Internationales

Der Innenraum der Hagia Sophia

Erdoğan will Hagia Sophia reislamisieren

Sie war einmal die größte Kirche des Christentums, dann wurde sie zur Moschee und schließlich profanisiert: Die fast 1.500 Jahre alte Hagia Sophia in Istanbul. Seit geraumer Zeit arbeitet Staatspräsident Erdoğan daran, sie wieder in ein islamisches Gotteshaus zurückzuverwandeln. Jetzt soll ein Gericht entscheiden – und verweist auf ihn.

Gefängnisstrafe für Professor wegen Blasphemie

Wieder wurde in Pakistan ein Professor der Gotteslästerung beschuldigt und eingesperrt. Die "Vergehen", die in dem von der Scharia geprägten Land für eine Verurteilung ausreichen, würden es in Europa in keine Lokalzeitung schaffen. Dort sind hingegen landesweite Ausschreitungen und eine Lynchjustiz bei vermeintlich "zu harmlosen" Urteilen keine Seltenheit.

Südafrika: Erste Satanic Church eröffnet bei Kapstadt

Bereits im Februar bekam die erste Satanic Church ihre Registrierung als religiöse Organisation. Seitdem hat es viel Aufregung um die Kirche, ihre Mitglieder und mögliche Rituale gegeben. Die Gründer*innen Adri Norton and Riaan Swiegelaar haben sich nun mit ihrer eigenen Website und zahlreichen Medieninterviews an die Öffentlichkeit gewandt, um mit mittels "Satanic Panic" geschürten Vorurteilen aufzuräumen.

Wenn Männer schwanger werden könnten, gäbe es diese Diskussionen nicht.

Costa Rica: Die katholische Kirche und medizinisch notwendige Abtreibungen

In Costa Rica ist Abtreibung verboten. Ende letzten Jahres wurde jedoch ein Handlungsprotokoll zur einzigen Ausnahme von diesem Verbot, nämlich dann, wenn das Leben oder die Gesundheit der schwangeren Person in Gefahr ist, vom Präsidenten unterzeichnet. Da die hauptsächlich von Schwangerschaften Betroffenen natürlich zölibatär lebende Männer jenseits der 50 sind, hat sich die Bischofskonferenz an das Gesundheitsministerium und die Medien des Landes gewandt, um Einblick in das Protokoll zu erhalten.

"Allah existiert nicht"

Ende April wurde Mubarak Bala, Präsident der Humanistischen Vereinigung von Nigeria, verhaftet. Seitdem gibt es kein Lebenszeichen von ihm, selbst seinem Anwalt wird der Kontakt verweigert. Menschenrechtsaktivist Leo Igwe kritisiert die Verletzung von Balas Rechten und die Beschwichtigungspolitik der nigerianischen Behörden gegenüber dem Ausland.