Menschen

Lebenssinn und der Mut zu sich selbst

Die Frage nach dem Lebenssinn ist keinesfalls akademisch. Sie sucht nach Zusammenhängen, konstruktiven Bezügen und praktischen Orientierungen. Der Mensch ist ein biologisches Wesen und als Ergebnis der Evolution mit Stärken und Schwächen ausgestattet. Er hat sich in Anpassung an die vorherrschenden Bedingungen entwickelt und sich von einer ausschließlichen Gebundenheit an Instinkte gelöst.

Kolumne: Sitte & Anstand

Meine Nägel gehören mir

Dürfen Männer sich die Fingernägel lackieren? Wenn sie es tun, was wollen sie uns damit sagen? Begehen sie gar einen Akt böser kultureller Aneignung? Unser Kolumnist pustet auf all diese Fragen.

Rezension

Im Grunde gut

Wie ist er denn nun, der Homo sapiens: moralisch gut? Oder eher schlecht? Die Frage stellen sich die Menschen wohl schon Urzeiten. Je nachdem, bei dem Problem kommen die Anthropologen, Philosophen, Psychologen, Soziologen oder Theologen, auch heute zu ganz unterschiedlichen Auffassungen. Der junge niederländische Historiker und Journalist Rutger Bregman gibt auf 480 Seiten die Antwort.

Kommentar

Alle bekloppt

Corona-Panik, Hamsterkäufe und Europas menschenverachtende Flüchtlingspolitik bestimmen gegenwärtig die Berichterstattung. Ist die Menschheit noch zu retten oder einfach nur hoffnungslos bekloppt, fragt hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg.

Der moderne Mensch unterschied sich grundlegend von anderen Homininen

Homo sapiens’ Erfolgsgeheimnis

Eine neue Studie sieht das größte Erkennungsmerkmal unserer Spezies nicht in dem besonderen Umgang mit Symbolen oder in einem dramatischen kognitiven Wandel, sondern in ihrer einzigartigen ökologischen Stellung als Generalist und Spezialist in einem. 

Großer Backenzahn aus dem Oberkiefer eines Neandertalers aus Spy in Belgien.

Erbgutanalysen von fünf späten Neandertalern geben neue Einblicke in dessen Populationsgeschichte

Neue Einblicke in die späte Geschichte des Neandertalers

Forscher am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben die Genome von fünf Neandertalern sequenziert, die vor 39.000 bis 47.000 Jahren lebten. Den Analysen zufolge sind diese späten Vertreter ihrer Art enger mit den Neandertalern verwandt, die Erbgut zu unseren modernen menschlichen Vorfahren beigetragen haben, als ein älterer Neandertaler aus dem Altai-Gebirge, dessen Genom die Forscher zuvor sequenziert hatten. Die neue Untersuchung liefert auch Hinweise darauf, dass gegen Ende der Neandertaler-Geschichte ein Bevölkerungsaustausch stattgefunden hat.

Miniaturwerkzeuge aus Feuerstein

Forschungsteam findet Verbindungen von steinzeitlichen Bewohnern

Älteste menschliche Genome aus Afrika analysiert

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung mehrerer Max-Planck-Wissenschaftler hat Genome menschlicher Überreste aus Marokko sequenziert, die rund 15.000 Jahre alt sind. Es handelt sich dabei um die älteste Kern-DNA aus Afrika, die jemals erfolgreich analysiert wurde. Das genetische Erbe der aus der Mittleren Steinzeit Afrikas stammenden Menschen ähnelt teilweise dem der damaligen Bevölkerungsgruppen im Nahen Osten, teilweise gleicht es dem von Menschen, die heute südlich der Sahara leben.

Höhlenmalerei in der Höhle La Pasiega (Sektion C). Das leiterartige Gemälde aus waagrechten und senkrechten Linien (Mitte links) ist über 64.000 Jahre alt und muss daher von Neandertalern stammen.

Bereits vor mehr als 64.000 Jahren schufen Neandertaler auf der Iberischen Halbinsel Höhlenmalereien

Neandertaler dachten wie wir

Vor wenigstens 70.000 Jahren hat Homo sapiens durchbohrte Muschelschalen und Farbpigmente benutzt. Vor etwa 40.000 Jahren hat er in Europa mobile Kleinkunst, Schmuck und Höhlenkunst geschaffen. Neandertaler schienen zu solchem Verhalten dagegen nicht in der Lage. Mithilfe der Uran-Thorium Datierung konnte ein internationales Forscherteam nun nachweisen, dass Neandertaler schon vor über 115.000 Jahren symbolische Objekte hergestellt und mehr als 20.000 Jahre vor der Ankunft moderner Menschen in Europa Höhlenkunst geschaffen haben. Die geistigen Fähigkeiten der Neandertaler müssen unseren eigenen demnach ebenbürtig gewesen sein.

Zebras legen bis zu 500 Kilometer zurück

Rückgang von Tierbewegungen in menschlich beeinflussten Landschaften festgestellt

Menschen schränken Tierwanderungen ein

Der Mensch greift in die Landschaft ein – durch Städtebau und Straßen, landwirtschaftliche Nutzflächen sowie den Abbau von Rohstoffen. Welche Auswirkungen hat dieser menschliche Einfluss auf Tiere und ihre Lebensräume? Mit Hilfe von GPS-Bewegungsdaten von mehr als 800 Tieren wiesen Wissenschaftler nun weltweit einen Rückgang von Tierbewegungen in Gebieten fest, die vom Menschen beeinflusst sind.