Erinnerung

Friedhof

20 Jahre Humanistischer Pressedienst

Manche gingen leider für immer

In diesem Jahr feiert der Humanistische Pressedienst (hpd) sein 20-jähriges Jubiläum und lässt Ereignisse aus dieser Zeit Revue passieren. Der frühere Chefredakteur Frank Nicolai arbeitet seit Mitte 2009 für den hpd und hat seitdem viele Menschen im Umfeld der Redaktion kommen und gehen sehen. Manche gingen leider für immer. Eine persönliche Rückschau.

Helmut Ortner

Interview

"Die AfD möchte die NS-Zeit entsorgen…"

In einer Zeit, in der rechte Populisten und die AfD die deutsche Erinnerungskultur beenden möchten, wendet sich Helmut Ortner gegen jede Verharmlosung und Relativierung der NS-Vergangenheit. Die "Entsorgung" der NS-Zeit" will er nicht akzeptieren.

Tafel an der Gedenkstätte

Deutschland und die Geschichte der Euthanasie

Pirna: Wo das Vergessen zu Hause ist

Deutschland tut sich unter anderem deshalb mit dem Thema Sterbehilfe so schwer, weil es eine sehr unrühmliche Vergangenheit hat. Im "Dritten Reich" wurden Menschen, die nicht in das Menschenbild der Zeit passten, aussortiert und letztlich ermordet. So auch in Pirna, einer pittoresken Stadt in Sachsen.

Wolfram Kastner mit dem provisorischen alternativen Straßenschild

Generalprobe für einen Edith-Jacobson-Damm in Berlin

Umbenennen!

Die "Initiative Edith Jacobson" probte am 10. April in der Bundeshauptstadt Berlin die Umbenennung des drei Kilometer langen Hindenburgdamms in Edith-Jacobson-Damm. Hierzu schrieb der Aktionskünstler Wolfram Kastner einen Text, den der hpd in voller Länge veröffentlicht.

Filmvorführung in der Stadthalle Haßfurt

Erinnerung an Karlheinz Deschner in seiner Heimatstadt

Das Kulturforum der Stadt Haßfurt hatte zur Feier von Karlheinz Deschner eingeladen und 70 Menschen kamen in die kleine Stadthalle. Deschner, Schriftsteller, Aufklärer, Provokateur, wäre am 23. Mai 2024 100 Jahre alt geworden. Und die Haßfurter freunden sich immer mehr mit dem "Außenseiter" an.

MIZ 4/24 erschienen

Ernüchternde Aussichten: Die Bundestagswahlprogramme

Kurz vor der Bundestagswahl gleicht das aktuelle Heft der MIZ die Aussagen der im Bundestag vertretenen Parteien mit der "Wunschliste" der säkularen Verbände ab. Dabei stellt sich heraus, dass für die nächste Legislaturperiode kaum Hoffnung auf Veränderungen besteht: Die Parteien befassen sich insgesamt deutlich weniger mit religionspolitischen Fragen als vor vier Jahren.

Straßenpflaster-Portrait von Karlheinz Deschner

Zum Geburtstag und Gedenken an den vielleicht bedeutendsten Kirchenkritiker

Die Aufklärungsarbeit von Karlheinz Deschner fortsetzen

Am 23. Mai 2024 wäre Dr. Karlheinz Deschner 100 Jahre alt geworden. Zum Gedenken an den Schriftsteller, Historiker und Alumnus der Universität Würzburg zauberte der Würzburger Straßenmaler Marcel das Bildnis "Katze sein bei Deschner" vor dem Kaufhof auf das Pflaster.

bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht

"Christi Himmelfahrt" als Feiertag streichen, stattdessen "Tag der Befreiung" am 8. Mai feiern

Am 8. Mai 2024 jährt sich zum 79. Mal das Ende des 2. Weltkriegs. Noch immer wird dieses wichtige Datum nicht würdig begangen. Das liegt auch daran, dass der 8. Mai noch immer kein Feiertag ist. Der Bund für Geistesfreiheit München (bfg München) fordert daher, den "Tag der Befreiung" zum gesetzlichen Feiertag zu erklären und stattdessen "Christi Himmelfahrt", in diesem Jahr am 9. Mai, zu streichen. Der beste Zeitpunkt für die Einführung des neuen Feiertags wäre der 8. Mai 2025, der 80. Jahrestag der Befreiung von der Naziherrschaft.

Kunstaktion am 10. Mai in München

Damit kein Gras über die Geschichte wächst

Am 10. Mai jährt sich die Bücherverbrennung der Nazis und ihrer Anhänger von 1933. Wenige Wochen nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten beteiligten sich circa 50.000 Menschen (größtenteils Akademiker) an der Bücherverbrennung auf dem Münchener Königsplatz, die von Studierenden der Münchner Universitäten (LMU und TU) und deren Rektoren inszeniert wurde. Auch dieses Jahr werden die Künstler Wolfram P. Kastner und Martin Mohr mit einer Aktion die Erinnerung wachhalten.

Stolperstein für Elfriede Scholz

Erich Maria Remarques Schwester Elfriede Scholz wurde am 16. Dezember 1943 hingerichtet

"Für immer ehrlos" und "mit dem Tode bestraft"

Erich Maria Remarque wurde mit "Im Westen nichts Neues" berühmt. Weniger bekannt ist seine Schwester Elfriede Scholz, die wegen "Wehrkraftzersetzung" vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 16. Dezember 1943 hingerichtet wurde. Eine Erinnerung.