Internationales

Spanien

Psychologische Begutachtung von Priesteranwärtern in Diskussion

Da die Berichte zu sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche nicht abreißen, erwägt die spanische Konferenz religiöser Menschen (Conferencia Española de Religiosos, kurz: Confer) nun eine psychologische Begutachtung ihrer Amts-Anwärter. Um weiteren Schaden für die Kirchen, hier vor allem der katholischen, abzuwenden, steht diese Überprüfung als Teil eines auszuarbeitenden Maßnahmenpaketes zur Debatte. Im Falle zukünftiger katholischer Amtsinhaber, soll auch die affektive Reife zum Zölibat geprüft werden.

Kathedrale von Salamanca

Spanien

Priester nach Missbrauch Minderjähriger ins Ausland gesendet

Die spanische katholische Kirche fällt im Rahmen der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen immer wieder besonders negativ auf. Vertuschung, Schweigegeld für Opfer, Schutz der Täter vor Behörden und vieles mehr wurde und wird aufgedeckt. Was schon jetzt nach einem besonders dick aufgetragenen Fortsetzungs-Krimi klingt, steigert sich noch. Hat die spanische katholische Kirche doch ihre Pädophilen sogar ins Ausland verschoben.

Indonesien startet Ketzerei-App

Indonesische Strafverfolgungsbehörden haben eine App veröffentlicht, die es nun jedem Handybesitzer ermöglichen soll, "fehlgeleitete" religiöse Aktivitäten mit wenigen Klicks den Strafverfolgungsbehörden zu melden. Menschenrechtsaktivisten kritisieren die App.

USA

Richter hält Verbot von Genitalverstümmelung für verfassungsfeindlich

In Michigan hat Richter Bernard Friedman Dr. Jumana Nagarwala und sieben weitere Angeklagte von einem Großteil der Vorwürfe zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) bei Minderjährigen und Verschwörung freigesprochen. Er begründete seine Entscheidung damit, dass der Kongress seine Kompetenzen bei einem Verbot der Verstümmelung, welches zur Verhaftung und Anklage von Nagarwala und Co. geführt habe, überschritten habe. Dies falle in den Bereich der Verfassung und müsse von den einzelnen Staaten verboten werden.

Auch in Deutschland gibt es Menschen, die gravierende Strafen für Abtreibungen befürworten.

USA

Ohio: Todesstrafe für eine Abtreibung?

Während traditionell katholische Länder wie Irland die Rechte von Frauen stärken und ihre körperliche Selbstbestimmung durch legale Möglichkeiten der Abtreibung erweitern, sind bereits erkämpfte Regelungen in Norwegen und Teilen der USA in Gefahr oder bereits völlig abgeschafft. In Ohio droht jetzt eine Verschärfung des Abtreibungsgesetzes, welches Frauen und ÄrztInnen mit Strafen, bis hin zur Todesstrafe, für eine Abtreibung droht. Und das selbst nach einer Vergewaltigung, bei Inzest oder Gefahr für die Gesundheit der Schwangeren.

Frauenfeindlichkeit in der katholischen Kirche

Schweizer Feministinnen kehren Kirche den Rücken

Sechs namhafte Feministinnen in der Schweiz haben nun öffentlichkeitswirksam ihren Austritt aus der katholischen Kirche bekanntgegeben. Die Gründe dafür seien das anhaltende frauenfeindliche Verhalten der katholischen Kirche. Warum kommt der Austritt erst jetzt?

Norwegen

Abtreibungsgesetz in Gefahr

Tausende Menschen sind in Norwegen zum Erhalt des liberalen Abtreibungsgesetzes von 1978 auf die Straße gegangen. Bedroht wird das Gesetz von Ministerpräsidentin Erna Solberg und ihren Regierungsverhandlungen mit der Christlichen Volkspartei, der das aktuelle Gesetz ein Dorn im Auge ist.