Soziales

Bräuche rechtfertigen keine Beschädigung

HALLE. (hpd) Einen sachlichen Beitrag zur Debatte zu leisten, das war der selbst erklärte Anspruch der Organisatoren der Tagung "Rituelle Beschneidung in Judentum und Islam aus juristischer, medizinischer und religionswissenschaftlicher Sicht", die vom 14. bis 16. Oktober in Halle stattfand.

Eine bessere Schule für alle!

BERLIN. (hpd) "Eine bessere Schule für alle" ist das Ziel. Magda von Garrel hat dazu ein Buch vorgelegt und die Wege beschrieben. "Instandsetzungspädagogik" ist der Titel und mit ihm schimmert durch: Defektes ist in Ordnung zu bringen. Als Sonderpädagogin sowie Diplom-Politologin war sie Integrationslehrerin an Grund-, Haupt-, Sonder- und Berufsschulen.

Ursachen für die Faszination von K-Gruppen

(hpd) Der Journalist und Politikwissenschaftler Gunnar Hinck sieht in seinem Buch „Wir waren wie Maschinen. Die bundesdeutsche Linke der siebziger Jahre“ in der Hinwendung vieler antiautoritärer Achtundsechziger zu den dogmatischen K-Gruppen die Folge einer Sozialisation in gebrochenen Milieus der Nachkriegszeit.

Der heilige Schein

FRANKFURT/M. (hpd/sh) Am 5.10.2012 wurde die Herbst-Veranstaltungsreihe der GBS Rhein-Main – Säkulare Humanisten mit einem Vortrag des habilitierten Theologen David Berger zu seinem Buch „Der heilige Schein“ fortgesetzt. Diese Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Humanistischen Verband Deutschlands (HVD) verantwortet.

Leidensethos versus Selbstbestimmung?

BERLIN. (hpd/hls) Freitodgedanken und Autonomie – ein Thema, bei dem sich die Positionen unversöhnlich gegenüber stehen. Die christlichen Kirchen sind nicht Gegner des Autonomiegedankens, sie betonen jedoch das Fürsorge-Prinzip, die Verantwortung des Einzelnen gegenüber seinem Umfeld und gegenüber Gott. Die humanistische Sicht stellt die Selbstbestimmung in den Vordergrund.

Gesetzentwurf à la carte religieuse

BERLIN. (hpd) Am Mittwoch dieser Woche hat das Bundeskabinett den angekündigten Gesetzesentwurf zur Legalisierung der Beschneidung männlicher minder­jähriger Kinder verabschiedet. Damit ist die Bundes­regierung dem Begehren des Bundestages aus dem Juli nachgekommen, zügig einen Gesetz­entwurf vorzulegen, der die traditionellen und rituellen Knaben­beschneidungen von Muslimen und Juden weiter ermöglicht.

Religiöse Paralleljustiz?

MÜNSTER. (hpd/exc) In einem Vortrag im Rahmen des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Uni Münster referierte der Rechtswissenschaftler Fabian Wittreck über religiöse Paralleljustiz in Deutschland. Sein Tenor: u. a. „Muslimische Friedensrichter lassen sich nicht verbieten“. Zudem müsse man auch die Rechtsprechung der christlichen Kirchen in Deutschland betrachten.

„Wir brauchen eine neue Gesprächskultur“

BERLIN. (hpd) Zum Freitag haben mehrere Frauenrechtsorganisationen zu einem weltweiten Aktionstag für den Zugang zur sicheren und legalen Schwangerschaftsabbrüchen aufgerufen. Die Publizistin und Kulturwissenschaftlerin Sarah Diehl, Vertreterin der internationalen „Pro Choice“-Bewegung, kommentiert die gesellschaftliche Debatte über die Rechte von schwangeren Frauen und fordert eine neue Gesprächskultur.

Mehrheit will Chance auf Freitodbegleitung

BERLIN. (hpd) Zu den Themen Suizid und Suizidhilfe wird am Donnerstag der Deutsche Ethikrat in einer öffentlichen Sitzung tagen. Aufmerksamkeit könnte sich lohnen, denn obwohl laut einer repräsentativen FORSA-Umfrage der ganz überwiegende Teil der Deutschen ein Recht auf Freitodbegleitung durch Ärzte will, verfolgen die Bundesärztekammer unter Frank Ulrich Montgomery und die christlich-liberale Koalition eine rigide Verbotspolitik.

Fundamentalisten auf dem Marsch

BERLIN. (hpd) Rund 3.000 Abtreibungsgegner forderten am vergangenen Samstag in Berlin erneut ein totales und europaweites gesetzliches Verbot des Rechts auf Schwangerschaftsabbruch und der Anwendung von Präimplantationsdiagnostik. Es war die bislang größte Demonstration dieser Art in der Hauptstadt. Protest dagegen war kaum auszumachen.