Rezension

Willkommen im Jenseits

BERLIN. (hpd) Wenn hierzulande von jüdischer bzw. israelischer Satire die Rede ist, dann fällt dem Durchschnittsbürger eigentlich nur ein Name ein: Ephraim Kishon. Der Name des 1942 geborenen Arztes Theodor Much ist dagegen so gut wie unbekannt.

Das Leben als Kunstwerk

(hpd) Die Quintessenz dieses leicht und flüssig lesbaren sowie übersichtlich gegliederten Werkes bringt der Autor selbst auf den Punkt: "Im Zurückdrängen oder Abwürgen der gefühls­mäßigen, sozialen und ethischen Bestand­teile seines Wesens liegt die Gefahr des Voll­blut-Naturwissen­schaftlers".

Kultur, Identität und Menschenrechte

(hpd) Von großer Aktualität sind die Beiträge des Sammelbandes, den der tunesische Philosoph Sarhan Dhouib herausgegeben hat. Sie gehen die Fragen unserer Zeit, die des Zusammenlebens, des Dialogs der Kulturen, der Identität, der Migration und der Menschenrechte aus einer transkulturellen, mehrstimmigen Perspektive an.

Unklare "Weltanschauungsfreiheit"

(hpd) Wer sich für grundrechtliche Garantien im Themenbereich "Religion und Weltanschauung" interessiert, wird bei diesem ungewohnten Titel hellhörig. Denn üblicherweise spricht man zusammenfassend von Religionsfreiheit, höchstens und genauer von Religions- und Weltanschauungsfreiheit.

Personenkult im 20. und 21. Jahrhundert

(hpd) Der von Thomas Kunze und Thomas Vogel herausgegebene Sammelband "Oh Du, geliebter Führer. Personenkult im 20. und 21. Jahrhundert" präsentiert eine Fülle von Fallstudien zur öffentlichen Huldigung von meist diktatorisch agierenden Politikern. Den überaus interessanten Texten hätte aufgrund ihrer doch mehr beschreibenden Ausrichtung indessen ein Mehr an Analyse und Systematik gut getan.

Machtfaktor Religion

(hpd) Die Herausgeber haben einen interessanten Band vorgelegt. Einige der Autoren sind evangelische Theologen und der Band wurde u.a. wesentlich von der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern bezuschusst. Die Gesamttendenz der Aufsatzsammlung ist aber erfreulich kritisch.

Humanismus – erneut beerdigt

(hpd) Wieder einmal wird der Humanismus zu einem ausgelaufenen Projekt erklärt, diesmal durch Florian Baab. Sein kürzlich erschienenes Buch "Was ist Humanismus?" ist die gedruckte Dissertationsschrift mit einigen Fehlern, grundsätzlichen und ganz bedauerlichen, aber einer lehrreichen Analyse.

Die letzten Tage der Eule

(hpd) Die letzten Tage der Eule – die Eule ist das Symbol für Weisheit und Philosophie der antiken griechischen Kultur – beleuchtet die Zeit, die man heute in Europa als den Beginn des düsteren Mittelalters einstuft.

Übersetzungen und Über Setzungen

(hpd) Der Alibri-Verlag hat jetzt in Buchform drei Gespräche herausgebracht, die der in Marokko geborene Geisteswissenschaftler Rachid Boutayeb und der deutsche Literat Michael Roes bereits im Jahre 2010 geführt haben. Ein Zitat aus biblischen Texten gibt den Einstieg in diesen Dialog.

Über die fehlerhafte Natur

(hpd) Intuitiv haben wir Menschen das Gefühl, in einer statischen und perfekten Welt zu leben, die unseren Bedürfnissen entsprechend konstruiert ist. Während unserer individuellen Entwicklung benötigen wir so viel Kraft und Anstrengung, uns ihren Regeln anzupassen, dass wir kaum Zeit haben darüber nachzudenken, warum alles so ist, wie es ist und nicht aber ganz anders.