Internationales

Afghanische Moderatoren trugen aus Solidarität Masken.

#FreeHerFace: Afghanische Moderatoren solidarisieren sich

Die radikal-muslimischen Taliban fordern, dass sich alle Frauen in Afghanistan verhüllen – das betrifft selbstverständlich auch TV-Journalistinnen. Dass Moderatorinnen nun mit Burka die Nachrichten verlesen sollen, löst Empörung aus. Aus Solidarität haben die männlichen Kollegen die Kampagne #FreeHerFace gestartet und aus Protest auch ihr Gesicht maskiert. Nicht nur unter Journalist*innen unterstützen den Hashtag.

Nigeria

Nach Blasphemie-Vorwurf getötet und verbrannt

Nach einer hitzigen Diskussion mit einem muslimischen Geistlichen wurde in der nigerianischen Hauptstadt Abuja ein 30-jähriger Mann von einem wütenden Mob der Blasphemie bezichtigt, geschlagen und angezündet. Er ist bereits der zweite Blasphemie-Tote in Nigeria im Verlauf der letzten Wochen.

Die "January 6th Hearings"

Trumps Verbrechen

Donald Trump hat den US-amerikanischen Staat und seine eigenen Wähler*innen über den Tisch gezogen. Dieses Zwischenfazit zieht das aus Abgeordneten beider Parteien zusammengesetzte Komitee zur Aufarbeitung der Ausschreitungen am 6ten Januar in Washington, D.C. nach den ersten drei Anhörungen. Mehr als 250 Millionen Dollar hat Trump nach der vergeigten Wahl von seinen Unterstützer*innen eingesammelt, angeblich, um das Ergebnis anzufechten. Doch der versprochene Fond existiert offenbar gar nicht.

Supreme Court Building in Washington, D.C.

USA: Oberster Gerichtshof hebelt Urteil zu Recht auf Abtreibung aus

Am 24. Juni 2022 kippte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika das "Roe v Wade"-Gerichtsurteil, welches seit seiner Entscheidung 1973 Schwangeren das Recht auf Abtreibung sicherte. Die religiöse Rechte feiert, während unzählige Menschen gegen die Beschneidung reproduktiver Rechte protestieren. Ein Blick in Länder mit Abtreibungsverboten zeigt, wie die Situation in den USA in Zukunft aussehen könnte. Hinzu kommt, dass ein Verbot der Abtreibung nur ein erster Punkt sein könnte, dem die Beschneidung weiterer Rechte folgen könnte.

Symbolbild

Kenia: Atheistischer Verein fordert vermeintliche Wunder-Wasserreinigerin heraus

Während einer Gebetssitzung mit Geistlichen der evangelischen Kirche behauptete die kenianische Vizepräsidenten-Gattin Rachel Ruto effekthascherisch, schmutziges Wasser mit der Kraft ihres Glaubens gereinigt zu haben. Das stimmt Menschen, die nicht von der Existenz übernatürlicher Kräfte ausgehen, skeptisch. So auch einen atheistischen Verein in Kenia, der sie prompt um eine Wiederholung ihrer Tat bittet, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Vermöge sie dies nicht, solle sie besser aufhören, die Öffentlichkeit zu täuschen, meint die Initiative.

Goya: Der Heilige Franziskus Borgia führt einen Exorzismus durch

US-Behörden ermitteln

Kleinkind stirbt bei Exorzismus

Weil ihr Kind bei einem Exorzismus verstorben ist, wird derzeit gegen eine Mutter in der kalifornischen Stadt San Jose ermittelt. Wie die Tageszeitung San Jose Mercury News berichtet, ist die dreijährige Arely Naomi Proctor im Verlauf des zweistündigen Rituals erstickt.

Neue "Erklärung des modernen Humanismus" verabschiedet

1952 wurde der internationale Dachverband humanistischer Organisationen Humanists International als International Humanist and Ethical Union (IHEU) in Amsterdam gegründet. Bei der diesjährigen Generalversammlung am 5. Juni anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Organisation verabschiedeten die Humanists International eine neue Erklärung des modernen Humanismus, die die sogenannte "Amsterdamer Erklärung" von 2002 ersetzt. Der hpd gibt die neue Erklärung hier in deutscher Übersetzung wieder.