Gesellschaft

"Pegida" in Dresden

Versagen die Humanisten bei den Themen Fremdenhass und Terror?

BERLIN. (hpd) Fast ein Monat ist vergangen seit den (neutral formuliert) "Ereignissen" von Köln. Mehr oder weniger länger her sind die Terrorakte in Ankara, Beirut, Paris und an anderen Orten. Aus der humanistischen Szene hat man dazu bislang so gut wie keine Analysen und Bewertungen vernehmen können, die diese Bezeichnung tatsächlich verdienten.

Flüchtlingsunterkunft Winsstraße

"Ich fühlte mich so allein gelassen."

BERLIN. (hpd) Die Hilfe für die vielen tausend Flüchtlinge, die in Berlin eingetroffen sind, ruht zum überwiegenden Teil auf den Schultern von freiwilligen Helfern. Ohne diese Menschen, die Zeit, Sachmittel, Geld und vor allem auch Nerven aufbringen, wäre die Stadt kaum in der Lage, die Versorgung der Flüchtlinge auch nur notdürftig sicherzustellen. Umso schwerer wiegt der Vorwurf, den Betroffe gegenüber dem Humanistischen Pressedienst äußerten: freiwillige Helfer werden gemobbt, denunziert und sogar gefährdet.

Wachstum - und kein Ende?

BERLIN. (hpd) In der Schule erfährt mancher von einem Experiment, bei dem sich die Zahl gewisser Einzeller in einer Petrischale in 20 Minuten verdoppelt. Dann wird eine schaurige Vision entwickelt, wonach diese Spezies in erstaunlich kurzer Zeit die Erdoberfläche kniehoch besiedelt. Analog dazu hat schon mancher Mathelehrer Schüler dazu angeregt, einen Zeitungsbogen 40 mal zu falten, verbunden mit der Frage, wie oft das Ergebnis dann um die Erde reichen würde. Geht beides nicht? Aber mit dem Wirtschaftswachstum ist das etwas anderes. Sicher.

Tanzverbot in Schleswig-Holstein eingeschränkt

BERLIN. (hpd) In Schleswig-Holstein darf künftig auch am Volkstrauertag und am Totensonntag ab 20 Uhr das kulturelle Leben uneingeschränkt stattfinden. Auf Initiative der Piratenpartei schränkte der Landtag das bisherige Verbot von Musik, Unterhaltung und Vergnügen auf öffentlichen Veranstaltungen an "stillen Feiertagen” ein.

Gewalt aus evolutionstheoretischer Sicht

BONN. (hpd) Der Biowissenschaftler Franz M. Wuketits legt mit "Mord. Krieg. Terror. Sind wir zur Gewalt verurteilt?” eine Gewaltgeschichte der Menschheit aus evolutionstheoretischer Sicht vor. Der Autor liefert dabei erneut einen Beleg für den Erkenntnisreichtum dieser Perspektive, macht auch die Bedeutung der Ideologie als gewaltverstärkendes Moment aufmerksam, hätte aber auch noch etwas über gewaltminimierende Haltungen und Strukturen schreiben können.

Gewinnwarnung? Vor Gewinn muß keiner warnen

BERLIN. (hpd) Was ist Gewinn? Ganz einfach: Wenn am Ende mehr im Pott ist als am Anfang. So kann man es hören, wenn man die Frage auf das Wesentliche bezogen wissen will. So soll es auch hier sein. Die fein verästelten Erwägungen, die sich ergeben, um allen im Leben auftretenden Varianten und Sichtweisen gerecht zu werden, bleiben anderen Notizen vorbehalten. Hier soll es mit Goethe um "des Pudels Kern”  gehen oder mit den Ferengi um die "guten Sachen in den kleinen Schachteln”.

Eine ehrliche Debatte über die Rechte von Frauen? Von wegen!

BERLIN. (hpd) In der Silvesternacht kam es an verschiedenen öffentlichen Orten zu sexuellen Übergriffen auf Frauen. Viele der gesellschaftlichen Akteure, welche in der aktuellen Debatte meinen, dass Frauen stärker vor sexualisierter Gewalt geschützt werden müssen, sprechen in anderen gesellschaftspolitischen Bereichen Frauen das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung ab.

Ellis Island

Vergessene Flüchtlinge (1)

BERLIN. (hpd) Die Flüchtlingsfrage wird hierzulande das beherrschende politische Thema 2016 und auch in den folgenden Jahren sein. Dabei ist die Flüchtlingskrise geschweige keine deutsche oder europäische Frage. Nur hat die westliche Welt sich seit Jahren weggeduckt und gehofft, mit einigen Millionen Euro humanitärer Hilfe werde sich das Problem schon irgendwie von allein lösen. Diese Politik konnte nicht erfolgreich sein.