemanden verletzt oder beleidigt. Dann sind sie wieder gegangen. Die Folge: Landesweite Proteste, Aufruhr, Verletzte, hunderte Festnahmen, Versammlungsverbote, mindestens ein Brandanschlag auf das Zuhause eines Politikers – und eine überwältigende Gegendemonstration.

Jar Bolsonaro

Die Regierung Bolsonaros

Brasilien: Waffen, Kirche und Lobbyismus

Der neue brasilianische Präsident Jar Bolsonaro wurde am ersten Januar 2019 vereidigt und hat seine Regierung vorgestellt. Wie schon im Wahlkampf und erst recht nach dem Wahlsieg zu befürchten war, besteht die Regierung vollständig aus weißen Menschen, fast ausschließlich aus Männern, vor allem Ex-Militärs wie Bolsonaro selbst, und reichlich Lobbyismus für die Agrarindustrie und die Kirche.

Kirchenbänke

Spanien: Land mit drittgrößtem Verlust an christlichen Gläubigen in Europa

Die katholische Kirche verliert mehr und mehr Gläubige. Dieser Trend zeigt sich besonders in Westeuropa und wird noch verstärkt durch die zahlreichen Aufdeckungen von Missbrauchsfällen weltweit. Das einst so katholische Spanien ist nun das drittstärkste Land, bezogen auf die Differenz zwischen der Anzahl an Personen, die christlich erzogen wurden und derer, die sich heute noch als christlich einordnen. Damit liegt Spanien nur hinter Norwegen und Belgien.

Luxemburg

Gut leben ... frei von Religion

Kurz vor Weihnachten hat die luxemburgische Atheisten-Vereinigung AHA eine neue Kampagne gestartet. Sie will damit Atheisten ermutigen, von der Familie und der Gesellschaft Respekt einzufordern für die Entscheidung, frei von Religion zu feiern und zu leben.

Beichtstuhl

Spanien: Falscher Priester nach 18 Jahren enttarnt

Knapp 20 Jahre lang hatte der Kolumbianer Miguel Ángel Ibarra die katholische Kirche glauben lassen, Priester zu sein, obwohl er nie die Weihe erhalten hatte. Für seine Gemeinde und sein Bistum Cádiz und Ceuta bringt die Aufdeckung nicht nur einen Image-Schaden, sondern auch die Frage nach der Gültigkeit von z. B. Eheschließungen und Beichten mit sich.

Ensaf Haidar

Die langen Klauen des pakistanischen Anti-Blasphemie-Gesetzes

Was haben eine saudi-arabisch-kanadische Menschenrechtsaktivistin, ein kanadischer Kolumnist und ein iranisch-stämmiger australischer schiitischer Geistlicher gemein? Sie alle haben mit ihren Tweets Islamismus kritisiert und sie alle wurden von Twitter wegen Verstoßes gegen das pakistanische Anti-Blasphemie-Gesetz ermahnt. Keiner von ihnen lebt in Pakistan. Twitter beruft sich auf rechtmäßige Behördenmeldungen.

Buenos Aires

Argentinien

Finanzielle Unterstützung des Klerus, trotz Missbrauch und Homophobie

Die katholische Kirche erhält in Argentinien jährlich 130.000.000 argentinische Pesos (etwas über drei Millionen Euro) vom Staat. Dabei gäbe es neben der dringend notwendigen Trennung von Staat und Kirche noch weitere Gründe, die großzügige finanzielle Unterstützung zu beenden. Werden doch auch dort sexuelle Übergriffe auf Minderjährige und menschenverachtende Aktionen in katholischen Schulen aufgedeckt.