Rezensionen

Das Exilland China

BERLIN. (hpd) Wenn vom Exil deutscher und österreichischer Juden zu Zeiten des faschistischen “Großdeutschen Reiches” die Rede ist, dann fallen dem hiesigen Durchschnittsbürger in der Regel nur die Fluchtländer Frankreich, Großbritannien, USA, Palästina oder einige lateinamerikanische Staaten ein. Dass aber auch China, insbesondere die Stadt Shanghai, geflüchteten Juden – darunter nicht wenigen Intellektuellen, Schriftstellern, Künstlern – eine sichere Zuflucht bot, das ist eher unbekannt.

Hoffnung Mensch

BERLIN. (hpd) Der Humanistische Pressedienst hat bereits eine erste Rezension zum aktuellen Buch Michael Schmidt-Salomons veröffentlicht. Da das Buch zu den wichtigsten Neuerscheinungen des Jahres gehört, hat sich die Redaktion entschlossen, hier zwei weitere Rezensionen zu veröffentlichen.

Rechte für Pflanzen

BERLIN. (hpd) - Für die Rechte von Pflanzen will Florianne Koechlin sensibilisieren. Wie Pflanzen sehen, riechen und sich erinnern, was Pflanzen wissen, diesen Fragen hat Daniel Chamovitz sein Forscherleben gewidmet. Zwei Buchveröffentlichungen sind geeignet, den Umgang mit Pflanzen für immer zu ändern.

Plädoyer für individuelle Freiheit

DRESDEN. (hpd) Der Autor Martin Winckler (in Algerien als Marc Zaffran geboren) lässt sehr einfühlsam seine Erfahrungen als Mediziner, der Sterbehilfe leistet, in diesen Roman einfließen. In verschiedenen Ebenen lässt er seine Protagonisten zu Wort kommen.

Die "Marburger Schule"

(hpd) Der Soziologe Lothar Peter beschreibt und kommentiert die Entwicklung einer Wissenschaftsrichtung um den marxistisch orientierten Juristen und Politologen Wolfgang Abendroth.

Der "Kruzifixstreit"

(hpd) Der Lehrer Ulf Faber kritisiert in seinem Buch, dass die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, dass Kruzifixe nicht in staatlichen Schulen angebracht werden dürfen, immer noch ignoriert wird. Der Autor macht dabei aus religionskritischer Perspektive an Beispielen auf die mangelnde Umsetzung einer eindeutigen Vorgaben aufmerksam, wobei er aber im Laufe des Textes mitunter den Bezug zu seinem eigentlichen Thema verliert.

Islamismus in Algerien – über eine Studie

(hpd) Der Politikwissenschaftler Abderrahman Aresmouk will mit seinem Buch  die Bedingungsfaktoren für die Entwicklung des Islamismus im Land erörtern. Er bleibt indessen überwiegend beschreibend an der bisherigen Sekundärliteratur orientiert und lässt bei allem Informationsgehalt doch eine klare und systematische Problemstellung vermissen. Besprechung einer analytisch nicht ganz geglückten Studie.

Zweifelhafte Ehrenrettungsversuche

(hpd) Der von den Soziologen Andreas Anton, Michael Schetsche und Michael Walter herausgegebene Sammelband enthält 14 Aufsätze zu unterschiedlichen Aspekten von Verschwörungsauffassungen aus wissenssoziologischer Sicht. Indirekt geht es den Herausgebern indessen um eine Art “Ehrenrettung” des Verschwörungsdenkens, wobei sie die Grenze zwischen der Differenzierung von realen Konspirationen, Verschwörungshypothesen und fiktiven Verschwörungsunterstellungen verwischen.

Die Sonne auf der Spitze des Nashorns

(hpd) Den bis jetzt ältesten gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Menschenaffen, die ältesten Felszeichnungen Afrikas – 30.000 Jahre alt – und geschätzt 100.000 Felsmalereien entdeckte man in Namibia. Eine Reise durch immense Zeiträume ermöglicht der “Archäologische Reiseführer NAMIBIA” von Peter Breunig. Der Frankfurter Wissenschaftler verfügt selbst über jahrelange Grabungserfahrung vor Ort.

Jahrbücher für Islamophobieforschung

(hpd) Der österreichischen Politikwissenschaftler Farid Hafez gibt das "Jahrbuch für Islamophobieforschung" heraus, welches sich als Forum für interdisziplinäre Forschungen zum Thema Islam- und Muslimenfeindlichkeit versteht. Bei aller Anerkennung für die konkreten Ergebnisse und multimethodischen Perspektiven, verkennen nicht wenige Beiträge den grundlegenden Unterschied zwischen einer aufklärerisch-menschenrechtlichen Kritik und einer fremdenfeindlich-ressentimentgeladenen Hetze.