Peter Kurz

Der Autor hat viele Jahre als Redakteur in der Nachrichtenredaktion einer Tageszeitung gearbeitet. Er ist ausgebildeter Jurist mit beiden Staatsexamen. 

Artikel des Autoren

Das schroffe Nein des Bistums

Es ist eine Schmerzensgeldklage in einem Missbrauchsprozess, die, sollte sie erfolgreich sein, jedenfalls finanziell eine neue Dimension bedeuten würde. Das Landgericht Köln hatte im Jahr 2023 das Erzbistum Köln verurteilt, dem Kläger und Opfer sexuellen Missbrauchs Georg Menne 300.000 Euro Schmerzensgeld zu bezahlen. In einem vergleichbaren Fall verklagt nun Jens Windel das Bistum Hildesheim auf 400.000 Euro. Prozessbeginn ist am morgigen Freitag.

Der gläserne Sar

Verbrannte Gebeine im gläsernen Sarg

Knochen, Blutampullen, ja sogar die vorgebliche Vorhaut von Jesus Christus - die Verehrung von Reliquien insbesondere in der katholischen Kirche ist bekannt. Und doch ist es bizarr, mit einer solchen Reliquie in Kontakt zu kommen. In diesem Fall in der Kathedrale von Palermo, mit den verbrannten Gebeinen eines Heiligen. Was steckt hinter dieser makabren Form der Reliquienverehrung?

Altes Klassenzimmer

Religionsunterricht? Nein danke.

Immer weniger Schülerinnen und Schüler nehmen am christlichen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen teil. Nach Zahlen der Kultusministerkonferenz waren es im vergangenen Jahr 53,7 Prozent. Zum Vergleich: Im Schuljahr 2015/2016 waren es noch 68,8 Prozent gewesen.

alte Dorfkirche und Schule (Symbolbild)

Die Kirche soll im Dorf bleiben

Noch gibt es rund 42.000 Kirchengebäude in Deutschland. Doch angesichts des anhaltenden Mitgliederschwunds der Kirchen ist dieses kulturelle Erbe bedroht. Eine Initiative will diese Entwick-lung stoppen - auch im Interesse derjenigen, die mit Kirche nichts am Hut haben.

Heinz Hachel moderiert die Preisverleihung im Düsseldorfer Stadtmuseum

Publikumspreis für gecanceltes Kunstwerk

Die Ausstellung des säkularen Düsseldorfer Kunstpreises DA! Art-Award des Düsseldorfer Aufklärungsdienstes (DA!) ist am vergangenen Samstag zu Ende gegangen – mit der Preisverleihung im Düsseldorfer Stadtmuseum. Überschattet worden war der Wettbewerb durch eine Entscheidung der Museumsdirektorin Susanne Anna, dass zwei Werke nicht gezeigt werden durften. Trotz allem: Eines der aus der Ausstellung verbannten Werke errang den Publikumspreis. Womit die Besucherinnen und Besucher der Schau unterstrichen, was sie von der Cancel-Entscheidung halten.

Andreas Edmüller beim Düsseldorfer Aufklärungsdient

"Frontalangriff auf die Werte von Wissenschaft und Aufklärung"

Andreas Edmüller, Privatdozent an der Ludwig-Maximilian-Universität in München, drückt sich nicht um eine klare Position: Bei einer Veranstaltung des Düsseldorfer Aufklärungsdienstes (DA!) bespricht er ein Beispiel für Wokeness aus Neuseeland. Und überträgt dies auf die Diskussionskultur auch hierzulande. Mit dem Ergebnis: Wokeness und Aufklärung seien nicht miteinander vereinbar.

leerer Bilderrahmen

Zwei Bilder dürfen nicht gezeigt werden

Beim Düsseldorfer Kunstwettbewerb "DA!-Art Award" ist es zu einem Eklat gekommen. Und der war denn auch Gesprächsthema bei der mit 160 Zuschauerinnen und Zuschauern gut besuchten Vernissage im Stadtmuseum. Die Museumsleitung hatte veranlasst, dass zwei Kunstwerke zu entfernen seien. Der Vorwurf: Antisemitismus, Sexismus und Schüren von Hetze. Auch zwei daraufhin vom Veranstalter an den entsprechenden Stellen aufgehängte leere Bilderrahmen mussten entfernt werden.

Du sollst nicht streiken gegen Gott

Kirchliche Arbeitgeber beschäftigen bei den Kirchen selbst und bei deren Wohlfahrtsverbänden wie Caritas und Diakonie bundesweit mehr als 1,5 Millionen Menschen. Wenn es darum geht, Forderungen ihrer Belegschaften nach arbeitsrechtlicher Gleichbehandlung abzuwehren, kennen sie kein Pardon. Das zeigt ein Rechtsstreit vor dem Arbeitsgericht Erfurt. Die Kirchen- und Arbeitgeberseite besteht auf dem, was sie "Dritter Weg" nennt. Ein Weg, den jedoch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als Diskriminierung ansehen – im Vergleich mit Angestellten bei weltlichen Unternehmen.