Internationales

Dänemark diskutiert Zwang zu Predigtübersetzungen

Gottesdienste soll es nur noch in Landessprache geben. Das fordert die dänische Regierung. Die Gesetzesinitiative ist als Mittel gegen den radikalen Islam gedacht. Dagegen regt sich Widerstand – unter anderem bei Matthias Alpen, evangelischer Pastor der deutschen Minderheit, aber auch bei Lone Ree Milkær, Vorsitzende des dänischen Humanistischen Verbands.

Texas: Abtreibung nach Feststellung eines Herzschlags verboten

In den USA sind Abtreibungen bis zur 24. Schwangerschaftswoche legal möglich. Erstritten hatte diese Möglichkeit ein Grundsatzurteil von 1973. Konservative und streng Religiöse versuchen seitdem, das Urteil zu kippen. In Texas tritt heute ein Gesetz in Kraft, das eine Abtreibung nach Feststellung eines fötalen Herzschlags verbietet. Dies bringt ungewollt Schwangere in massive Bedrängnis.

Jungen und Mädchen lernten zuletzt gemeinsam in Afghanistan

"Afghanistan braucht eine säkulare Regierung"

Nach der Machtübernahme der Taliban müssen viele Menschen in Afghanistan um ihr Leben fürchten. Säkulare und Homosexuelle werden mit dem Tod bedroht, Mädchen und Frauen von Schule, Beruf und Universität verbannt, sonst drohen ihnen barbarische Strafen. Sie sind die ersten Opfer der Islamisten, beklagt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Indische Flagge

Soziale Netzwerke sperren Atheist Republic und Gründer Armin Navabi aus Indien aus

Die Non-Profit-Organisation (NPO) Atheist Republic und deren Gründer Armin Navabi stecken knietief im indischen Exekutivsystem fest. So tief, dass ihr Fall sogar Teil einer Verhandlung vor Indiens Verfassungsgericht ist. Seit einigen Monaten können indische Nutzer*innen weder auf Navabis Facebookseite noch auf die von Atheist Republic zugreifen. Wie konnte das passieren?

Mit einer Burka verschleierte Frau in Afghanistan

"Die Welt ist verantwortlich dafür, was in Afghanistan passiert"

Nach fast 20 Jahren Präsenz in Afghanistan haben die meisten NATO- und US-Truppen das Land am Hindukusch verlassen. Die radikalislamistischen Taliban konnten daraufhin beinahe "kampflos" die Macht übernehmen. Ihr Ziel: Die Gründung eines islamischen Gottesstaates. Aus Angst flohen in den Tagen nach der Machtübernahme zehntausende Menschen in Richtung Flughafen – die dramatischen Bilder gingen um die Welt. Doch was ist mit den Menschen, die noch immer in Kabul oder den ländlichen Provinzen ausharren? "Die internationale Gemeinschaft hat uns im Stich gelassen", sagt Farzana Kochai, 29-jährige afghanische Parlamentsabgeordnete, in einem emotionalen FaceTime-Telefonat mit Sven Lilienström, Gründer der Initiative "Gesichter des Friedens".

Strafe für illegalen Gottesdienst

Australien versucht, Infektionen mit dem Coronavirus durch strenge Regeln einzudämmen. Diese gelten auch für Gottesdienste, die nur im Livestream übertragen werden dürfen. In Blacktown in der Metropolregion Sydney wurden nun etwa 60 Personen bei einem illegalen Gottesdienst erwischt. Priester sowie Gläubige erhielten Geldstrafen, die Kirche wurde zudem unter einen siebentägigen Bann gestellt. Es ist nicht das erste Mal, dass religiöse Gruppen gegen Auflagen verstoßen und ihre Mitglieder gefährden.

Katholische Kirche handelt schnell und entschlossen im Fall "Grindr"

Sex ist in der katholischen Kirche ein heikles Thema. Besonders dann, wenn es sich um gleichgeschlechtlichen Sex handelt. Dies musste jüngst auch der US-amerikanische Priester und Generalsekretär der dortigen Bischofskonferenz Jeffrey Burrill am eigenen Leib erfahren. Aufgrund von "möglicherweise unangemessenem Fehlverhalten" trat er von seinem Amt zurück. Der Grund: Burrill wurde mit der Homosexuellen-Dating-App "Grindr" auf dem Handy erwischt.

Symbolbild

Vierter Jahrestag des Genozids an den Rohingya

Heute jährt sich der Genozid an den Rohingya in Myanmar zum vierten Mal. Noch immer leben bis zu eine Million Geflüchtete unter katastrophalen Bedingungen in riesigen Lagern – ohne Hoffnung auf Besserung, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in einer Pressemitteilung kritisiert. Nach dem Putsch des myanmarischen Militärs Anfang des Jahres stünden die Chancen auf substanzielle Fortschritte äußerst schlecht.

Frauen gegen Taliban

Nachdem die Taliban die Macht in Afghanistan übernommen haben, sorgt man sich um die Frauen im Land. Die internationale Initiative "Women against Taliban", die auch vom Zentralrat der Ex-Muslime in Deutschland unterstützt wird, ruft deshalb zur Hilfe für Frauen in Afghanistan auf.

Was der Erfolg der Taliban langfristig bedeutet

Alle reden vom misslungenen Afghanistaneinsatz, den Sieg der Taliban und über die kurzfristigen Folgen. Das ist gut und richtig. Allerdings sollte man auch jetzt schon mal einen Blick auf die langfristigen Folgen richten. Der Frage nachgehen, was der Erfolg der Taliban langfristig bedeutet. Auch für uns in Deutschland. Ein Kommentar von Lale Akgün.