Rezensionen

Aus dem Blick einer liberalen Muslima

Dschihadistische Wege

BONN. (hpd) Die Islamwissenschaftlerin und Religionslehrerin Lamya Kaddor geht in ihrem Buch "Zum Töten bereit. Warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen" mit persönlichen Berichten und Kommentaren auf das Buchthema ein. Es handelt sich um kein wissenschaftliches Werk, gleichwohl stellt die Autorin die richtigen Fragen und kommentiert aus der Perspektive einer liberalen Muslima auch mit Kritik in Richtung der muslimischen Community.

Rezension

Weltuntergangsphantasien in der europäischen Geschichte

WEIMAR. (hpd) Da eine zusammenfassende Darstellung von europäischen religiös bedingten Weltuntergangsphantasien auf wissenschaftlichem Niveau bis dato nicht vorzuliegen scheint, hat sich der Historiker Peter Dinzelbacher diesem Thema mit der nun vorliegenden Studie zugewandt. Und er will das Thema eben nicht aus der Sicht der Theologie betrachten, sondern aus der von Geistes- und Mentalitätsgeschichte.

Rezension

Der Erfinder des Sadomasochismus

ZWICKAU. (hpd) Am 2. Dezember 1814 starb 74-jährig der französische Adelige Marquis de Sade. Im hpd erinnerte Horst Herrmann an ihn unter der Überschrift “‘Pornographie’ als Aufklärung”. Schon die Anführungsstriche betonen, dass umstritten ist, wie seine Schriften zu charakterisieren sind. Der Kulturwissenschaftler Horst Groschopp rezensiert die jüngst von Volker Reinhardt vorgelegte Biographie de Sades unter diesem Schwerpunkt.

Foto mit frdl. Genehmigung von Axiom Films

"Von Pferden und Menschen" - Kino aus Island

Blut im Auge

BERLIN. (hpd) Eine Geschichte "Von Pferden und Menschen" aus der Sicht der Pferde erzählen wollte der isländische Regisseur Benedikt Erlingsson mit seinem ersten großen Film, der jetzt in den deutschen Lichtspielhäusern startete. Das ist nicht ganz wörtlich zu nehmen. Aber in den Pferdeaugen spiegeln sich Schlüsselmomente und Corpora Delicti einer Saga voller elementarer Leidenschaften.

Rezension

"Menschen sind so was von merkwürdig!"

WEIMAR. (hpd) Angelika Stucke war dem Rezensenten bis dato nur als Autorin exzellent erzählter und höchst vergnüglich zu lesender Krimikomödien ein Begriff. Nun hat sie ein schmales Bändchen mit 51 Schnurren von/über ihrem/n Zwergdackel "Alfred vom Hexenkessel" vorgelegt. Und wieder überrascht Angelika Stucke angenehm, denn hierin geht es nicht um die ansonsten üblichen heiteren Tiergeschichten, sondern auch um ein gerüttelt Maß an Kirchen- und Religionskritik.

Bemerkungen eines Betroffenen zum "Dogmenwahn"

Ein Meilenstein der Kirchenkritik

STEISSLINGEN. (hpd) Nach der kongenialen Rezension dieses Buches durch Siegfried R. Krebs, die mit Zitaten belegt, was die Leistung von Heinz-Werner Kubitza ausmacht, bleibt mir nur noch, ergänzende Bemerkungen anzufügen.

Rezension

Der Tag, an dem das Geld verschwindet

BERLIN. (hpd) Wie lange wird das Wirtschaftssystem, wie wir es kennen, noch Bestand haben? Wann platzen die nächsten Banken-Blasen, wann krachen die Schuldenberge in sich zusammen und kollabieren die Wirtschaften? Wann wird das Geld keinen Cent mehr wert sein?