Slowakei
Für Homosexuellen-Rechte votiert
Die Slowaken haben am Wochenende für die Rechte Homosexueller votiert. Ein Referendum einer kirchennahe Initiative in der Slowakei sah die traditionelle Familie bedroht.
Das Referendum der Initiative, das die Rechte Homosexueller in der Slowakei dauerhaft beschneiden sollte, ist klar gescheitert. "Nach den am Sonntag verkündeten offiziellen Ergebnissen erreichte die von der kirchennahen 'Allianz für die Familie' durchgesetzte Abstimmung nur eine Beteiligung von 21,4 Prozent. Um gültig und damit zugleich bindend für das Parlament zu sein, hätten über 50 Prozent der Stimmberechtigten teilnehmen müssen."
Die katholischen Bischöfe, die in den Kirchen des Landes eine massive Kampagne zur Unterstützung des Referendums geführt hatten, gestanden ihre politische Niederlage bereits ein.
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Je suis Slovaque!
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Die Überschrift "Für
Die Überschrift "Für Homosexuellen-Rechte votiert" verdreht die Tatsachen komplett. "Für Homosexuellen-Rechte" haben lediglich rund 10% der Abstimmenden (21,4%) votiert, was 2% aller Abstimmungsberechtigten entspricht. Etwas wenig Engagement für die Rechte Homosexueller... Die Initianten sind also nicht an "votierenden" Gegenstimmen gescheitert, sondern schlicht an einer Beteiligungsklausel von 50%. In der Schweiz oder Bayern wären sie dagegen erfolgreich gewesen, denn dort zählt auch bei Verfassungsänderungen einfach die Mehrheit der abgegebenen Stimmen.