Das wir uns die Offenheit zum Überdenken und Infragestellen bewahren müssen, ist (hoffentlich) eine Binse. Doch sollte die Leitplanke zu daraus resultierenden, besseren Ergebnissen immer die Realität sein. Die Frage, die also bleibt, ist: Was ist die Realität?
Das ist das, was nicht verschwindet, auch wenn niemand daran glaubt. Religion und andere Esoterik, auch vermeintlich moderne Weltbilder, die jedoch Ideologien entspringen, verschwinden, wenn niemand daran glaubt. So wie viele tausend Ideologien der Vergangenheit verschwunden sind.
Folgt eine Erkenntnis einem kontinuierlichen Strom, dann hat sie einen Realitätsgehalt, bis zum Beleg des Gegenteils. Ideologien kommen und gehen, sind Moden unterworfen, egal, als wie wichtig und richtig sie in "ihrer" Zeit empfunden wurden. Da sind für mich keine Umfragen maßgeblich oder dubiose "Studies", sondern eben die Qualität der Abbildungsfähigkeit der Realität.
Ein gewisser Aberglaube wird wohl immer existieren, weil er auch einem menschlichen Bedürfnis entspricht. Aber die großen, politischen Pflöcke sollten nach rein rationalen Motiven eingeschlagen werden. Die Ergebnisse einer solchen Politik wären belastbarer und leichter zu vermitteln, weil sie nicht eine Legislatur später umgekehrt werden müssen.
Entsprechend muss Bildung dem Ideal der Realitätserkennung folgen, um Schülern das Rüstzeug mitzugeben, ihren Beitrag zum Erhalt der Welt als lebens- und liebenswerten Raum leisten zu können...