Internationales

Flirten in der Öffentlichkeit ist "unislamisch"

Neues von der türkischen Religionsbehörde

BERLIN. (hpd) Über den fortschreitenden Islamisierungsprozess in der Türkei gab es in den letzten Jahren schon viele Mitteilungen, viel zu viele! Jetzt wird ein nächster Schub bekannt, der tief in die Privatsphäre eingreift: Verlobte sollen nicht zusammenleben, in der Öffentlichkeit nicht miteinander flirten oder Händchen halten und (sunnitische) Muslime keine Ehen mit Aleviten eingehen.

Antonin Scalia (r.) mit Präsident Ronald Reagan (1986)

US-Verfassungsrichter Scalia verneint religiöse Neutralität der USA

"Gott ist gut zu uns, weil wir ihn ehren"

BERLIN. (hpd) Nach Ansicht von Antonin Scalia, Richter am amerikanischen Supreme Court, lässt sich das Konzept der religiösen Neutralität nicht mit der verfassungsrechtlichen Tradition der Vereinigten Staaten vereinbaren. Dies gelte insbesondere für die Vorstellung, dass sich der Staat zwischen Religion und Nicht-Religion neutral zu verhalten habe. Vielmehr gehe es der Verfassung allein darum, dass keine Glaubensgemeinschaft über eine andere gestellt werde. Selbstverständlich stünde Religion aber immer über Nicht-Religion.

Notizen aus Polen

Jahreswechsel an der Weichsel

WARSCHAU. (hpd) Das waren die politisch schnellsten Monaten seit der Wende im Jahre 1989, in denen die regierende national-katholische Partei PiS die mühsam erbaute liberale Republik stark geschwächt hat. Am meisten hat die Verfassung gelitten.

Peace-Zeichen aus Schwimmwesten

Projekt der Initiative "Respekt für Griechenland"

Volunteers for Lesvos

BERLIN. (hpd) Am 2. Januar 2016 war auf Spiegel-Online zu lesen, dass der chinesische Künstler Ai Weiwei auf Lesbos ein Denkmal für die Flüchtlinge, die auf ihrem Weg nach Europa gestorben sind, errichten möchte. Als Künstler wolle Ai Weiwei sich mehr in die Debatte darüber einmischen und "Kunstwerke mit Bezug zu der Krise schaffen, die dazu beitragen sollten, ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen”.

Jahresbilanz der Pressefreiheit

67 Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet

BERLIN. (rog) Im zu Ende gehenden Jahr sind weltweit 110 Journalisten getötet worden. Mindestens 67 von ihnen starben nach Recherchen von Reporter ohne Grenzen wegen ihrer Arbeit – einer mehr als im Jahr 2014. Das geht aus dem nun veröffentlichten zweiten Teil der Jahresbilanz der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen hervor. Weltweit wurden 2015 auch 27 Bürgerjournalisten und sieben Medienmitarbeiter getötet.

Großkundgebung am 19.12.2015 in Warschau

Notizen aus Polen

Die Wiedergeburt der Zivilgesellschaft

WARSCHAU. (hpd) Die erste Solidarność (1980–1981) war die größte Gewerkschaft in Europa, wenn nicht in der Welt, eine massenhafte bürgerliche Bewegung. Die streikenden Arbeiter kämpften um besseres alltäglichen Leben und nur einige ihre Führer und Berater bevorzugten damals politische Ziele. Eine ähnliche Situation scheint sich im heutigen Polen zu wiederholen.

Eine journalistische Darstellung mit klugen Beobachtungen

Die Türkei im Umbruch

BONN. (hpd) Karen Krüger und Anna Esser, die beide in Istanbul aufgewachsen sind, legen mit ihrem Buch "Bospours reloaded. Die Türkei im Umbruch" eine journalistische Beschreibung und Kommentierungen von Entwicklungen in dem Land in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft vor. Die eingängige Darstellung und lockere Schreibe gehen dabei mit klugen Beobachtungen und kritischen Reflexionen einher.