Religionen

Wie viel Religion braucht der Staat?

Wie viel Religion braucht der Staat? Diese Frage wurde am Montag von den Diskussionsteilnehmern in der Münsteraner Petrikirche diskutiert. Thematischer Gegenstand der teils lebendigen Auseinandersetzung war das Verhältnis von Religionen und Staat in der Bundesrepublik Deutschland. 

Abschlussbericht der Kommission "Weltanschauungen, Religionsgemeinschaften und Staat" von Bündnis 90/Die Grünen

Religions- und Weltanschauungsfreiheit in der offenen Gesellschaft

Im November steht der grüne Bundesparteitag in Münster bevor. Üblicherweise weist der hpd nicht auf Parteitage der im Bundestag vertretenen Parteien hin. Doch in diesem Fall ist etwas anders: Auf dem Parteitag soll grundsätzlich über das Thema "Religions- und Weltanschauungsfreiheit in der offenen Gesellschaft" debattiert werden. Der grüne Bundesvorstand hat dazu bereits einen Grundsatzbeschluss vorbereitet.

Tolstojanismus als soziale Bewegung in den Niederlanden

Der Journalist und Lehrer Dennis de Lange beschreibt und analysiert in "Die Revolution bist Du! Der Tolstojanismus als soziale Bewegung in den Niederlanden" das im Untertitel genannte Phänomen. Dabei nutzt der Autor sowohl die Bewegungsforschung wie die Geschichtswissenschaft als Methode und kommt zu interessanten Ergebnissen zu einem eher exotischen Thema.

Mit Utopien von vorgestern kann man nicht die Probleme der Zukunft lösen

"Bedeutung und Perspektiven von Religion und Kirche in unserer Gesellschaft" – Zu diesem Thema fand am 29. Oktober im Rathaus Garbsen ein "Stadtgespräch" mit hochkarätiger Besetzung statt: Landesbischof Ralf Meister (Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers), Guido Wiesner (Präsident des Humanistischen Verbands Niedersachsen), Ingrid Wettberg (1. Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover) und Ali Faridi (Religionsgemeinschaft der Bahá'í und Mitglied des Vorstands des Hauses der Religionen in Hannover) diskutierten unter der fachkundigen Leitung von Sven Speer vom Forum Offene Religionspolitik und nahmen zu Publikumsfragen Stellung. Für den hpd berichtet Matthias Krause von der Veranstaltung.

Pluralistische Religionspolitik

Das Anwachsen der Gruppe der Konfessionsfreien und das Hinzukommen des Islam unterziehen die deutsche Religions- und Weltanschauungsfreiheit einer Prüfung, die zu einem reformierten Religionsrecht führen sollte, das kein herkömmliches Staat-Kirchen-Recht mehr sein kann. So die Tendenz von Hans Markus Heimann im vorliegenden Buch. Seine Vorschläge haben eine gewisse Nähe zu denen des HVD, den der Autor aber wahrscheinlich gar nicht kennt. Eine große Distanz zu "laizistischen Puristen" durchzieht die Publikation, die von Horst Groschopp im Folgenden rezensiert wird.

Religion und Schule in Zeiten wachsender kultureller Vielfalt

Die Zuwanderungsdebatte macht der Öffentlichkeit bewusst, dass die Zeiten der Vergangenheit angehören, in denen vorwiegend zwei Kirchen mit einem Buch das Wertegerüst unserer Gesellschaft bestimmten oder zu bestimmen meinten. Deutschland ist kulturell vielfältig, nicht nur wegen einer wachsenden Zahl an Flüchtlingen. Die einen begrüßen dies, bei anderen werden Ängste geweckt. Integration ist das Zauberwort, Zergliederung der Gesellschaft in kulturell und schlimmstenfalls auch räumlich getrennte Subkulturen mit Recht ein Schreckgespenst.

Ausschnitt Deckblatt

"Gott und die Welt. Religion macht Geschichte"

Bundespräsident Joachim Gauck ist Kirchenferne nicht gerade nachzusagen. So wundert es nicht, dass der aktuelle Geschichtswettbewerb, den er gemeinsam mit der Körber-Stiftung gestartet hat, unter dem Motto "Gott und die Welt. Religion macht Geschichte" steht. Doch der Text der Ausschreibung des Wettbewerbs ließe auch kritische Texte zu.

Petersplatz, gesehen von der Kuppel des Petersdomes

Exklusiv! Der Papst im hpd-Interview

Deniz Y. Dix ist "Gegenpapst" und Oberhaupt der Religionsgemeinschaft "Die RELIGION". In einem exklusiven hpd-Interview spricht er über die Glaubensgrundsätze seiner Religion, das lukrative Geschäft mit dem Aberglauben und über aktuelle Projekte.