Künstliche Intelligenz

Mensch bleiben im Maschinenraum

Ob autonom fahrende Autos, Pflegeroboter, Sprachassistenten auf dem Smartphone oder Social Bots – Künstliche Intelligenz ist keine Science-Fiction, sondern übt schon jetzt großen Einfluss auf unser Leben aus. Beim "Stuttgarter Zukunftssymposium" wurden Risiken und Chancen der Zukunftstechnologie ausgelotet.

Der segnende Bless U-2

Umgebauter Geldautomat predigt und segnet

Digitalisierung ist die große neue Herausforderung! Für Konzerne, Parteien und Glaubensgemeinschaften gilt gleichermaßen: Nur, wer sich auf den neumodischen Schnickschnack einlässt, wird morgen noch einen Platz auf der Bildfläche finden. Ein Damoklesschwert, insbesondere im Nacken jener, die sich ohnehin schon "konservativ" schimpfen. Und wer den Aufsprung bislang nicht gewagt hat, bekommt dieser Tage die allerletzte Chance, sich ins elektronische Neuland vorzutasten.

Bildmotiv des Stuttgarter Zukunftssymposiums

"Mensch bleiben im Maschinenraum"

Die Entwicklung künstlicher Intelligenz ist rasant und brisant zugleich – und sie wirft viele ethische Fragen auf: Wie sollte sich ein autonomes Auto verhalten? Welche Regeln gelten für Roboter? Wie entwickelt sich die Arbeitswelt 4.0? Über diese und andere Kernfragen der Digitalisierung werden führende Köpfe aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik unter dem Motto "Mensch bleiben im Maschinenraum" auf dem "Stuttgarter Zukunftssymposium" am 23. und 24. November 2018 diskutieren.

Auf der Suche nach einer zukunftsfähigen Ethik

"Unsere ethisch-politischen Systeme hinken der technologischen Entwicklung weit hinterher", erklärte der Philosoph Michael Schmidt-Salomon in seiner Einführung in das "Frankfurter Zukunfts-Symposium", das am vergangenen Wochenende vom Ethikverband der Deutschen Wirtschaft und der Giordano-Bruno-Stiftung veranstaltet wurde. Aus diesem Grund haben die beiden Organisationen beschlossen, ein Netzwerk zu schaffen, das "rationale Maßstäbe für die Bewertung der Chancen und Risiken neuer Technologien" entwickeln soll.

"Alf"aus der gleichnamigen Fernsehserie

Wo sind die Außerirdischen?

In letzter Zeit mehren sich die Meldungen, dass erdähnliche Planeten in anderen Sonnensystemen gefunden wurden. Das nährt die Hoffnung, dass wir nicht allein im Kosmos sind. Es könnte sogar sein, dass es in unserer Galaxis nur so von intelligentem Leben wimmelt. Aber wenn das so sein sollte, stellt sich sofort die Frage, warum wir noch keinen Kontakt zu den Außerirdischen bekommen haben. Eine etwas nähere Betrachtung zeigt aber, dass wir uns da keine zu großen Hoffnungen machen sollten.

Der an der Universität Tokyo entwickelte humanoide Roboter Kotaro (2008)

Kommt die technologische Singularität?

Mit dem Begriff der technologischen Singularität wird die in naher Zukunft zu erwartende explosionsartige Vermehrung der künstlichen Intelligenz bezeichnet. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob sich die künstliche Intelligenz alle intellektuellen Fähigkeiten des Menschen aneignen kann. Wenn das wirklich eintreffen sollte, wäre es mit gewaltigen Auswirkungen auf unser Leben und unsere Gesellschaft verbunden. Manche befürchten gar eine Machtübernahme der Maschinen und damit dann womöglich das Ende der Menschheit.

Die Selbstüberwindung des Menschen – ein Nachruf und Kommentar

BERLIN. (hpd) "Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch – ein Seil über einem Abgrunde", schrieb Friedrich Nietzsche in der Vorrede von "Also sprach Zarathustra" und bezeichnete den Menschen als "Übergang". Am 9. März 2016 fand dieser Übergang sein symbolträchtiges Datum. Ein Computerprogramm hat einen der zurzeit weltbesten – menschlichen – Go-Spieler besiegt; und beim darauffolgenden Spiel am 10. März ebenfalls. Diese Niederlage ist der Beginn eines neuen Zeitalters.