Internationales

Indonesierin muss ins Gefängnis, weil sie die Gebetsrufe zu laut fand

Mach dich mal locker, Gott

In Indonesien ist eine Frau zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Wegen Blasphemie. Weil sie die Gebetsruf-Lautsprecher der benachbarten Moschee zu laut fand. Einmal mehr darf man sich wundern: ob Gott wirklich so leicht eingeschnappt ist.

Kommentar

Vom verweigerten Handschlag zur Abschottung

Einem muslimischen Ehepaar wurde in der Schweiz die Einbürgerung verwehrt. Aus religiösen Gründen hatte sich das Paar während des Gesprächs mit der Einbürgerungskommission geweigert, Personen des jeweils anderen Geschlechts die Hand zu schütteln und deren Fragen zu beantworten.

Missbrauchsskandal Chile

Hausdurchsuchung bei Chilenischer Bischofskonferenz

Seit Monaten wird Chile von der Aufdeckung hunderter Missbrauchsfälle durch kirchliche Würdenträger erschüttert. Nun endlich greift die Justiz in kirchliche Belange ein, um nach Dekaden der Vertuschung durch hochrangige katholische Amtsträger aber auch Teile der Bevölkerung Durchsuchungen und die Beschlagnahmung von Unterlagen durchzuführen.

Österreich

Asyl nur mit schwuler Kleidung

Homosexualität ist für viele Menschen in muslimischen Ländern ein Grund zur Flucht. Als Asylgrund wird sie in Europa üblicherweise anerkannt. Ein österreichischer Beamter lehnte den Asylantrag eines homosexuellen Afghanen nun jedoch ab. Die Begründung: Der junge Mann entspricht nicht den stereotypen Vorstellungen des Beamten von Homosexuellen.

Rezension

Endstation Brexit

Ein junger Historiker – nach eigener Definition "Geschichtenerzähler" – lädt ein, ihn auf einer unterhaltsamen Reise durch die Geschichte (Groß)Britanniens zu begleiten. Von den dunklen Anfängen bis zum Brexit, den er als vorläufigen Höhepunkt einer immer unberechenbar gebliebenen Mentalität "dieses merkwürdigen Inselvolkes" wahrnimmt, wobei er zeigen will, dass es in dessen Geschichte bereits zahlreiche ähnliche Weggabelungen mit wechselhaften Beziehungen zu Europa gab und der Brexit somit auch keine allzugroße Überraschung darstellt.

Warschau

Notizen aus Polen

Nationalisten "ehren" die Aufständischen

Am 1. August um 17:00 Uhr vor 74 Jahren ist der Warschauer Aufstand ausgebrochen. Die Verluste der 63 Tage Kämpfe waren immens. 18.000 Kämpfer und 180.000 Zivilisten wurden getötet oder vermisst, rund 25.000 verletzt. Die deutschen Verluste: 16.000 tote oder vermisste Soldaten und 9.000 Verletzte. Die überlebenden Warschauer wurden aus der Stadt vertrieben und die Besatzer begannen damit, Haus um Haus zu zerstören.