Kunst und Kultur

Theater Osnabrück

Das Thema "sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche" kommt in Osnabrück nicht auf die Bühne

Mit "Ödipus Exzellenz" sollte die neue Spielzeit am Theater Osnabrück eröffnet werden. Doch überraschend strich Intendant Ulrich Mokrusch das Stück aus dem Spielplan – um zu verhindern, dass "Elemente der katholischen Liturgie im Kontext eines Stückes über sexualisierte Gewalt und deren Vertuschung innerhalb der Kirche auf der Bühne" gezeigt werden. Eine Entscheidung, die für Diskussionen sorgt.

Ricarda Hinz und Jacques Tilly

Narren am Kreuz

Es erscheint wie ein Kunstwerk, das um ein anderes Kunstwerk gehüllt wird. Eine Satire, die eine andere Satire transportiert und multipliziert: Der Film "Kruzifix" über einen Skandal um einen Mottowagen im Düsseldorfer Karneval, der weit über die Grenzen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt hinausreichte. Ein Film, der auch nach knapp 30 Jahren bei seiner erneuten Aufführung am Dienstag im vollbesetzten Vortragssaal des Düsseldorfer Stadtmuseums die Besucher begeisterte. Der manch einen auch beklemmte, wie die Reaktionen auf den Film über den damals vor Wut schäumenden katholischen Teil der Stadtgesellschaft zeigten.

Kultur als ständige Aneignung

Der in Harvard lehrende Literaturwissenschaftler Martin Puchner wagt in seinem Werk "Kultur. Eine neue Geschichte der Welt" nicht weniger als eine Neuschreibung der Globalgeschichte – jedoch nicht entlang der gewohnten politischen oder wirtschaftlichen Linien, sondern durch die Linse der kulturellen Transferprozesse. Sein zentrales Argument: Kultur entsteht nicht aus Abgrenzung, sondern aufgrund von Durchlässigkeit. Nicht Identität, sondern Aneignung ist ihr Motor.

Weltpremiere des Films Ben Hur

Kino für Gott

Das Kino hat schon immer große Geschichten erzählt – über Liebe, Krieg, Verrat und Hoffnung. Kein Wunder also, dass auch die christliche Botschaft ihren festen Platz auf der Leinwand gefunden hat. Manche Filme tragen ihren religiösen Anspruch offen zur Schau, andere verstecken ihn geschickt hinter universellen Themen wie Erlösung, Vergebung oder Opferbereitschaft.

Salman Rushdie

25 Jahre Haft für den Rushdie-Attentäter

Mehr als 36 Jahre ist es her, dass der damalige iranische Revolutionsführer Ayatollah Khomeini zur Ermordung des britischen Autors Salman Rushdie aufrief. Vor knapp drei Jahren versuchte ein Mann, dieses Todesurteil umzusetzen, attackierte den Schriftsteller auf offener Bühne mit einem Messer. Rushdie überlebte schwer verletzt. Der Täter wurde jetzt von einem Gericht im US-Bundesstaat New York verurteilt.

Ahmad Rafi und Sarai Meyron mit Kunstwerk

Gemeinsame iranische und israelische Kunst

Die Gemeinschaftsausstellung "Check Your Dogma" von Sarai Meyron und Ahmad Rafi wurde vergangenen Freitag in den Räumen des "Bundes Offenbacher Künstler" (BOK) von Ricarda Hinz eröffnet. Die Vorstandsvorsitzende des Düsseldorfer Aufklärungsdienstes (DA!) und Beirätin der Giordano-Bruno-Stiftung erläuterte, warum die beiden Preisträger eines Düsseldorfer Wettbewerbs jetzt in Offenbach zu sehen sind.

Symbolbild

Kunst in Krisenzeiten

Die ständige Flut negativer und destruktiver Informationen macht uns zu schaffen. Unterschiedliche Berichterstattungen wirken auf uns ein. Zusätzlich verlangen unzählige Social-Media-Beiträge nach unserer Aufmerksamkeit. Nach und nach verlieren wir die Orientierung. Es bleiben Gefühle von Furcht, Wut, Weltschmerz und Ohnmacht. Genau in solchen Momenten kann Kunst aber einen wertvollen Beitrag dazu leisten, dass wir unser Leben wieder mehr vernunftbetont und ausgeglichener in die Hand nehmen. Kunst verschafft uns einerseits Ruhe, anderseits eine Grundlage zu einer sachorientierten und differenzierten Auseinandersetzung mit Themen und Problemstellungen.