Mindestens 3.677 Kinder und Jugendliche sind seit 1949 von Klerikern der katholischen Kirche sexuell missbraucht worden. Fast jeder 20. Kleriker der deutschen Bistümer war mutmaßlich Missbrauchstäter. Dies geht aus den Ergebnissen einer Studie hervor, die mehrere Medien gestern vorab publiziert haben. Die Studie soll am 25. September veröffentlicht werden.
Die vorab veröffentlichten Ergebnisse kommentiert Florian Zimmermann, Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands e. V.:
"Wir sind schockiert von diesen Ergebnissen. Sie zeigen das Ausmaß sexuellen Missbrauchs im Einzugsbereich der Deutschen Bischofskonferenz und das systematische Vertuschen von Missbrauchsfällen. Bei 1.670 aktenkundigen Beschuldigten fordern wir umgehend umfassende Ermittlungen durch die zuständigen Bundesbehörden. Auch kirchliche Institutionen stehen nicht außerhalb unser Rechtsordnung und dürfen keinen Rückzugsraum für organisiertes Verbrechen bilden. Die Opfer sexuellen Missbrauchs haben ein Recht auf eine rechtsstaatliche Verfolgung und Ahndung der Verbrechen, die an ihnen begangen wurden."
Sexueller Missbrauch Minderjähriger durch Kleriker der katholischen Kirche, so heißt es Medienberichten zufolge in der Studie, finde trotz der zwischenzeitlich ergriffenen Maßnahmen der Kirche weiterhin statt.
Das Erzbistum Québec hat sich zu einer Zahlung von 31,5 Millionen Dollar an Opfer von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche verpflichtet. Dem war eine historische Sammelklage vorausgegangen. Verbrechen an Minderjährigen durch Geistliche sind auch in Deutschland bekannt – die Aufarbeitung bleibt jedoch mangelhaft.
Am 20. Oktober 2006 ging der Humanistische Pressedienst (hpd) offiziell an den Start, doch die Vorarbeiten dazu hatten schon Monate zuvor begonnen. Der hpd sprach darüber mit Michael Schmidt-Salomon, der von Anfang an in das Projekt involviert war und dem Humanistischen Pressedienst seinen Namen gab.
Die Frage, wie wir am Ende unseres Lebens behandelt werden möchten, beschäftigt viele – doch nur wenige setzen sich aktiv damit auseinander. Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg hat mit seinem neuen Fragebogen zur Erstellung einer Patientenverfügung ein Werkzeug geschaffen, das nicht nur rechtssicher ist, sondern auch menschlich, klar und alltagstauglich.
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