Neurowissenschaften

"Symposium Kortizes" findet vom 1. bis 3. Oktober statt

Wie das Gehirn die Zeit erlebt

Für unser Zeitempfinden, die sogenannte innere Uhr, interessieren sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vieler Fächer, von Psychologie über Neurowissenschaften bis zur Philosophie. Zwölf von ihnen gewähren am kommenden Wochenende, 1. bis 3. Oktober, auf dem "Symposium Kortizes" einen Einblick in das, was wir heute über Neurowissenschaft und Zeiterleben wissen.

Interview

"Laut Umfragen sind über 90 Prozent der Menschen Dualisten"

Gibt es einen Dualismus von Leib und Seele, also einen vom Körper unabhängigen Geist? Ist mein Wille frei? Entscheide ich oder etwas in mir? Und wer oder was bin eigentlich "Ich"? Diese Fragen beschäftigen die Philosophie bereits seit Jahrhunderten. Antworten aus Sicht der modernen Hirnforschung gibt John-Dylan Haynes, Professor am Bernstein Center for Computational Neuroscience der Charité Berlin, im Interview mit hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg.

In einem der ältesten Teile unseres Gehirns:

Forschende lokalisieren das "Religionszentrum"

Vor einigen Jahren fand die Wissenschaft heraus, dass religiöse Glücksgefühle im gleichen Bereich des menschlichen Hirns verarbeitet werden wie physiologische Lust. Nun haben Forschende den zerebralen Ursprung religiöser und spiritueller Neigungen entdeckt, verborgen in einem Teil unseres Gehirns, der so alt ist, dass selbst Reptilien eine ähnliche Struktur besitzen: dem Periaquäduktalen Grau des Stammhirns.

"Symposium Kortizes" findet online statt

"Wo sitzt der Geist?": Debatten im virtuellen Raum

Seit Gründung des Instituts Kortizes 2017 gehört das jährliche Symposium zu den Highlights im Programm. Das Konzept: Ein langes Wochenende mit hochkarätigen Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung, die über Themen der Kognitions- und Neurowissenschaften diskutieren. Am übernächsten Wochenende, 13. bis 15. November, ist es wieder soweit – diesmal online.

Rezension

Was hält uns jung?

Nach mehrjähriger Pause haben Rainer Rosenzweig und Helmut Fink 2018 unter neuen Rahmenbedingungen wieder ein Symposium zur "Conditio humana" im Lichte der Neurowissenschaften veranstaltet – diesmal mit dem Schwerpunkt "Alter". Der vorliegende Band gewährt einen umfassenden Einblick in die dort gehaltenen Vorträge.

Wie eine christliche Bloggerin ihren Glauben verlor und dann wiederbeschaffte

"Ist Gott wirklich-wirklich?"

Die christliche Bloggerin Elizabeth Esther nimmt Medizin gegen ihre bipolare Störung – und wird zur Atheistin. Dann aber kommt der Hautausschlag...

Kasperl

Schon Schimpansen und Kleinkinder wollen unsoziales Verhalten bestrafen

Rache ist süß

Damit wir in Gemeinschaften zusammenleben können, müssen wir miteinander kooperieren. Um das zu organisieren, bestrafen wir Mitmenschen, wenn sich diese unkooperativ verhalten. Bisher war unklar, wann sich in uns der Antrieb entwickelt, dieses Verhalten zu bestrafen – und ob diese Eigenschaft eine rein menschliche ist. Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Kognitions- und Neurowissenschaften und für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben nun herausgefunden, dass bereits sechsjährige Kinder und Schimpansen unsoziales Handeln rügen wollen – und dafür sogar Kosten und Mühen auf sich nehmen, um selbst bei der Bestrafung dabei sein zu können.

neuronales Netzwerk der medialen entorhinalen Hirnrinde

Wissenschaftler entschlüsseln grundlegendes Verschaltungsmuster des Gehirns

Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind, ist noch immer weitgehend unbekannt. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht.