Internationales

An alle, die glauben, dass es keine Diskriminierung von Atheisten gibt

Ein Großteil der Diskriminierung, die Atheisten an Orten wie Amerika erfahren, ist auf Misstrauen und Angst zurückzuführen, die auf Unwissenheit und Missverständnissen beruhen, so dass es schwierig ist, das Ausmaß der Diskriminierung zu erfassen; mehrere Erhebungen und Studien der letzten Jahre zeigen jedoch, dass es weltweit weit verbreitete und anhaltende Missstände gibt, die nicht ignoriert werden sollten.

Moschee in Malaysia

Steht Transgender im Widerspruch zum Islam?

Auch wenn bestimmte sexuelle und geschlechtliche Ausprägungen weniger häufig vorkommen als andere: per se verwerflich oder gar gefährlich sind sie deswegen nicht. In religiös geprägten Gesellschaften gelten jedoch etwa Transpersonen noch immer häufig als "nicht gottgewollt" oder anderweitig als vermeintlich "böse". Im islamisch geprägten Malaysia wurde das einer Transgender-Unternehmerin nun zum Verhängnis. Generell haben die dort lebenden Mitglieder der LGBTQIA-Community mit staatlichen Sanktionen auf Basis der Scharia zu kämpfen.

Im brasilianischen Urwald

Brasilien

Bolsonaro beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag angezeigt

Am vergangenen Dienstag hat die österreichische Initiative AllRise den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag angezeigt. Mit einem umfassenden Dossier soll aufgezeigt werden, dass die Umweltzerstörungen im Amazonas-Gebiet in den nächsten Dekaden globale Folgen haben und zahlreiche Menschenleben fordern werden.

Santiago de Chile

Im Konflikt mit Indigenen ruft Chiles Präsident den Notstand aus

Im Streit um Land und Autonomie zwischen Mapuches, Regierungen und der katholischen Kirche hat es immer wieder Verletzte gegeben, haben Menschen ihr Leben verloren. Nun hat Chiles Präsident Sebastían Piñera für 15 Tage den Notstand ausgerufen. Eine neue Verfassung für Chile, mit Beteiligung einer Angehörigen der Mapuche, soll entworfen und im nächsten Jahr zur Abstimmung gebracht werden.

Aus Protest: Schwuler schwedischer Priester verweigert Heterosexuellen die Ehe

Homophobie ist man aus der Kirche gewohnt. Erst in diesem Jahr betonte beispielsweise die vatikanische Glaubenskongregation noch einmal ihre Ablehnung der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare. Ein schwedischer Pfarrer hat den Spieß nun umgedreht: er weigert sich, heterosexuelle Menschen zu trauen. Damit will er die Kirche von Schweden zum besseren Schutz der Rechte queerer Personen bewegen.

Ist Kuba bereit zur Ehe für alle?

Mit einer umfassenden Änderung des Familienrechts will Kuba die gleichgeschlechtliche Ehe einführen. Während die geltende Verfassung die Ehe lediglich als "freiwillige Verbindung zwischen Mann und Frau" kennt, ist in der neuen Version von einer "freiwilligen Verbindung zwischen zwei Personen" die Rede, ungeachtet des Geschlechts. Der Gesetzentwurf muss nun zunächst das Parlament passieren, bevor die Bevölkerung in einem Referendum entscheidet. Mit dieser abschießenden Volksabstimmung ist im nächsten Jahr zu rechnen.

Symbolbild

Spanischer Exorzist verlässt die katholische Kirche für Autorin erotisch-satanischer Bücher

Die von Missbrauchs- und Immobilienskandalen gebeutelte katholische Kirche verliert mit Xavier Novell Gomà ihren Vorzeigebischof. Einst streng konservativer Exorzist und Gegner Homosexueller, hat er sich in eine Psychologin und Autorin erotisch-satanischer Romane verliebt und die Kirche für sie verlassen. Damit entfacht er nicht nur die Diskussion um den Zölibat und Exorzismen neu, sondern gibt auch der spanischen satanischen Vereinigung eine Bühne.

Die Mezquita-Catedral im spanischen Córdoba

Spanien: Aktion zur Rückgabe von Immobilien in Händen der Kirche

Über Jahrzehnte hinweg hatte die spanische katholische Kirche Immobilien auf ihren Namen eingetragen. Dabei waren Grundstücke und Wohnhäuser ebenso wie kulturell wichtige Orte. Privatpersonen und Städte, die versuchten, Immobilien zurück zu erhalten, sahen sich einem aussichtslosen Einsatz gegenüber. Ein Bündnis aus laizistischen und weiteren Organisationen fordert nun am heutigen 6. Oktober bei einer Veranstaltung vor dem Kongress die Rückgabe öffentlichen Gutes.

Wo es bei der Aufklärung von Kindesmissbrauch in Religionsgemeinschaften hapert

Großbritannien: Vergebung statt Anzeige?

Sie brüsten sich mit dem Anspruch, ethische Werte zu pflegen und weiterzuvermitteln. Doch hinter der Fassade moralischer Autorität erweisen sich religiöse Glaubensgruppen oft als Brutstätte von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen. Ein Schlaglicht auf die Situation in Großbritannien wirft nun der kürzlich veröffentlichte Bericht "Independent Inquiry into Child Sexual Abuse" (IICSA). Demnach kommt es in den meisten großen Religionsgemeinschaften des Landes zu sexueller Gewalt an Kindern.