Giordano-Bruno-Stiftung unterstützt den Aufruf des LSVD

"Frau Merkel, öffnen Sie die Ehe für alle!"

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OBERWESEL. (hpd/gbs) Auf der Konferenz "Give Peace A Chance" in Köln haben Vertreter der Giordano-Bruno-Stiftung zusammen mit irischen Säkularisten den sensationellen Erfolg des Referendums zur Gleichstellung von homosexuellen und heterosexuellen Partnerschaften in der Ehe gefeiert. Der Lesben-und Schwulenverband Deutschland (LSVD) hat zusammen mit "Campact!" eine entsprechende Initiative für Deutschland gestartet. Die Giordano-Bruno-Stiftung unterstützt diese Kampagne ausdrücklich.

Fast eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Iren hat bei der Volksabstimmung am vergangenen Wochenende dafür gestimmt, dass gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen. Damit ist Irland das erste Land der Welt, das durch einen Volksentscheid entschieden hat, dass Lesben und Schwule in der Ehe die gleichen Rechte besitzen und auch den gleichen Pflichten unterliegen wie Paare unterschiedlichen Geschlechts. Dieser Erfolg erschüttert auch hierzulande die Blockade der Ewiggestrigen, die bisher die Gleichstellung verhindern. Wie der LSVD meint auch die Giordano-Bruno-Stiftung, dass ein Ende des Eheverbots für lesbische/schwule Paare in Deutschland längst überfällig ist.

Jubel bei der Atheist Convention, als das Ergebnis der Abstimmung in Irland bekannt wurde
Jubel bei der Atheist Convention, als das Ergebnis der Abstimmung in Irland bekannt wurde (Foto: Facebook-Account Maryam Namazie)

Hier der Text des Appells, den der LSVD auf dem Portal Campact! veröffentlichte:

In Irland sagt eine große Mehrheit der Bevölkerung: Ja zu gleichen Rechten, Nein zu Homophobie und Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Liebespaare. In Deutschland will eine genauso breite Mehrheit, dass das diskriminierende Eheverbot für lesbische und schwule Paare endlich fällt. Auch die Anhänger/innen von CDU und CSU wünschen sich mehrheitlich die volle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Liebe.

Ich fordere Sie daher auf: Beenden Sie die Diskriminierung. Folgen Sie dem Beispiel Irlands und öffnen Sie die Ehe auch für lesbische und schwule Paare. Gleiches Recht auf Ehe für alle!

Unter campact.de/gleichstellung/ kann der Aufruf unterzeichnet werden.


Übernahme von der Webseite der GBS.

Kommentare (4)

valtental (nicht überprüft)

Mo. 1 Jun 2015 - 12:50

"Fast eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Iren hat bei der Volksabstimmung am vergangenen Wochenende dafür gestimmt,..."
Der Aussage ist falsch. Nicht "eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Iren", sondern der abstimmenden(!) Iren hat die Vorlage angenommen. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei 60,52%. Davon ergeben 62,07% Ja-Stimmen einen Anteil von rund 36% an allen Wahlberechtigten. Also ein Drittel der Iren hat die Verfassungsänderung befürwortet. Bei aller Freude sollte man bei den Fakten bleiben, und nicht ein Drittel zu zwei aufblasen. Quelle: http://www.referendum.ie/

Wolfgang Graff (nicht überprüft)

Mo. 1 Jun 2015 - 14:38

Antwort auf von valtental (nicht überprüft)

Deine Schlussfolgerung, liebe/r valtental ist ebenfalls nicht korrekt. Wenn etwa 30% der Iren für die Homoehe gestimmt haben, dann heißt das noch lange nicht, dass sie nur von 30% der Iren befürwortet wird. Die Meinung der Nichtwähler müsste vielmehr gesondert untersucht werden.

Damit ich mich nicht an Ihren Spekulationen über die Meinung der Nichtwähler beteiligen muss, präzisiere ich einen meiner Sätze: "Also ein Drittel der Iren hat die Verfassungsänderung [bei der Abstimmung] befürwortet." Ihr spekulativer Einwand ändert allerdings nicht an der von mir bemängelten Falschaussage des Artikels. Man kann nicht aus zähl- und überprüfbaren 38% mit journalistischer Unkenntnis einfach zwei Drittel machen.

Richtig!
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Wenn ein katholischer Ire partout gegen die Homo-Ehe ist, dann wäre er ganz sicher zur Abstimmung gegangen. D.h. lediglich ca. 38% von ca. 60% der Iren sind garantiert gegen die Homo-Ehe (also ca. 23% aller Iren, falls ich das richtig überschlagen habe). Der Rest ist entweder für die Homo-Ehe oder es ist ihnen egal (was auch eine indirekte Zustimmung ist).

Natürlich ist das ein Grund zur Freude. Und für die Katholiken habe ich einen Trost: Niemand wird durch das Gesetz gezwungen schwul zu werden und niemand wird daran gehindert, es zu sein. Ihr dürft also alle bleiben, wie ihr seid. Ist das sind wunderbar?

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