vor Ort

Esther Schapira, Armin Pfahl-Traughber

Antisemitismus im Islamismus

Einen fundierten Überblick über die Geschichte des "Antisemitismus im Islamismus" bot der Politologe, Extremismusforscher und hpd-Autor Armin Pfahl-Traughber im Rahmen eines Themenabends des Arbeitskreises Säkulare der SPD Düsseldorf. Dabei wurden ideengeschichtliche Bedingungsfaktoren und reale Konsequenzen des islamistischen Antisemitismus genauso beleuchtet wie dessen soziale und gesellschaftliche Verankerung.

"Das klerikale Kartell" – Diskussion in Schwerin

Aktuell reist Helmut Ortner mit seinem neuen Buch "Das klerikale Kartell. Warum die Trennung von Staat und Kirche überfällig ist" auf einer Lesetour durch Deutschland. Auf Einladung von "Säkulares MV" war er auch in Schwerin zu Gast – dem wohl kirchenfernsten Ort seiner gesamten Reise. Gerhard Lein moderierte die Veranstaltung und schildert seine Eindrücke im hpd.

Die neue Fritz-Bauer-Stele in Stuttgart

Stuttgart hat jetzt eine Gedenkstele für Fritz Bauer

Am 15. April wurde in der Wiederholdstraße in einem gutbürgerlichen Viertel im Stuttgarter Norden unter den Augen von etwa 100 Personen eine nüchtern gestaltete Gedenkstele für Fritz Bauer enthüllt. In diesem Stadtteil wurde der spätere Generalstaatsanwalt 1903 geboren und wuchs dort auf. Die erste Initiative für die Stele ging von Schülerinnen des nahe gelegenen Eberhard-Ludwig-Gymnasiums aus, welches Bauer besuchte.

Gita Neumann und Dr. Christoph Turowski im Gespräch

Drei Jahre Haft für Suizidhilfe

Am 26. März wurden im Landgericht Moabit die Schlussplädoyers im viel beachteten Strafverfahren gegen Dr. Christoph Turowski (74) gehalten. Die mittelgradig depressive Isabell R. hatte sich mit seiner ärztlichen Hilfe das Leben genommen. Das gestern verkündete Urteil hing ausschließlich von der zu bewertenden Freiverantwortlichkeit der Suizidentin ab.

Erlaubter Heidenspaß an Karfreitag

Seit 2013 zeigt die Initiative Religionsfrei im Revier am Karfreitag den Film "Das Leben des Brian". Das Feiertagsgesetz von Nordrhein-Westfalen verbietet an sogenannten "stillen Feiertagen" alle "der Unterhaltung dienenden öffentlichen Veranstaltungen". Auch die Aufführung von mehr als 700 Filmen ist untersagt.

Veranstalter Armin Schmid vor einem der Plakate

Freigeistertanz Regensburg 2024

Stimmung, Ausgelassenheit und Tanzen geben einem nicht nur etwas, sie können auch ein Statement sein. Dem Bund für Geistesfreiheit (bfg) Regensburg liegt an einer weltanschaulichen Feier, bei der ausgiebiges Party-Machen als Aussage mit dazugehört. Er steht ein für weltlichen Humanismus mit Lebenszugewandtheit, Verbundenheit und angenehmen Empfindungen und setzt diesen dem von den Amtskirchen verfochtenen Christentum entgegen.

Ulla Bonnekoh

Suizidhilfe in Deutschland

Das Bundesverfassungsgericht erklärte am 26. Februar 2020 in einem wegweisenden Urteil den Strafrechtsparagraphen 217 für nichtig. Dieser hatte die Suizidhilfe hierzulande seit 2015 unter Strafe gestellt. Das Recht auf selbstbestimmtes Sterben schließe "die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen", so der Präsident des Verfassungsgerichts Andreas Voßkuhle in der Urteilsbegründung. Obwohl seit 2020 die Suizidhilfe in Deutschland wieder legal ist, gibt es vielerorts nach wie vor Unklarheit darüber, was erlaubt ist und was nicht.

Demo gegen das Tanzverbot am Gründonnerstag 2023 in München

Feiern gegen Tanzverbote!

Trotz Musik- und Tanzverbots in Bayern wird der Bund für Geistesfreiheit München (bfg München) an den sogenannten "Stillen Tagen" – Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag – wieder in zahlreichen Münchner Clubs und Bars feiern. Einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist es zu verdanken, dass auch 2024 ein buntes Programm mit Reden, Musik und Tanz stattfinden kann. Wir laden alle Menschen herzlich dazu ein, auf unsere Feste und Partys zu kommen.

Über 10.000 Menschen demonstrierten am Internationalen Frauentag in Berlin

Feministisch, Solidarisch, Gewerkschaftlich – unter diesem Motto gingen am 8. März, dem internationalen Frauentag, zahlreiche Demonstrierende in Berlin auf die Straße. Aufgerufen hatten neben dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung mehrere Organisationen, Vereine und Gewerkschaften, unter anderen medica mondiale, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die IG Metall.